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Braucht das Währungssystem einen Goldanker? Drucken
Montag, 08. Februar 2010 um 12:44 Uhr

Die Angst vor Inflation und einem Zerfall des Weltwährungssystems macht die Idee des Goldstandards wieder populärer. Kann ein solcher Anker das Finanzsystem stabilisieren? Was die Chefvolkswirte der Deutschen Bank und Barclays Capital sagen.

Pro

Thorsten Polleit ist Chefvolkswirt der Investmentbank Barclays CapitalBild vergrößernThorsten Polleit ist Chefvolkswirt der Investmentbank Barclays Capital

Thorsten Polleit, Chefvolkswirt der Investmentbank Barclays Capital, spricht sich für die Idee des Goldstandards aus.

Die Währungsgeschichte zeigt unmissverständlich: Die größte Gefahr für den Geldwert ist der Staat. Diese Gefahr ist besonders akut im staatlich beherrschten Papiergeldsystem, in dem die Geldmenge jederzeit in beliebiger Menge ausgeweitet werden kann. 1971 wurde das Eintauschrecht der Währungen in Gold aufgehoben, seither wird das Geld von den staatlichen Zentralbanken „aus dem Nichts“ per Kredit geschaffen – ohne dass dafür Ersparnisse zur Verfügung stehen. Dieses Geld ist inflationär und provoziert eine Wirtschafts- und Finanzkrise nach der anderen. Der Versuch, diese Krisen mit immer mehr Kredit und Geldschaffen aus dem Nichts zu „bekämpfen“, verschlimmert die Missstände zusehends. Die Verschuldung von Privaten und Staaten steigt immer weiter an und beschwört eine Überschuldungssituation herauf, in der das Drucken von immer mehr Geld als das vergleichsweise kleinste Übel gilt. Früher oder später kommt es zur Hyperinflation. 

 

 

 

 

weiterlesen:

 http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/braucht-das-waehrungssystem-einen-goldanker-419909/