Kurzinfos zu Gold & Silber
Einheit: Feinunze
Die Feinunze (engl. Troy Ounce) mit dem Einheitenzeichen oz. tr. wird für Feinedelmetalle verwendet. Ihr Gewicht bezieht sich auf den reinen Edelmetallanteil, d.h. das Gewicht eventueller Verunreinigungen wird vom Gesamtgewicht z.B. der Münze abgezogen. Eine Feinunze entspricht  31,1034807 Gramm.

Gold
lat. Aurum, chem. Zeichen Au,
Eigenschaften:
spez. Gewicht 19,3 g/cm³, Schmelzpunkt 1064,8 Grad Celsius
Verwendung:
Kapitalanlage, Münzwesen, Schmuck-, Elektro- und Dentaltechnik;

Silber
lat. Argentum, chem. Zeichen Ag,
Eigenschaften:   
spez. Gewicht 10,5 g/cm³, Schmelzpunkt 960,8 Grad Celsius
Verwendung:
Kapitalanlage, Filmmaterial, Münzwesen, Schmuck-, Halbleiter-, Solar-, Wärmetechnik
 
 
Silber: Das Gold des kleinen Mannes!
Wie Gold ist auch Silber ein Zahlungsmittel. Silber war sogar über Jahrtausende das meistgenutzte Münzmetall überhaupt. Silber scheint zur Zeit das interessanteste aller Metalle zu sein. Fundmentale Gründe sind die niedrigen weltweiten Lagerbestände und die steigende Nachfrage aufgrund von Industriebedarf und Geldanlage. Silber ist sowohl unverzichtbarer Grundstoff unter anderem für die Hightechindustrie, Schmuck und wiederentdeckte Anlageklasse.  Da das Angebot außerdem nicht von heute auf morgen der Nachfrage angepasst werden kann, stehen uns möglicherweise unvorstellbare Preissteigerungen bevor.


Gold & Silber kann nicht zerstört werden,  weder durch Feuer, noch durch Waffengewalt oder sonstige Misshandlungen. Papiergeld hingegen kann vernichtet, manipuliert oder ersetzt werden ohne irgendwelche Kompensation an die Besitzer. Währungen sind Forderungen gegenüber einem betreffenden Land; diese nur so gut wie der Herausgeber gewillt ist, diese Forderung auch wirklich und unter allen Umständen einzulösen; während Gold selber einen Vermögenswert darstellt: Es bildet die letzte Reserve für Notzeiten.
Gold & Silber  sind liquide Sachwerte: Deshalb sind Gold & Silber ein Schutz gegen Inflation wie jeder andere Sachwert auch. Zusätzlich kann Gold & Silber transportiert werden, was nicht bei allen Sachwerten der Fall ist. Es ist in verschiedenen Grössen und Gewichten erhältlich und kann praktisch überall in der Welt verkauft, d.h. in Bargeld oder andere, gewünschte oder benötigte Gegenstände bzw. Lebensmittel umgetauscht werden.
Gold ist eine sichere Währung: Es ist auf der ganzen Welt als Wertmassstab anerkannt. In Zeiten der Instabilität und Unsicherheit, speziell in Bezug auf Währungen, übernimmt Gold sehr oft die Funktion einer Währung. Wir können absolutes Vertrauen in Gold haben, aber nicht unbedingt in menschliches Verhalten, z.B. in Entscheidungen einer Regierung. Obwohl seit einiger Zeit alles unternommen wird, um Gold zu demonetisieren, wird es selbst von Nationalbanken immer noch als Reservewährung gehalten; und zwar auch von westlichen Industrienationen.
Gold erhält den Kaufkraftwert: Es ist statistisch bewiesen, dass Gold langfristig die Kaufkraft sicherstellt. Zur Zeit der Römer, im Mittelalter und auch in der Neuzeit benötigt man praktisch das gleiche Gewicht an Gold, um einen Buschel Weizen zu kaufen. Nicht so bei den Währungen, weil mit der Abgabe des als "überflüssig" bezeichneten Goldbestandes ein Tabu gebrochen wurde, was die Begehrlichkeit der Politiker geweckt hat. Undiszipliniertes Verhalten einer Regierung auf der Ausgabenseite, wird unwillkürlich eine Aushöhlung des inneren Wertes einer Währung nach sich ziehen.
Gold dient als hervorragender Versicherungsschutz in einem diversifizierten Portefeuille: Im Falle von schwerwiegenden Turbulenzen in den Finanzmärkten wird der Anleger teilweise oder ganz durch seine Investitionen im physischen Gold kompensiert.
Gold wird ebenfalls in der modernen, hochtechnisierten Industrie verwendet: Neben der Schmuckindustrie, der elektronischen Industrie u. a. wird Gold in verschiedensten, auch medizinischen Anwendungen gebraucht. Gold hat nicht nur eine monetäre Seite; es wird auch als Rohmaterial in der verarbeitenden Industrie.


Gold ist ein Geld, dessen Menge natürlich begrenzt ist. 

Bei Geld ist Knappheit die Grundlage für Wertbeständigkeit!

Was ist knapper? Papier/Digitalgeld oder Gold?

150.000 Tonnen Gold wurden je gefördert
50.000 Tonnen Gold sind noch förderbar
Es wird angenommen, dass der globale Renten- und Aktienmarkt mit je 35 Billionen US$ kapitalisiert ist.
 
Können Sie sich vorstellen, was geschieht, wenn von diesen 70 Billionen US$ plötzlich nur 1 Prozent in Gold & Silber investiert wird? Es würde - ohne Zweifel - zu einer Preisexplosion im Edelmetallmarkt kommen. 
Früher, bis ins 20 Jh. hinein, war es ein ungeschriebenes Gesetz mind. 10-20 Prozent seines Vermögens in Gold & Silber anzulegen!
In unsicheren Zeiten, wie heute, wächst die Nachfrage deutlich.

 

Mensch und Gold im Lauf der Zeit

3000 v. Chr. 

Bei Sakdrissi im heutigen Georgien hauen Menschen mit Steinwerkzeugen Stollen in den Fels. Es ist das bisher älteste bekannte Goldbergwerk der Menschheit.

1200 v. Chr. 

Die Ägypter verfeinern die Goldverarbeitung; sie hämmern Blattgold zur Verzierung von Oberflächen und entwickeln Legierungen mit verschiedenen Farben und Härten.

6. Jh. v. Chr. 

In Kleinasien lässt Krösus, König der Lyder, aus Gold Münzen herstellen. Zum ersten Mal wird aus Gold Geld.

325 v. Chr. 

Die Alchemie entsteht. Anhänger dieser Wissenschaft versuchen über Jahrhunderte vergeblich, Gold herzustellen. Die Suche nach dem «Stein der Weisen» ist der Beginn der modernen Chemie.

1284 n. Chr. 

Venedig führt den Golddukaten ein. Die Münzen werden schnell zum wichtigsten Zahlungsmittel und behaupten diesen Status die nächsten 500 Jahre.

17. Jh.

Die spanischen Importe von Inka- und Aztekengold führen in Europa zu einer Inflation.

1844

Der klassische Goldstandard, ein geführt durch die Bank of England, beginnt seinen weltweiten Siegeszug. Der in Noten ausgegebene Gesamt betrag muss zu einem bestimmten Teil durch Gold gedeckt sein.

1848

James W. Marshall findet in Nordkalifornien mehrere Nuggets und löst damit den kalifornischen Goldrausch aus. Bis zu diesem Zeitpunkt sind weltweit geschätzte 10'000 Tonnen Gold gewonnen worden.

1886

Der Südafrikaner George Harrison gräbt Steine aus, um ein Haus zu bauen, und stösst auf Gold. Seither kamen fast 40 Prozent des geförderten Goldes aus Südafrika.

1933

Die US-Regierung verbietet den privaten Goldbesitz um sich des in Volkshand befindlichen Goldes zu bemächtigen. Zwangsumtauschkurs 25 USD, kurz danach wird Gold auf 35 USD aufgewertet. 

1939 bis 1945

Die Schweizerische Nationalbank kauft von den Nazis ins­gesamt 1231 Tonnen Gold – im Wissen, dass die Deutsche Reichsbank auch über Raubgold verfügt.

1944  

Die USA führt den Gold- Dollarstandard ein und erklärt den US-Dollar zur Welt Leit- und Reservewährung mit einer direkten Anbindung an Gold. 35 US-Dollar sind 1 Unze Gold.

1965

Bei seinem Weltraumspaziergang trägt der US-Astronaut Edward White ein goldbeschichtetes Visier, um die Augen vor der Sonne zu schützen.

1971

US-Präsident Nixon kündigt einseitig die Anbindung/Deckung des US-Dollars an Gold, da die USA in Gold faktisch zahlungsunfähig ist, da viel mehr Dollars ausgegeben wurden, als durch Gold gedeckt werden konnte. Der Dollar ist nun eine völlig freie, ungedeckte Monopolywährung.

1980

Gold durchbricht die 850 US-Dollarmarke. Die Kapitalflucht aus dem Dollar wurde mit einem Leitzins von über 25% p.a. gestoppt 

1999

Gold erreicht den Tiefpunkt von ca. 250 US-Dollar

2009

Gold kostet mittlerweile 1200 US-Dollar und die Kapitalflucht aus dem ungedeckten Papiergeld läuft weltweit auf Hochtouren.