Schmelzpunkt: 29,8° Celsius
Spezifisches Gewicht: 5,91 g/cm3
Farbe: silberberweiß
Siedepunkt: 2403° Celsius
HISTORIE:
Gallium wurde 1875 von Lecop entdeckt. Gallium kommt in Gallit; Germanit und Renerit zu max. 1% vor. Kommerziell wird Gallium allerdings derzeit im Wesentlichen aus Bauxit (mit 0,1% Gallium-Anteil) gewonnen. Die Weltjahresproduktion an Gallium liegt 2007 bei ca 103 t Gallium, davon ca 20 t Gallium aus Galliumschrotten bzw Galliumrückständen.
EIGENSCHAFTEN:
Gallium zeichnet sich nicht nur durch seinen niedrigen Schmelzpunkt (Gallium schmilzt bei höheren Zimmertemperaturen), sondern auch durch einen Siedepunkt von 2403 °C aus. Damit hat Gallium den größten Flüssigkeitsbereich aller Metalle. Gallium dehnt sich beim Erstarren wie z.B. Wismut oder Wasser aus. Gallium sieht frisch vergossen silbrig glänzend aus.
HEUTIGE VERWENDUNG/BEDARF:
Das Hauptanwendungsgebiet von Gallium (meist als Gallium - Arsen Verbindung )ist die Halbleitertechnik und Optoelektronik. Leuchtdioden, Laserdioden Transistoren und Solarzellen werden unter Verwendung von Gallium bzw. Gallium-Arsenverbindungen hergestellt. Der niedrige Schmelzpunkt Galliums wird in verschiedenen galliumhaltigen Legierungen (z.B. mit Zinn oder Indium) genutzt. Der Schmelzpunkt der niedrigstschmelzenden durch uns lieferbaren Gallium–Indium–Legierung (Gallium ca. 75%) liegt bei nur 3-5°C. Galliumlegierungen dienen z.B. zum Ersatz von Quecksilber z.B. in Fieberthermometern. Andere niedrigstschmelzende Legierungen auf Gallium - Indium Basis können die, auch niedrigschmelzende aber nicht ungefährliche, NaK Legierung (Natrium - Kalium Basis) ersetzen. Eine weitere potentielle Verwendung von Gallium könnte in der Kühlung von Computerprozessoren liegen. Gallium – Legierungen könnten als Kühlmittel dienen. Wegen des hohen Siedepunktes von Gallium wäre Gallium oder eine Galliumlegierung in der Lage auch hohe Energien zu transportieren. Reines Gallium wird in der Hochtemperatur-Thermometerherstellung wegen seines hohen Siedepunktes genutzt. Gallium dient wegen seiner benetzenden Eigenschaft und der sehr guten Reflektionsfähigkeit auch der Herstellung von Hochleistungsspiegeln.





