| 2010: Das Jahr der Abrechnung |
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| Dienstag, 16. Februar 2010 um 14:58 Uhr | |||
2010: Das Jahr der AbrechnungIst es nicht wunderbar? Der Dollar steigt, die Investoren lassen die »heiße Kartoffel« Euro fallen (*), die EU ist in aller Munde und Amerika fein raus. Wer denkt schon angesichts des abhebenden Dollars noch daran, dass die USA die festgelegte Schuldenobergrenze in rasant zunehmendem Tempo anheben müssen, um sich über Wasser zu halten? (**) Zahlen wir Europäer die Zeche und der Rest der Welt segelt aus der Krise? – Eine Betrachtung aus astrologischer Sicht.»Es kommt sehr oft vor, dass Bankenkrisen zwei, drei Jahre später von Staatsbankrotten gefolgt werden.« – IWF-Chefökonom Kenneth Rogoff
Gibt es einen Exit aus der Krise?
Für William F. Engdahl gibt es eindeutige Zusammenhänge zwischen dem Fall des Dollars und seiner »Wiederauferstehung« ab Ende November: Die Griechenland-Krise, die durch die Herabstufungen durch die großen amerikanischen Rating-Agenturen erst richtig verschärft wurde, zog die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit von der US-Verschuldung und dem maroden Dollar ab und rückte die Europäische Union ins Visier. Fortan waren alle Augen auf die Pleitestaaten der EU gerichtet. Der Währungskrieg zwischen Dollar und Euro trat in ein neues Stadium ein. Die USA spielten ihre Trümpfe aus, z.B. den, dass die wichtigsten Rating-Agenturen nicht nur aus den USA kommen, sondern auch eng verknüpft mit der Finanzoligarchie sind.
Goldman-Sachs und die Krise der EUNun ist eine interessante Information aufgetaucht. Unter dem Titel »Defizitkosmetik. Goldman Sachs half Griechen bei Tricksereien« berichtet das Handelsblatt: »Jahrelang betrieben die Griechen Defizitkosmetik, die tatsächlichen Zahlen lagen stets über der offiziellen Zahl. Hilfe erhielten die Europäer dabei von mehreren US-Großbanken, allen voran Goldman Sachs.« 300 Millionen Dollar kassierte die US-Großbank dafür. Griechenland dürfte nicht das einzige Land sein, dem diese Dienstleistung angeboten wurde. Die laufende Saturn/Pluto-Quadratur, die zurzeit besonders exakt ist, bringt immer mehr Filz, Korruption und Manipulation an den Tag. Ein Ende ist noch lange nicht abzusehen. Trotz allem, was bisher bekannt wurde, haben wir nur die Spitze des Eisbergs gesehen.
Es gibt keinen verdaulichen Exit aus der Krise. Noch in diesem Jahr werden drastische Einschnitte stattfinden. Die Wirtschaftsgewichte driften bereits seit geraumer Zeit. China baut z.B. unauffällig durch Swap Agreements Wirtschaftsräume auf der Basis des Yuan auf und umgeht so den Dollar. Bisher sind nur asiatische Länder beteiligt, Verhandlungen laufen mit Russland und Brasilien (siehe weiter unten). Wesentliche Ereignisse, die den Dollar, die Frage der Weltleitwährung und ihre Besicherung bzw. die Besicherung von Währungen allgemein betreffen, werden sich noch vor dem 11. Juli 2010 ereignen. Der Februar mag für diese Entwicklung eine Verschnaufpause darstellen – bereits im März ist mit einem neuerlichen Währungs- und Finanzbeben zu rechnen. Bretton Woods wird verstärkt in den Blickpunkt rücken. Das Jahr 2010 ist nicht nur das Jahr gravierender Veränderungen, sondern auch das Jahr, in dem die Rechnungen präsentiert werden. In meiner letzten Neumondprognose, die vom 15.01.2010 bis zum 14.02.2010 galt, wies ich darauf hin, dass in dieser Neumondphase der Dollar als Weltleitwährung, die Zukunft des Weltfinanzsystems und Bretton Woods wieder öffentlich diskutiert würden. Im Januar forderte Präsident Sarkozy auf dem Weltfinanzgipfel von Davos einen Umbau des Finanzsystems. Laut Sarkozy werde Frankreich, das im kommenden Jahr den Vorsitz der G20 übernimmt, »ein neues Bretton Woods« anregen. Die Unruhe auf dem Währungsmarkt dürfe nicht weiter aufrecht gehalten werden. Die diesbezüglich nächste Station wird ab Mitte März zu verzeichnen sein, wenn der Dollar über eine Uranus-Auslösung als Weltleitwährung wieder ins Rampenlicht rückt.
WirtschaftskatastrophenDer Dubai-Zahlungsausfall, der finanzielle Zusammenbruch Irlands, die Griechenland-Krise –diese und andere Ereignisse überall auf der Welt zeigten für den sorgfältigen Beobachter das Fortbestehen der Schulden- und Kreditkrise, die uns nie losgelassen hat. Griechenland wird noch immer von vielen als ein isolierter Faktor betrachtet, ebenso wie Dubai. Nur scheinbar wurden und werden die Krisen bewältigt, die maroden Staatssysteme über die Runde gehievt. Um diesen Augenschein aufrecht zu erhalten, wurden toxische Bankbilanzen akzeptiert, die Finanzierung der Staatsschulden durch Geldmengenausweitung ermöglicht. Statistiken wurden so aufbereitet, dass sie den gewünschten Eindruck vermittelten. Doch der Volksmund spricht nicht umsonst von dem »Krug, der zum Brunnen geht, bis er bricht«. In den kommenden Monaten werden viele unbezahlte Rechnungen auf dem Tisch liegen. Wenn wir die Weltwirtschaft mit einem Gefährt vergleichen, dessen Pferde immer schneller galoppieren und auseinander driften, so wird es nicht mehr lange dauern, bis der kritische Punkt erreicht ist. Er wird viel früher eintreten, als allgemein angenommen. Was im Herbst 2009 durch die bis Ende Dezember laufende Jupiter/Neptun-Konjunktion noch vertuscht werden konnte, bietet nun keine Chance mehr auf freundliche Aussagen wie: »Es wird nicht alles so heiß gegessen, wie es gekocht wird.« Besserung kann nur eintreten, nachdem die Eiterblase geplatzt ist. Nach der Klimalüge, der Schweinegrippenlüge und vielen anderen Lügen ist nun auch die Lüge des Euro offensichtlich geworden, der nur ein Spiegel der Lüge aller Fiatwährungen ist. 20 Prozent hat der Euro seit seiner Einführung 1999 verloren. Bild berichtet: »Teuro-Schock. Euro nur noch 80 Cent wert.« Bereits im Jahr 2000 war im Manager Magazin zu lesen: »Euro – Weiterer Kursverlust erwartet!« Kaum eingeführt, entwickelte sich der Euro zum Flop. Und mehr noch: Die Inflation in Deutschland beträgt seit 1990 47 Prozent! Haben wir geschlafen? Kopf in den Sand und hoffen, dass der Kelch vorübergeht? Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, lesen Sie den Artikel von Michael Grandt »Jetzt geht’s los: Der Euro ist im Visier der Spekulanten« und sein in Kürze erscheinenden Buch Der Staatsbankrott kommt. Griechenland wird nun gerettet, wie ich Ende Januar prognostizierte. Obwohl der Vertrag von Lissabon vorsieht, dass Mitgliedstaaten nicht gerettet werden dürfen, ist ein Modell für Griechenland in Planung, das auch für weitere EU-Staaten Anwendung finden soll. Wer zur Kasse gebeten wird, ist leicht auszumachen. Der Steuerzahler von heute und künftige Generationen zahlen die Rechnung. Obwohl auch in Deutschland der Steuerverlust dramatisch zunimmt (siehe den Welt-Artikel »Deutschland nimmt dramatisch weniger Steuern ein«), werden wir federführend bei den Rettungsplänen sein.
Bisher durften wir nur unser Fell lassen, was als nächstes kommt, darüber berichtet Udo Ulfkotte in der aktuellen Ausgabe von Kopp Exklusiv unter dem Titel »Geheimplan: EU bereitet totale Finanzkontrolle über jeden Bürger vor«. Worum es geht? »Die französische Großbank Société Généraleprognostiziert den ›Kollaps des Euros‹. Und die EU testet in Griechenland unauffällig die künftige totale Finanzkontrolle über jeden Bürger.« Lesen Sie selbst. Falls Sie bisher noch an die Bundesregierung und die EU geglaubt haben, sollten Sie Ihre Meinung schleunigst revidieren.
Obergrenze der Gesamtschulden in Weimar: 270 ProzentÜber Staatsschulden berichten inzwischen die meisten Medien. Will man jedoch die wirtschaftliche Lage eines Landes grundlegend erfassen, zählen seine Gesamtschulden, von denen die Staatsschulden nur ein Teil sind: die Auslandsverschuldung, die Schulden der Unternehmen, der privaten Haushalte und des Bankensektors. Auch die Wettbewerbsfähigkeit (z.B. in Form von Lohnstückkosten) und die Innovationskraft eines Landes sind zu berücksichtigen. Der Berechnung der Gesamtverschuldung widmete sich das Silberbulletin, 02/2010, vom 16.01.2010. Eine Tabelle zeigt, dass die Staatsverschuldung in der Euro-Zone in Prozent des BIP (Bruttosozialprodukt, Wirtschaftskraft eines Landes) im Jahr 2009 78,2 Prozent betrug und 2010 hochgerechnet 84,0 Prozent betragen wird. Die Gesamtverschuldung in Prozent des BIP lag laut EU-Kommission im Jahr 1998 bei 207,1 Prozent und 2009 bei 263,0 Prozent. Berücksichtigt wurden die Kredite des Privatsektors und der Banken (Stand Ende 2009). Die USA erreichten im dritten Quartal mit 53,024 Billionen Dollar eine Gesamtverschuldung von 372 Prozent des BIP. Japans Gesamtschulden lagen Ende 2007 bei 419 Prozent des BIP. Selbst in den 1930er-Jahren waren 270 Prozent die Obergrenze!
Ob in der Bundesrepublik, wo eine heillos zerstrittene Regierung vor sich hin eiert, in den USA, wo vollmundige Ankündigungen schließlich scheitern oder in etwas anderes umgewandelt werden, in Japan, dessen Staatsverschuldung in diesem Jahr laut IWF auf 227 Prozent des BIP steigen wird mit spürbaren Auswirkungen auf der ganzen Welt – die starken Turbulenzen haben längst begonnen bzw. genau genommen niemals aufgehört. Erstaunlich ist nur, wie lange es den Regierungen gelingt, die auch astrologisch seit Langem erkennbaren Konstellationen eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs hinauszuzögern.
China in der Dollar-Falle?Dass Chinas immense Dollar-Währungsreserven ein enormes Problem für das Land darstellen, ist allgemein bekannt, und auch, dass Peking unterwegs ist, soviel wie möglich davon in Gold, Rohstoffe, Anlagegüter usw. umzuwandeln. Erst kürzlich hat die chinesische Regierung australische Kohle im Wert von 60 Milliarden Dollar gekauft. Der Bestand an Seltenen Erden ist weitgehend in chinesischer Hand. Immer wieder hat Peking vor allem auch im vergangenen Jahr kundgetan, man wolle die Bindung an den Dollar zugunsten einer Währungsdiversifikation lösen, und wurde dabei von den anderen BRIC-Ländern – Brasilien, Russland und Indien – unterstützt. Da jedoch bisher keine andere Währung die Kapazität besitzt, den Dollar als Weltleitwährung zu ersetzen, ist bezüglich einer Ablösung des Dollars trotz der immer wieder aufflammenden Forderungen nichts Konkretes geschehen. Bedeutet das, dass China deshalb in der Dollar-Falle steckt und zusehen muss, was die US-Regierung mit ihrer Währung treibt?
Ebenso wie sich das wahre Ausmaß der Krise gewissermaßen unter der Decke entwickelt, so entwickelt sich auch weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit eine Ablösung vom Dollar, die langsamer, aber nicht weniger fundamental ist. Statt direkt von Handelspartnern zu kaufen, hat China Swap Agreements geschaffen, bei denen Waren und Dienstleistungen in Yuan anstatt in Dollar bezahlt werden. Bis jetzt gibt es diese Abkommen mit Argentinien, Südkorea, Hongkong, Indonesien, Malaysia und Belarus. Darüber hinaus existiert ein Abkommen zwischen China und Russland, das vorsieht, den Einsatz der eigenen Währungen im gegenseitigen Handel auszubauen. Ähnliche Pläne sind zwischen China und Brasilien im Gespräch. Dieses Netzwerk an Swap Agreements ermöglicht es China, direkt mit seinen Partnern zu handeln, ohne den Yuan an den offenen Markt bringen zu müssen, was eine Aufwertung mit sich bringen würde, und ohne den Dollar als Zahlungsmittel einsetzen zu müssen. Die an den Abkommen beteiligten Länder können ihre Reserven an Yuan für den Kauf von Gütern und Dienstleistungen in China und untereinander verwenden. Allein im Juni 2009 betrug das Handelsvolumen rund 200 Milliarden Dollar. China wird diese Politik der stillen Währungsrevolution fortsetzen. Und sollte es Peking gelingen, ein solches Abkommen mit einem westlichen Land zu treffen, würde der Dollar extrem an Glaubwürdigkeit und Vertrauen einbüßen. Eines Tages wird die Welt aufwachen und feststellen, dass China sich ganz ohne direkte Provokation einen weltweiten Markt in seiner eigenen Währung geschaffen hat.
Wie geht es weiter?
Für Willie verläuft der Zusammenbruch des Zentralbankensystems in Etappen: vom Crash der US-Staatsanleihen über die massive Expansion der Fed, die Konkurse von Lehman Brothers, Fannie Mae, Freddy Mac, AIG und der Northern Rock, den Zahlungsausfall von Dubai World und die Zahlungsausfälle in Griechenland und weiteren EU-Ländern, über Zahlungsausfälle in Osteuropa bis hin zu dem Zeitpunkt, an dem die Zahlungsausfälle die Länder der Euro-Zone erreichen. Am Ende steht der Zusammenbruch des Dollars und eine Situation der US-Staatsanleihen, die der von Weimar gleicht.
Prognose zum DollarIn meiner letzten Prognose war ich davon ausgegangen, dass der Dollar fallen würde, da der rückläufige Mars die sensiblen Punkte des Dollar-Horoskops erneut berührte, an denen der Dollar besonders eingebrochen war. Doch die Rückläufigkeit wirkte sich viel bildlicher aus, als ich dachte: Als der Mars stationär wurde und seine Richtung änderte, änderte sich auch der Dollar-Kurs. Dies wird bis Anfang März der Fall sein. Am 6. März wird Mars wieder stationär und ändert dann seine Richtung. Zwischen dem 4. und 13. Mai wird er erneut über die kritischen Punkte transitieren. Edelmetalle und Rohstoffe sind gefallen bzw. stagnieren – lassen Sie sich dennoch nicht täuschen. In diesen Bereichen ebenso wie in Ackerland und selbst bewohnten Immobilien liegt nach wie vor die größte Sicherheit. Edelmetalle bieten nicht nur einen Werterhalt, sie werden zwingend mit dem Fortschreiten der Krise wieder massiv steigen. Der Crack-Up-Boom ist nicht mehr fern.
__________ ** http://info.kopp-verlag.de/news/usa-eine-weltmacht-ist-bankrott.html
Brigitte Hamann arbeitet seit 1987 hauptberuflich als unterrichtende und beratende Astrologin. Sie ist Autorin bekannter astrologischer Bücher wie Die Zwölf Archetypen, Ihr Lebensziel und Das Innere Kind im Horoskop. Mit der »Entwicklungsorientierten Astrologie« schuf sie eine astrologische Landkarte, die in das Zentrum menschlicher Grundmotivationen, Sehnsüchte und Ziele führt. Nach vielen Jahren der Zusammenarbeit mit Michael Roscher gründete sie die Akademie für Entwicklungsorientierte Astrologie EOA®, an der sie ihre Methode unterrichtet. 2006 erschien ihr Buch Reise zum Lebensziel, eine neue Typologie der Lebenswege, die das wertvolle astrologische Gedankengut auch für Nicht-Astrologen aufbereitet. Seit 2007 befasst sie sich intensiv mit dem Spezialgebiet der Geo-Astrologie. Mehr über ihre Tätigkeit erfahren Sie unter: www.Brigitte-Hamann.de. Quelle: http://info.kopp-verlag.de/news/2010-das-jahr-der-abrechnung.html
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