Money as Debt
Der Welt-Geldbetrug - Prof Hamer
DER "WELTGELDBETRUG"
von Prof. Dr. Eberhard Hamer, Mittelstandsinstitut Hannover
Der grösste und weitreichendste Wirtschaftsskandal unserer Tage findet z.Zt. durch die Manipulationen an den Geld- und Währungssystemen statt. Der Geldbetrug hat erstmalig eine globale Dimension, weil er sich weltumspannend abspielt, von keiner nationalen Regierung deshalb mehr kontrolliert, gestoppt oder verhindert werden kann, und weil er sogar nach den veralteten nationalen Gesetzen formell legal stattfindet. Sicher ist aber, dass der Geldbetrug wie jeder andere Betrug auch nicht langfristig zur Bereicherung der Täter durch Entreicherung der Opfer führen kann, weil kein freies Geldsystem auf Dauer missbraucht werden kann.
Nach der Finanztheorie ist Geld ein legalisiertes Tauschmittel, welches auch zur Wertaufbewahrung dienen soll. Die Ausgabe von Geld war deshalb früher staatliches Privileg (Münzhoheit). Die als Geld umlaufenden Gold-, Silber- und Kupfermünzen hatten staatliche Prägung. Der Staat garantierte also die Reinheit des Metalls und das Gewicht der Münzen, so dass man nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland jederzeit wusste, wieviel jedes Geldstück wert war. So waren die Metallmünzen zugleich Tauschmittel und Dauerwert.
Der Staat musste aber, um Geld ausgeben zu können, Gold und Silber haben. Deshalb war es wichtig, dass zum Beispiel Silberbergwerke in staatlicher Hand waren (Rammelsberg bei Goslar) und auf diese Weise der Staat das Silber für zusätzliche Prägemünzen einsetzen konnte. Umgekehrt wussten die Bürger, dass der Staat nur soviel Geld ausgeben konnte, wie er über Edelmetall verfügte. Der Edelmetallvorrat war also die Basis für das in Edelmetall umlaufende Naturalgeld (Goldumlaufwährung).
Vom Realgeld zum Nominalgeld
Immer wieder haben Fürsten allerdings versucht, sich mehr Geld zu verschaffen, als sie Edelmetall hatten, indem sie den Anteil des Edelmetalls bei den Münzlegierungen verminderten ("kippen und wippen"). Das Ergebnis war jeweils, dass die Kaufleute und Bürger das schlechte Geld weitergaben, das gute aber behielten, bis alle Bescheid wussten und das schlechte Geld wieder eingeschmolzen werden musste. Goldumlaufwährungen gab es noch bis zum Ersten Weltkrieg.
Jede Goldumlaufwährung hat allerdings den Nachteil, dass Gold nicht so stark vermehrbar ist, wie die Wirtschaft wächst, dass also eine gewisse deflatorische Geldknappheit stärkeres Wirtschaftswachstum behindern könnte. Deshalb gingen viele Staaten zu einer indirekten Goldwährung über: Sie hatten einen bestimmten Goldschatz und gaben auf dieser Basis staatliche Zentralbanknoten aus, die im täglichen Gebrauch leichter zu transportieren, zu zählen und auch in höheren Summen aufzubewahren waren. Ihr Wert beruhte darauf, dass man die Geldscheine jederzeit bei der Zentralbank vorlegen und in entsprechendes Gold oder Silber umtauschen konnte (Goldkernwährung). Auf diese Weise konnte der Staat sogar mehr Nominalgeld ausgeben, als er an Edelmetall verfügbar hatte, denn üblicherweise bestanden nur wenige Geldscheininhaber auf dem Umtausch ihrer Scheine in Gold. Normalerweise reichte also ein Volumen von weniger als 10% Gold für ein Währungsvolumen einer um 90% höheren Geldscheinmenge.
Das System funktionierte weltweit, weil auch Länder, die selbst keinen Goldschatz hatten, den Inhabern ihrer nationalen Geldscheine einen festen Umtauschkurs zu anderen Währungen garantierten, die ihrerseits wieder einen Goldkern hatten. Solange diese Umtauschgarantie bestand, konnten die Bürger darauf vertrauen, dass sie - wenn auch über doppelten Umtausch - die Geldschein-Nominalwerte in Münzrealwerte umtauschen konnten (Golddevisenwährung), hatten also eine zumindest indirekte Geldwertgarantie.
Vom staatlichen zum privaten Geld
Der entscheidende Schritt weg vom Staatsgeld war 1913 die Gründung des Federal Reserve System in den USA. Obwohl nach der amerikanischen Verfassung eigentlich nur Gold und Silber gesetzliches Geld sein dürfen, hat sich ein von privaten Banken gegründetes Kartell unter Führung der beiden Grossfinanzgruppen Rothschild und Rockefeller eine private Zentralbank geschaffen mit dem Recht, eigenes Geld auszugeben, welches gesetzliches Zahlungsmittel wurde und für welches anfangs noch die amerikanische Zentralregierung garantierte.
- Rothschild Bank of London - Rothschild Bank of Berlin - Lazard Brothers of Paris - Israel Moses Seif Banks of Italy - Warburg Bank of Hamburg - Warburg Bank of Amsterdam - Lehmann Brothers New York - Chase Manhatten Bank of New York - Kuhn-Loeb Bank of New York - Goldmann Sachs Bank of New York "Wir werden schamlos irregeführt", Gerhoch Reisegger, Verlag Hohenrain-Tübingen (RW)
In dieser privaten Bank wurden nach dem Ersten Weltkrieg die Goldreserven der Welt zusammengekauft, mit der Folge, dass viele andere Währungen ihren Goldstandard nicht mehr halten konnten und in der Deflation zusammenbrachen (erste Weltwirtschaftskrise).
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde deshalb 1944 in Bretton Woods wieder die Einführung eines neuen Golddollarstandards beschlossen. Während des Weltkrieges verlangten die USA für die Bezahlung von Rüstungsgütern Gold von den kriegführenden Nationen. Auch das Gold Deutschlands musste als Kriegsbeute abgegeben werden. So sammelten sich über 30.000 Tonnen Gold der Welt allein in den USA - mehr als alle anderen zusammen hatten. Dieses Gold diente als Deckung für die Dollars. Da aber ein grösserer Teil der Dollars in den Zentralbanken der Welt als Reservewährung gehalten wurde, konnten die USA mehr Dollars ausgeben als sie an Goldbasis hatten. Die Länder der Welt brauchten nämlich Dollars, um die Rohstoffe dafür zu kaufen, die nur auf Dollarbasis gehandelt wurden. Neben dem Gold wurde deshalb der Dollar immer stärker in den anderen Zentralbanken zur Hauptwährungsreserve. Die Dollarherrschaft über die Welt hatte begonnen.
1971 kündigte US-Präsident Nixon die Einlösungspflicht des Dollars in Gold (Golddollarstandard) und zugleich die Haftung des Staates für den Dollar auf. Seitdem sind die Dollarnoten weder real durch Gold noch durch Staatshaftung gedeckt, also eine freie private Währung der Federal-Reserve-Bank (FED) .
Der Dollar und alles andere Geld der Welt sind seitdem nicht mehr werthaltig, sondern nur noch gedrucktes, legalisiertes Zahlungspapier. Eine durch nichts gedeckte Währung kann zwar durch Gesetz zum amtlichen Tauschmittel erzwungen werden, nicht jedoch zum Mittel der Wertaufbewahrung. Hierzu bedarf es des Vertrauens der Geldinhaber, dass sie ihr Geld langfristig wertgesichert sehen. Der langfristige Kurswert - das Vertrauen - einer freien Quantitätswährung hängt wiederum allein von der Knappheit des Geldes bzw. der Geldmenge ab.
Das Problem: Während sich in den letzten 30 Jahren die Gütermenge der Welt nur vervierfachte, hat sich die Geldmenge vervierzigfacht. Geldmengenvermehrung bedeutet nämlich immer Inflation. Und Inflation bedeutet Geldentwertung. Für dieses Problem wurden drei Lösungswege beschritten:
Die deutsche Finanzwissenschaft hatte schon bei der Bundesbankgründung eine staatsunabhängige neutrale "vierte Gewalt" für die Bundesbank gefordert, damit diese den politischen Pressionen zum Geldmengenmissbrauch widerstehen könne, damit der Bürger sich also auf die Werthaltigkeit des Geldes verlassen könne.
Tatsächlich ist die Bundesbank gesetzlich zur Werthaltigkeit der D-Mark verpflichtet gewesen (Neutralgeldtheorem) und war weitgehend staatsunabhängig. Dies hat dazu geführt, dass die D-Mark als stabilste Währung der Welt immer mehr auch Währungsreserve und bevorzugte Wertanlage wurde.
Die meisten anderen Staaten haben eine "orientierte Quantitätswährung" bevorzugt. Sie verpflichteten ihre Zentralbanken, die Geldmenge an bestimmten Zielen zu orientieren, wie zum Beispiel Wachstum, Vollbeschäftigung oder anderen. Dies gab der nationalen Politik ausreichend Einflussmöglichkeiten auf die Zentralbank und auf das Geld und hat regelmässig dazu geführt, dass der politische Missbrauch zu entsprechender Inflationierung der Währungen geführt hat. (Beispiel: Frankreich, Italien, Spanien usw.)
Die meisten Diktaturen der unterentwickelten Länder und das private Federal- Reserve-System dagegen bevorzugten eine "freie Quantitätswährung", also eine Währung, deren Missbrauch durch die Politik oder durch die privaten Zentralbankeigentümer nicht gesetzlich beschränkt wurde. "Freie Quantitätswährung" hat immer "Freiheit zum Missbrauch der Währung" bedeutet und nie langfristig funktioniert. Vor allem führt ein Nebeneinander von Währungen, die teils von einer unabhängigen Staatsbank in ihrem Wert gehalten werden - wie die D-Mark - oder andererseits von abhängigen Staatsbanken oder sogar von Privatbanken nach deren jeweiligen Zwecken frei manipuliert werden, zu erheblichen Kursspannungen: Weil die Deutsche Mark durch die Bundesbank relativ wertstabil gehalten wurde, andere wichtige Währungen sich dagegen durch Geldmengenvermehrung und Inflation immer stärker wertminderten (Abwertung), versuchen die Geldwertbesitzer naturgemäss, mit ihren längerfristigen Dispositionen in harte Währungen zu gehen und weiche zu meiden.
So wurde die Deutsche Mark in Konkurrenz zum Dollar immer stärker auch Währungsreserve von Wirtschaft und Zentralbanken in der Welt. Vor allem aber wurde an der "harten" Währung deutlich, wie weich eine ständige Geldmengenvermehrung die inflationierten Privat- oder Staatswährungen gemacht hatte.
Die der Geldwertstabilität verpflichtete Bundesbank wurde so zum gemeinsamen Störer im Chor der Geldmengenvermehrer und Inflationisten des Weltwährungssystems - kein Wunder, dass dieser Störer durch Abschaffung der Deutschen Mark und Einbindung in eine wieder mehr von der Politik gesteuerte, nicht mehr souveräne Europäische Zentralbank ausgeschaltet werden musste
Kohl hat dafür gesorgt, dass dies 'im kleinen Kreise' entschieden wurde, dass die deutsche Bevölkerung über den Verlust ihrer werthaltigen Währung nicht abstimmen durfte ("Wo kommen wir hin, wenn die Bevölkerung über so wichtige Dinge selbst entscheiden sollte?"). Die Bevölkerung hätte nie freiwillig die solide D-Mark geopfert.
Inzwischen hat also keine Währung der Welt noch irgendeine reale Wertgrundlage, hat sich das Geld der Welt von jedem zugrundeliegenden Sachwert gelöst, wird es als Papier hemmungslos neu gedruckt und durch ständige Vermehrung ständig entwertet.
Dass die Leute immer noch glauben, das Geldpapier, welches sie in der Hand haben, habe einen festen Wert, liegt daran, dass durch geschickte Manipulation der Devisenkurse ein scheinbares Wertverhältnis vorgespiegelt wird. Diese Devisenkurse werden nämlich von genau den gleichen Gruppen manipuliert, die auch die Geldmengenvermehrung produzieren.
Praktisch hat inzwischen das von der US-Grossfinanz gesteuerte und ihnen gehörende private Federal-Reserve-System Welt-Geldbedeutung erlangt: Das FED-Privatgeld Dollar ist schon von der Geldmenge her in der Welt dominierend. Mehr als 75% aller Geldquantitäten sind Dollars.
Die US-Grossfinanz hat auch die von ihnen kontrollierten Rohstoffmärkte gezwungen, nur in Dollars zu verkaufen. Wer sein Öl nicht gegen wertlose Dollars, sondern gegen Euro verkaufen will, wird zum Terroristen erklärt (Saddam).
Auch die Zentralbanken der übrigen Länder werden gezwungen, die Dollars in immer stärkerem Masse (Euro-Bank über 90%) als Währungsreserven anzunehmen. Die übrigen Währungen, wie zum Beispiel der Euro, beruhen also in ihrem Wert zu über 90% auf wertlosen, nur durch die Macht und den Willen der US-Grossfinanz gehaltenen Dollar-Papieren.
Inzwischen wurden sogar die Nationalbanken sanft oder hart (Schweiz) gedrängt, ihre Goldvorräte gegen Dollars abzugeben oder "auszuleihen". Das Gold der Welt hat sich dadurch wiederum wie vor der ersten Weltwirtschaftskrise bei den Eigentümern des Federal-Reserve-Systems konzentriert, so dass ein neuer Goldstandard nur mit deren Willen und nach deren Diktat wieder einzuführen wäre und die FED-Eigentümer mit einer Neufestsetzung des Goldpreises (Greenspan: 'Möglicherweise bis 6.000 Dollar') allein dadurch im Falle einer Währungsreform ein Jahrhundertgeschäft machen würden.
Die US-Grossfinanz steuert also über die ihr gehörende FED letztlich das Geld und die Währungen der ganzen Welt. Der Dollar ist privates Geld dieser US-Grossfinanz, von niemandem ausser von ihr garantiert, aber nach Kräften Missbraucht, vermehrt und zum Instrument ihrer Weltherrschaft und zum Hilfsmittel für den Raub aller wichtigen Rohstoffe und Sachwerte der Welt missbraucht.
Durch ungehemmte Vermehrung des Dollars hat natürlich die ausgebende US-Grossfinanz unbegrenzte liquide Mittel, mit denen sie die ganze Welt kaufen kann.
Aber auch der amerikanische Staat kann durch die Dollarvermehrung mehr ausgeben, als er einnimmt (Schuldenreiterei). Missbrauch des Dollars durch Geldmengenvermehrung ist also sowohl für die herrschende US-Finanz als auch für die von ihr beherrschte US-Administration einseitiger Vorteil. Deshalb hat sich das Dollarvolumen in den letzten 10 Jahren immer schneller vermehrt.
Ebenso haben sich die Schulden des amerikanischen Staates gegenüber dem Ausland drastisch vermehrt. Der US-Staat lässt sich also in immer grösserem Ausmass von der Welt Sachgüter gegen wertlose Scheinchen liefern - die moderne Form der Tribute.
Dass diese ungehemmte Dollarvermehrung nicht längst den Dollarabsturz und zur Zurückweisung des Dollars durch die Kunden geführt hat, ist kluger Regie und Erpressung zu verdanken: Die US-Grossfinanz und die US-Administration zwingen seit Jahren wirtschaftlich und politisch die wichtigen Zentralbanken der Welt (Eurobank, Japan, China und andere), die bei ihnen sich für Exporterlöse oder als Kaufpreise für den Aufkauf von Sachgütern ansammelnden wertlosen Dollars zu behalten und als angeblich werthaltige Devisenreserve zu halten.
Praktisch heisst das: Die Zentralbanken in China, Japan und Europa sammeln die für die Sachwertlieferungen ihrer Bürger einkommenden wertlosen Dollars in immer grösseren Beständen als angeblich werthaltige Währungsreserve an. Die Währung der Satellitenstaaten wird also und ist bereits mit immer wertloseren Dollars unterlegt - also praktisch ebenso wertlos geworden. Somit sind alle im gleichen Geldentwertungsboot: Die Urheber der Geldmengenvermehrung in New York und Washington ebenso wie die Helfer der Geldmengenvermehrung in den Zentralbanken der Satellitenstaaten.
Damit aber hat es der Schuldner USA selbst in der Hand, wie stark er durch offizielle Abwertung des Dollars schliesslich seine Gläubiger entreichern - betrügen - und sich auf deren Kosten wieder entschulden will. Jede Abwertung des Dollars wird vor allem das 80% aller Dollars haltende Ausland entreichern. Dem Schuldner steht es frei, wie stark er seine Schulden abwerten und damit seine Gläubiger betrügen will.
Dem Publikum wird inzwischen allerdings mit manipulierten Kursen und Kurspflege suggeriert, die Missbrauchten Währungen und das hemmungslos vermehrte Geld hätten immer noch einen soliden Kurswert.
Würden die Geldbesitzer wissen, dass sie eigentlich nur Papierwert in den Händen haben, alles andere aber von den Manipulationen, den Missbräuchen, der Macht und den Zwecken der US-Grossfinanz abhängt, würde die Geldumlaufsgeschwindigkeit wegen Zurückweisung des Geldes stärker steigen, würde eine Flucht in die Sachwerte einsetzen, und damit eine dramatisch steigende bis galoppierende Inflation beginnen, würde die längst geschehene Entwertung der Geldwertanlagen der Bürger (Geldpapiere, Renten, Fonds und andere) sich in einem zweiten Börsencrash auflösen und zusammenbrechen, und würden ganze Branchen der Finanzindustrie und Finanzdienstleistung unter Haftungsprozessen wegen der Entwertung zusammenbrechen, so dass eine Währungsreform unvermeidlich wird.
Noch wird die Illusion des Geldwertes trotz dramatischer Entwertung durch den Zwang eines gesetzlichen Zahlungsmittels künstlich aufrechterhalten. Nutzniesser dieses Systems sind nicht nur die US-Grossfinanz, welche durch ihre FED immer hemmungsloser Dollarmengen in die Welt jagt, sondern auch die dieses Spiel mitbetreibenden Zentralbanken, wie zum Beispiel die Eurobank, die Banque of Japan und andere.
Die Vorstände dieser Banken wissen genau, wie wertlos der Dollar inzwischen ist, stützen aber immer noch die gesetzliche Illusion der Zahlungsmittelfunktion des Dollars, haben sogar aus politischen Gründen geschwiegen und die eigene Währung nahezu ausschliesslich mit wertlosen Dollarsin ihrer Währungsreserve unterlegt, also ihre Währung praktisch ebenso wertlos gemacht.
Würde eine Währungsreform kommen, stünde zum Beispiel die Eurobank ohne Werte da. Das Gold - auch das deutsche Gold - ist mutmasslich nur noch als blosser schuldrechtlicher Rückgabeanspruch vorhanden, nicht mehr aber als Realgold. Es ist zumeist angeblich naturaliter an die private Federal Reserve Bank und von dieser weiter verliehen, also im Zusammenbruch nicht mehr greifbar. Das System lebt davon, dass ein Missbrauch nicht diskutiert und nicht veröffentlicht wird.
Tatsache 1: Die wichtigsten Währungen der Welt sind so hemmungslos vermehrt worden und stehen auf so tönernen Füssen, dass ihre Währungen (Dollar, Euro, Yen und andere) keine echte Wertaufbewahrungsfunktion für die Bürger mehr haben.
Tatsache 2: Auch die Tauschfunktion der Währungen wird nur durch Manipulation und Täuschung über einen angeblichen - aber nicht vorhandenen-Kurswert künstlich aufrechterhalten und ist längst nicht mehr echt.
Tatsache 3: Das Privatgeld (Dollar) der US-Grossfinanz ist längst von allen Bindungen an Sachwerte (Gold) oder einer Geldmengenbindung befreit, hat also nicht nur seine Wertaufbewahrungsfunktion verloren, sondern täuscht auch die Welt nur noch durch weltweite Kursmanipulation über einen scheinbaren Tauschwert des durch hemmungslose Vermehrung entwerteten Privatgeldes. Nur durch diese Täuschung und die Macht der US-Grossfinanz wird noch künstlich "Vertrauen" der Welt in den Dollar suggeriert.
Wüssten die Marktteilnehmer dagegen, dass sie mit dem Nominalwert des Geldscheins nur ein wertloses Wertversprechen von Privatleuten in den Händen haben , denen längst nicht mehr zu trauen ist, die ständig ihre Macht, den Geldwert zu manipulieren, missbrauchen, so würde auch das Vertrauen in diese Privatwährung Dollar zusammenbrechen.
Mit dem Geld ist es so wie mit den Aktien. Auch die meisten Aktien sind keine Substanzwerte, sondern nur Hoffnungswerte. Wer in der grossen Aktienhausse glaubte, viel gewonnen zu haben, wurde beim Aktiencrash darüber belehrt, dass die Aktie ausser dem Papierwert nur noch Hoffnung trägt, diese aber leicht schwinden kann. Gewinn oder Verlust im Börsenspiel sind reine Hoffnungswerte, keine Sachwerte. Ebenso ist es mit dem Geld. Einziger Sachwert ist der Wert des Papiers. Alles andere ist Hoffnungswert im Vertrauen auf die korrupten, aber stärksten Finanzmächte der Welt.
Mit Scheingeld zu Sachwerten
Würden die Marktteilnehmer wissen, dass unser Geldsystem letztlich am Privatgeld Dollar und dieses Geld ohne jeden Wertbezug allein an den Manipulations- und Missbrauchswünschen der grossen Finanzoligarchie hängt, dann würden die Menschen ihr Währungsvertrauen verlieren, ihr Geld nicht mehr als Wertaufbewahrungsmittel betrachten, sondern der laufenden Geldentwertung durch Flucht in die Sachwerte zu entgehen versuchen.
Genau dies tun die hinter der FED stehenden Täter der grössten Geldvermehrung aller Zeiten: Sie kaufen mit dem immer wertloser werdenden Geld seit Jahrzehnten alle Sachwerte auf, die sie noch erwischen können: Rohstofflager, Industriekomplexe, Immobilien und jede einigermassen intakte ausländische Kapitalgesellschaft in freundlicher oder feindlicher übernahme zu fast jedem Preis.
Und nicht nur die US-Grossfinanz sammelt die Sachwerte der Welt ein, sondern auch der amerikanische Staat importiert für Fiat-Money (gedrucktes, eigentlich wertloses Geld) seit Jahren mehr Sachgüter aus der Welt, als er bezahlen kann, und verschuldet sich dafür hemmungslos im Ausland - solange die ausländischen Gläubiger noch an den Wert des Dollars glauben oder mit politischer Erpressung gezwungen werden können, die faulen Dollars in ihre Währungsreserven anzunehmen.
Mit Sachwerten zu Monopolen
Die hinter der FED stehende Grossfinanz hat auf diese Weise durch gezielte Sachwertpolitik ganze Marktsegmente mit ihren faulen Dollars aufgekauft und zu Marktmonopolen bzw. -oligopolen entwickelt: Diamanten, Gold, Kupfer, Zink, Uran, Telekommunikation, Gasfaserleitungsnetze, Print- und Fernsehmedien, Nahrungsmittel (Nestlé, Coca-Cola), grosse Teile der Rüstungsindustrie und der Luftfahrt usw.
Z.Zt. läuft ein Monopolisierungsversuch mit Hilfe der Gen-Manipulation. Genmanipulierte Tiere und Pflanzen sind selbst unfruchtbar. Wenn man also die Genmanipulation flächendeckend durchsetzen kann, müssen alle Bauern einer Firma mit einem Patentmonopol das Gen-Saatgut zu dem von ihr festgesetzten Monopolpreis abkaufen, können sie nicht mehr ihr selbst geerntetes Getreide zur Saat verwenden.
Ein anderes Monopolisierungsspiel läuft z.Zt. auf dem Zuckermarkt: Die EU hat ihren Zuckermarkt durch eigene Marktordnung geregelt, um den Bauern die Rübenzuckerproduktion zu erhalten, die für viele von ihnen existenznotwendig ist. Der Rübenzucker ist aber teurer als der in den Tropen wachsende Rohrzucker des US-Kartells. Die der US-Grossfinanzgruppe gehörenden Firmen Nestle und Coca- Cola verlangen nun gemeinsam mit von ihr abhängigen Wissenschaftern und Politikern eine "Liberalisierung des Zuckermarktes" und betreiben dies über die internationalen Gremien (GATT, Mercosur). Sobald diese Liberalisierung durchgesetzt ist, kann sich der teurere Rübenzucker gegen den billigeren Rohrzucker nicht mehr halten, bricht die europäische Zuckerproduktion endgültig zusammen und wird der Zuckermarkt - anfangs billiger, nachher aber teurer durch das von der US-Grossfinanz beherrschte Rohrzuckerkartell überschwemmt.
Mit welchen kriminellen Methoden die US-Grossfinanz dabei ganze Branchen in ihre Hand bekommt, zeigt der Fall Primacom: Dieser Kabelnetzbetreiber operiert höchst lukrativ, steht aber schon länger im Visier der US-Grossfinanz (Telekommunikations- Monopolisierung). Diese hat deshalb erst den Vorstand von Primacom unterwandert und dann diesem Vorstand ein Darlehen mit mehr als 30% Jahreszinsen oktroyiert, so dass die eigentlich gut operierende Firma wegen der Zinslasten in Schwierigkeiten geriet und nach Ansicht der US-Bank "jetzt billigst übernahmereif" wurde. Das Spiel geht gerade in die letzte Runde.
Ein ähnliches Spiel hat der Abgesandte der US-Grossfinanz Ron Sommer mit der Deutschen Telekom versucht. Die US-Grossfinanz sammelt alle Telekommunikations-Gesellschaften, um sie weltweit zu monopolisieren. Der Abgesandte Sommer hat dazu eine kleine US-Firma der Telekom zum dreissigfachen Preis (30 Mia. US-Dollar) von der US-Grossfinanz gekauft, damit diese aus eigenem Vermögen der Telekom diese aufkaufen konnte. Der zweite Schritt war, die Telekom-Aktien billig zu machen, damit der US-Investor sie billig bekam. In diesem Spiel ist allerdings Ron Sommer über seine Grenzen gegangen und gescheitert. Dies wird aber die US-Grossfinanz in ihren übernahmeplanungen nur zurückwerfen, nicht hindern. Privatisierung und Aufkauf der Telecom gehen planmässig weiter.
Ein gleiches Spiel vollzieht sich auch auf dem Welt-Energiemarkt, in Deutschland offensichtlich mit EON und RWE, wobei die US-Grossfinanz bereits eigene Vertrauensleute in die für die übernahmekandidaten entscheidenden Banken und Vorstände entsandt hat. In 20 Jahren will die US-Grossfinanz auch das Wasser der Welt-nach Aussage ihres Vertreters Brzezinski-monopolisiert haben.
Mit Sachwerten zur Währungsreform
Deutet man den Fahrplan der Welt-Grossfinanz richtig, so soll die Geldmenge so lange vermehrt und entwertet werden, bis damit alle wichtigen Sachwerte der Welt aufgekauft und monopolisiert worden sind. Die Grossfinanz ist klug genug zu wissen, dass ihre Geldmengenvermehrung nicht unerkannt bleibt und irgendwann das Vertrauen in den inflationierten Dollar schwindet. Ein Ausbruch der Vertrauenskrise wird die jetzt noch beherrschte, schleichende Inflation zur galoppierenden offenen Inflation machen, die zwangsläufig in eine Währungsreform einmünden muss.
Dies aber ist genau der Vorteil sowohl der Grossfinanz als auch der USA: Die Grossfinanz hat mit den faulen Dollars vorher ausreichend Sachwerte gekauft, wird also von der Währungsreform mit ihren Sachwerten nicht mehr betroffen, hat sich rechtzeitig aus dem faulen Geld in werthaltiges Vermögen verlagert. Da sie in vielen Bereichen inzwischen Weltmonopolstellungen erreicht hat, kann sie sogar die Welt jederzeit mit Monopolpreisen zu Sonderabgaben heranziehen. Nicht mehr Steuern sind dann das Einkommen der Welt-Herrscher, sondern Monopolerträge.
Niemand kann die Grossfinanz hindern, die Preise für Gold, Diamanten, Kupfer, Zink, Eisenerz, Wasser, Saatgut oder Energie um 10, 20 oder 30% anzuheben und auf diese Weise die gesamte Weltbevölkerung zu Sonderabgaben heranzuziehen. Noch nie hat es eine solche Finanzmacht der Welt gegeben, noch nie war sie für die Gesamtbevölkerung der Welt so gefährlich.
Listigerweise hat die US-Grossfinanz die faulen Dollars überwiegend ins Ausland gebracht. Mehr als Dreiviertel der gesamten Dollarbestände sind nicht mehr in den USA, sondern sind bei den Gläubigerstaaten der USA. Die USA haben sich nämlich in den vergangenen Jahren immer kräftiger gegenüber dem Ausland verschuldet. Das Ausland hat Güter geliefert (Sachwerte), dafür aber wertlose Dollars bekommen.
Alle Zentralbanken sind voll mit faulen Dollars. Werden diese nun plötzlich entwertet, trifft der Schaden zu mehr als Dreiviertel die Zentralbanken, Banken, Staaten und Marktteilnehmer ausserhalb der USA. Dann rächt sich, dass die Europäischen Zentralbanken ihr Gold gegen faule Dollars abgegeben und dafür immer ausschliesslicher Fiat-Money als Basis (Währungsreserve) für die eigene Währung, zum Beispiel Yen oder Euro, eingesetzt haben. Bricht also die Leitwährung Dollar zusammen, werden zwangsläufig auch die Satellitenwährungen mit zusammenbrechen, deren einzige Basis ein Bestand an faulen Dollars ist. Mit anderen Worten: Die sich abzeichnende Währungsreform des Dollars zieht zwangsläufig eine Weltwährungsreform aller Währungen nach sich, für welche der faule Dollar jetzt noch Hauptwährungsreserve darstellt.
Dass aber jede pausenlose Vermehrung eines Privatgeldes - des Dollars - durch die der US-Grossfinanz gehörende Federal Reserve Bank zur Aufweichung der Dollar- Währung zu immer stärkerer Inflation und schliesslich zur Währungsreform führen muss, ist finanzwissenschaftliches Grundwissen und dürfte nicht einmal Greenspan und seinen Mittätern zweifelhaft sein.
Durch Währungsreform zur Weltwährung
Greenspan hat in einer Rede unvorsichtigerweise geäussert, dass "wohl bis 2007 eine grundsätzliche Dollar-Korrektur anstehe und dass man dann zweckmässigerweise den Dollar und den Euro zum 'Euro-Dollar' einer neuen Welt-Währung vereinigen könnte ". Das macht aus Sicht der US-Grossfinanz Sinn, denn längstens bis 2007 sind die Dollar-Missbräuche noch durchzuhalten, bis dahin dürfte längstens das Vertrauen der Welt in diese hemmungslos vermehrte, immer wertloser gewordene und nur noch künstlich aufrechterhaltene Privatwährung der US-Grossfinanz halten.
Irgend etwas wird also in nächster Zeit mit dem Dollar geschehen. Würde dann der Dollar mit dem Euro zur Welteinheitswährung, würden damit für die US-Grossfinanz wichtige Ziele erreicht: Eine neue Währung bietet die Möglichkeit, die alten Währungsschulden abzuwerten und damit die Gläubiger, die noch alte Währung haben, entsprechend zu entreichern.
Wenn eben ein neuer Euro-Dollar 20 alte Dollar oder 15 Euro wert ist, sind die alten Währungen entsprechend abgewertet, sind die Gläubiger in alter Währung entreichert, hat sich das Spiel für die privaten Geldausgeber gelohnt.
Vor allem würde damit der US-Staat ebenfalls entschuldet: Seine jetzige Auslandsverschuldung von 5.200 Mia. Dollar würde bei 50 %-iger Abwertung nur noch 2.600 Mia. Euro-Dollar betragen. Geschädigt werden alle Inhaber von Alt-Dollars, deren Bestände um 50 % oder sogar 90 % abgewertet werden. Dies gilt insbesondere für die Zentralbanken von China, Japan und Europa mit ihren hohen Dollar- Währungsreserven. Das Hauptziel der US-Grossfinanz ist aber, auf diese Weise eine Weltwährung zu erreichen, über die sie wiederum selbst herrschen.
In einem Euro-Dollar-System würde zwangsläufig das der US-Grossfinanz gehörende Federal Reserve System eine Mehrheit haben, also die US-Grossfinanz dann auch mehrheitlich das neue Währungssystem beherrschen. Dazu auserwählt ist die BIZ (Bank für internationalen Zahlungsausgleich), eine private Organisation, deren Anteile mehrheitlich bereits von der US-Grossfinanz heimlich aufgekauft worden sind. Würde also die BIZ neue Zentralbank der Euro-Dollar-Währung, sind zufälligerweise wieder die gleichen Privateigentümer Haupteigentümer dieser neuen Zentralbank, die vorher auch Eigentümer der FED waren.
Sie könnten dann das gleiche Spiel freier Geldausgabe nach eigenem Belieben, das sie mit dem Federal Reserve System bisher machen, wieder auf höherer Ebene - und dazu auch noch durch Währungsreform entschuldet - erneut - betreiben. Die bisherige Welt- Geldmengenvermehrung, der grosse Geldbetrug gehen dann in der Währungsreform unter. Ein neues System würde den alten Tätern wieder eine neue Währung in die Hände spielen und ihnen damit das neue Spiel mit der Weltwährung Euro-Dollar 20 bis 30 weitere Jahre erlauben.
Die US-Grossfinanz hätte also auf diesem Wege durch Geldbetrug nicht nur die Sachwerte der Welt bei sich monopolisiert-darunter so existenzwichtige Bereiche wie Saatgut, Nahrungsmittel, Wasser, Energie und Metalle, sondern darüber hinaus wiederum ein Währungsmonopol zur eigenen Bedienung, nach eigenem Belieben geschaffen - eine Geldvermehrungsmaschine wie den Dukatenesel im Märchen.
Auch mit Veröffentlichung dieses Geldbetrugssystems wird kein Aufschrei durch die Welt gehen. Man wird dies als "Verschwörungstheorie" oder als "Antiamerikanismus" oder sogar als "Antisemitismus" (Rothschild) abtun oder solche Veröffentlichungen ganz zu verhindern versuchen, denn immerhin gehören der US-Grossfinanz auch wesentliche Teile der Print- und Bildschirmmedien überall in der Welt.
Das Spiel zu durchschauen ist aber wichtig für Menschen, die durch dieses Spiel Verluste erleiden könnten. Wer also Finanzvermögen hat, sollte zuhören bzw. lesen. Verlierer bei dem grossen Spiel der Finanzoligarchie sind solche Marktteilnehmer in der Welt, welche dem Geld zuviel Vertrauen entgegenbringen, welche immer noch glauben, dass Geld über seine blosse Tauschfunktion hinaus auch noch Wertaufbewahrungsmittel sei. Die laufende Geldentwertung der vergangenen 40 Jahre hat offenbar die Menschen nicht klug gemacht. Sie wird in den nächsten Jahren galoppieren bis zum bitteren Ende, weil sie nämlich ein einseitiger Vorteil der Täter ist.
Wer also auf langfristige Werterhaltung seines Vermögens Wert legt, kann nicht in Geldwerten, nicht in Versicherungsverträgen, nicht in Renten und nicht in Bargeld bleiben, er muss in Sachwerte gehen, wie dies die Grossfinanz selbst vorgemacht hat.
Strategieziel des Welt-Geldbetruges
Soweit von aussen her erkennbar, hat die US-Grossfinanz ursprünglich nur das Ziel gehabt, die US-Währung zu beherrschen und damit den US-Markt nach eigenem Willen manipulieren zu können. Diesem Ziel diente das private Zentralbanksystem FED. Als US-Präsident Kennedy ein Gesetz eingebracht hatte, dieses Privatfinanzsystem zu verstaatlichen J. F. Kennedys Versuch am 4. Juni 1963 die FED zu entmachten, endete mit seiner Ermordung. Wer immer an diese Privatgeldmöglichkeiten der US-Grossfinanz rührte, verlor dabei Vermögen oder Leben.
Inzwischen aber sind die strategischen Ziele der US-Grossfinanz über die nationale Dimension weit hinausgewachsen. Ihr Ziel ist das globale private Geldsystem, welches sie mit der Vorherrschaft ihres Privatdollars und seiner Durchsetzung als Hauptwährungsreserve überall in der Welt weitgehend erreicht haben und nur noch mit einer Weltwährung - Euro-Dollar - formalisieren müssen.
Wenn wir also einen zweiten Missbrauch des Welt-Geldsystems zugunsten privater Grossfinanzgruppen und überhaupt den Missbrauch der Geldmengenwährungen verhindern wollen, muss jede Währung vor jedem öffentlichen oder privaten Missbrauch, vor jeder Deflations- und Inflationsmanipulation gesichert werden.
Das ist sicher nicht erreichbar, wenn man die Währung der privaten Grossfinanz überlässt. Sie wird die Missbrauchsmöglichkeit wieder nutzen und wieder zum eigenen Vorteil mit Geldmengenvermehrung die Welt betrügen und ausbeuten. Die Erfahrungen haben aber auch gezeigt, dass die meisten Regierungen ihre Währungen ebenso missbrauchen, wenn sie die Möglichkeiten dazu haben, wenn sie also Einflussmöglichkeiten auf die Zentralbank und ihre Geldmengenpolitik haben.
Es gilt also, aus den Missbräuchen der öffentlichen Hände und der privaten Grossfinanz die Währungen so unabhängig zu machen, dass privater und öffentlicher Missbrauch ausgeschlossen werden.
Sicher ist eine auf Gold basierende Währung nicht so leicht zu manipulieren wie eine blosse Quantitätswährung. Die Probleme jeder auf Gold basierenden Währung liegen aber in der Verfügbarkeit von Gold, nachdem die US-Grossfinanz den grössten Teil des Weltgoldvorrates in ihre Hände bekommen hat. Sie würde also mit jeder Art einer auf Gold basierenden Währung wiederum Gewinner und Ausbeuter werden können.
Bleibt also nur die Lösung einer Quantitätswährung. Diese Quantitätswährung darf aber nicht frei, willkürlich bestimmbar bleiben, sondern muss an dem Neutralgeldziel orientiert werden. Die Geldmenge darf also nicht stärker wachsen als die Gütermenge. Aus dem monetären Sektor dürfen nicht wieder inflatorische oder deflatorische Effekte auf die Währungen und die Weltwirtschaft ausgehen. Dies ist nur mit streng neutralen und so unabhängigen Zentralbanken erreichbar, dass sie gleichsam die "vierte Gewalt" darstellen, nicht in privater Hand liegen und nicht durch Regierungen beeinflusst werden können. Das Urmodell der Deutschen Bundesbank vor ihrer Kastration in die Euro-Bank kam dieser Unabhängigkeit sehr nahe.
Die kommende Währungsreform bietet eine einmalige Chance, die Täter, ihre So verstehen wir auch besser den Sinn des Globalismus. Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte! Währungsmanipulationen und ihre Missbräuche zu brandmarken und damit eine allgemeine öffentliche Zustimmung zu einem weder von der privaten Grossfinanz noch von den Regierungen mehr beeinflussbares Zentralbankensystem zu schaffen. Dies wäre eine Jahrhundertchance.
Verhindert werden könnte ein unabhängiges Zentralbankensystem vor allem von der Grossfinanz, welche über die ihr schon gehörende BIZ bereits die Weichen für eine neue übernahme des nächsten Zentralbanken- und Währungssystems gestellt hat.
Deshalb tut Aufklärung not, um der Bevölkerung, Wirtschaft und Politik die Gefahr des Monopolkapitalismus nicht nur für die derzeitige Währung, sondern auch für ein neues Währungssystem aufzuzeigen.
Meyer Amschel Rothschild:
"Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation,
dann ist es für mich gleichgültig wer die Gesetze macht."
Alan Greenspans legendärer Aufsatz über Gold - 1966
Am 19.April 1993 fragte ich Zentralbankpraesident Alan Greenspan, im Anschluß an eine Rede vor dem Wirtschaftsclub von New York, ob er heute noch zu den Argumenten und Schlussfolgerungen dieses Artikels stuende. Er antwortete - absolut - und fuegte hinzu, dass er den Artikel gerade kuerzlich wieder gelesen habe. Ich fragte ihn, warum er das nicht oeffentlich sage und er antwortete: „einige meiner Kollegen in der Institution, die ich repraesentiere stimmen da nicht mit mir ueberein". Ich sagte daraufhin - aber Sie wissen, wohin das alles fuehrt. Er drehte die Augen nach oben und ging weiter. Diese Bestaetigung des Praesidenten der FED ist ein wichtiger Schluessel fuer das Verstaendnis seiner muendlichen und schriftlichen Aussagen in den letzten Jahren.
Larry Parks, Vorsitzender FAME
„Wenn die Erzeugung von Geld (Anspruechen) im Verhaeltniss zur Erzeugung von realen Guetern in der Wirtschaft zunimmt, muessen die Preise frueher oder spaeter steigen"
Alan Greenspan
Dieser Artikel erschien zuerst 1966 in einem Informationsbrief mit dem Namen „The Objetivist". Er wurde dann wieder abgedruckt in dem Buch „Capitalism the Unknown Ideal" von Ayn Rand, zusammen mit weiteren Artikeln von Alan Greenspan und Robert Hessen. Verlag Signet Books 1967, Seiten 96ff. Das Buch ist noch lieferbar und kann u.a. bei Amazon.com bestellt werden.
Gold und wirtschaftliche Freiheit
von Alan Greenspan
Eine geradezu hysterische Feindschaft gegen den Goldstandard verbindet Staatsinterventionisten aller Art. Sie spüren offenbar klarer und sensibler als viele Befürworter der freien Marktwirtschaft, daß Gold und wirtschaftliche Freiheit untrennbar sind, daß der Goldstandard ein Instrument freier Marktwirtschaft ist und sich beide wechselseitig bedingen. Um den Grund ihrer Feindschaft zu verstehen, muß man zunächst die Rolle des Goldes in einer freien Gesellschaft verstehen.
Geld ist der gemeinsame Maßstab aller wirtschaftlichen Transaktionen. Es ist der Rohstoff, der als Tauschmittel dient, der von allen Teilnehmern einer Tauschgesellschaft als Bezahlung ihrer Güter und Dienstleistungen akzeptiert wird und der von daher als Bewertungsmaßstab und zur Wertaufbewahrung für das Sparen dient. Die Existenz eines solchen Rohstoffes ist Voraussetzung für eine arbeitsteilige Wirtschaft. Wenn die Menschen keinen objektiv bewertbaren Rohstoff hätten, der allgemein als Geld akzeptiert werden kann, so wären sie auf primitiven Naturaltausch angewiesen oder gezwungen, autark auf Bauernhöfen zu leben und auf die unschätzbaren Vorteile der Arbeitsteilung zu verzichten. Wenn die Menschen kein Mittel zur Wertaufbewahrung, d.h. zum Sparen hätten, wären weder eine langfristige Planung, noch ein Austausch möglich.
Welches Tauschmittel von allen Wirtschaftsteilnehmern akzeptiert wird, kann nicht willkürlich bestimmt werden. Zunächst sollte das Tauschmittel dauerhaft sein. In einer primitiven Gesellschaft mit geringem Wohlstand könnte Weizen ausreichend „dauerhaft" sein, um als Tauschmittel zu dienen, da alle Tauschvorgänge nur während der Ernte oder unmittelbar danach stattfinden würden, ohne daß große Werte gelagert werden müßten. Aber sobald Wertaufbewahrung bedeutsam wird, wie in zivilisierten und reicheren Gesellschaften, muß das Tauschmittel ein dauerhafter Rohstoff sein, üblicherweise ein Metall.
Ein Metall wird üblicherweise deshalb gewählt, weil es gleichartig und teilbar ist. Jede Einheit ist die gleiche wie jede andere und es kann in beliebiger Menge verformt und vermischt werden. Wertvolle Edelsteine z.B. sind weder gleichartig noch teilbar. Noch wichtiger ist: der als Tauschmittel gewählte Rohstoff muß ein Luxusgegenstand sein. Das menschliche Bedürfnis nach Luxus ist unbegrenzt und deswegen werden Luxusgüter immer nachgefragt und auch immer akzeptiert. Weizen ist ein Luxusgut in einer unterernährten Gesellschaft, aber nicht in einer Wohlstandsgesellschaft. Zigaretten würden normalerweise nicht als Geld dienen, aber nach dem 2. Weltkrieg wurden sie in Europa als Luxusgut betrachtet. Der Begriff Luxusgut beinhaltet Knappheit und hohen Wert pro Einheit. Da es einen hohen Wert pro Einheit besitzt, läßt sich solch ein Gut leicht transportieren. Eine Unze Gold z.B. hat den Wert von 1/2 Tonne Eizenerz.
Auf den ersten Stufen einer sich entwickelnden Geldgesellschaft mögen mehrere Tauschmittel benutzt werden, da zahlreiche Rohstoffe die jeweiligen Anforderungen erfüllen können. Mit der Zeit wird jedoch ein Rohstoff alle anderen verdrängen, weil er größere Akzeptanz findet. Die Vorliebe für das, was der Wertaufbewahrung dienen soll, wird sich auf den am meisten verbreiteten Rohstoff konzentrieren, was diesen wiederum noch mehr Akzeptanz finden läßt. Diese Entwicklung wird sich verstärken, bis dieser Rohstoff zum einzigen Tauschmittel wird. Der Gebrauch eines einzigen Tauschmittels hat große Vorteile, und zwar aus Gebrauch eines einzigen Tauschmittels hat große Vorteile, und zwar aus den gleichen Gründen wegen deren eine Geldwirtschaft einer Naturaltauschwirtschaft überlegen ist. Es ermöglicht einen Austausch in ungleich größerem Umfang. Ob dieses eine Medium nun Gold ist, Silber, Muscheln, Vieh, oder Tabak, ist beliebig und abhängig von dem Umfeld und der Entwicklung der jeweiligen Gesellschaft. In der Tat wurde dies alles zu verschiedenen Zeiten als Tauschmittel verwendet. Sogar in unserem Jahrhundert wurden zwei bedeutende Rohstoffe, nämlich Gold und Silber, als internationales Tauschmittel benutzt, wobei Gold das beherrschende wurde. Gold, das sowohl künstlerischen als auch funktionalen Gebrauch findet und relativ knapp ist, wurde immer als Luxusgut betrachtet. Es ist dauerhaft, leicht zu transportieren, gleichartig, teilbar und hat deshalb bedeutende Vorteile gegenüber allen anderen Tauschmittel. Seit Beginn des 1. Weltkrieges ist es praktisch der einzige internationale Tauschstandard.
Wenn alle Güter und Dienste in Gold bezahlt werden müßten, wären große Zahlungen schwierig zu bewerkstelligen und dies wiederum würde bis zu einem gewissen Grade den Umfang der Arbeitsteilung und Spezialisierung einer Gesellschaft begrenzen. Die logische Fortsetzung der Entwicklung eines Tauschmediums ist es daher, ein Banksystem und Kreditinstrument (Banknoten und Einlagen) zu entwickeln, die als Stellvertreter funktionieren, aber in Gold umtauschbar sind. Ein freies, auf Gold gegründetes Banksystem ist in der Lage, Kredit zu gewähren und so Banknoten (Währung) und Guthaben zu schöpfen, entsprechend der Produktionserfordernisse der Wirtschaft. Individuelle Goldbesitzer werden durch Zinszahlungen dazu gebracht, ihr Gold in einer Bank einzulegen, worauf sie Schecks ziehen können. Und da in den seltensten Fällen alle Einleger ihr Gold zur gleichen Zeit abziehen wollen, muß der Bankier nur einen Teil der gesamten Einlage in Gold als Reserve vorhalten. Dies ermöglicht es dem Banker, mehr als seine Goldanlagen auszuleihen (d.h., er hält Forderungen auf Gold statt wirkliches Gold als Sicherheit für seine Einlagen). Aber der Umfang der Ausleihung, die er vornehmen kann, ist nicht willkürlich. Er muß es in ein Gleichgewicht zu seinen Reserven und dem aktuellen Stand seiner Investionen bringen.
Wenn Banken Geld ausleihen, um produktive und profitable Unternehmen zu finanzieren, werden die Ausleihungen rasch zurückgezahlt und Bankkredit ist weiterhin allgemein verfügbar. Aber, wenn die mit Bankkredit finanzierten Geschäfte weniger profitabel sind und nur langsam zurückgezahlt werden, spüren die Banker schnell, dass ihre ausstehenden Darlehen zu hoch sind im Verhältnis zu ihren Goldreserven und sie fangen an, mit neuen Ausleihungen zurückhaltender zu sein, üblicherweise, indem sie höhere Zinsen berechnen. Dies begrenzt die Finanzierung neuer Unternehmungen und erfordert von den bestehenden Schuldnern, daß sie ihre Gewinnsituation verbessern, bevor sie Kredite für weitere Expansionen bekommen können. Daher wirkt unter dem Goldstandard ein freies Banksystem als Hüter von ökonomischer Stabilität Goldstandard ein freies Banksystem als Hüter von ökonomischer Stabilität und ausgeglichenem Wachstum.
Wenn Gold von den meisten oder gar allen Nationen als Tauschmittel akzeptiert wird, so begünstigt und fördert ein ungehinderter freier Goldstandard weltweit die Arbeitsteilung und einen umfangreichen internationalen Handel. Obwohl die Tauscheinheiten (Dollar, Pfund, Franc etc. ) von Land zu Land uneinheitlich sind, so funktionieren die Wirtschaften der einzelnen Länder doch wie eine einheitliche Wirtschaft, wenn die Einheiten alle in Gold definiert sind und sofern es keine Behinderungen für Handel und freie Kapitalbewegungen gibt. Kredite, Zinsen und Preise reagieren dann nach gleichartigen Mustern in allen Ländern. Wenn zum Beispiel die Banken in einem Land zu großzügig Kredit gewähren, gibt es in diesem Land eine Tendenz zu fallenden Zinsen, was die Goldbesitzer veranlasst, ihr Gold zu Banken in anderen Ländern zu verlagern, wo es höhere Zinsen bringt. Dies wird unmittelbar zu einer Knappheit an Bankreserven in dem Land mit den lockeren Kreditbedingungen führen, was wieder zu strengeren Kreditbedingungen und zu einer Rückkehr zu wettbewerbsgerechten höheren Zinsen führt.
Ein vollkommen freies Banksystem und ein damit übereinstimmender Goldstandard wurde bisher noch nie verwirklicht. Aber vor dem 1. Weltkrieg war das Banksystem in den Vereinigen Staaten (und dem größten Teil der Welt) auf Gold gegründet, und obwohl die Regierungen zuweilen intervenierten, war das Bankgeschäft doch überwiegend frei und unkontrolliert. Gelegentlich hatten sich die Banken, aufgrund zu schneller Kreditexpansion, bis an die Beleihungsgrenzen ihrer Goldreserven exponiert, worauf die Zinssätze scharf anzogen, neue Kredite nicht gewährt wurden und die Wirtschaft in eine scharfe, aber kurze Rezession fiel (im Vergleich zu den Depressionen von 1920 und 1932 waren die Konjunkturabschwünge vor dem 1. Weltkrieg in der Tat milde). Es waren die begrenzten Goldreserven, die eine ungleichgewichtigte Expansion der Geschäftstätigkeit stoppten, bevor sie sich zum Desaster entwickeln konnte, wie es nach dem ersten Weltkrieg geschah. Die Korrekturphasen waren kurz und die Wirtschaft fand schnell wieder eine gesunde Basis für weitere Expansion.
Aber der Heilungsprozess wurde als Krankheit fehlinterpretiert. Wenn der Mangel an Bankreserven einen Konjunkturabschwung bewirkte - so argumentierten die Wirtschaftsinterventionisten - warum finden wir dann nicht einen Weg, um den Banken zusätzliche Reserven zur Verfügung zu stellen, so daß sie nie knapp werden müssen. Wenn die Banken unbegrenzt fortfahren können, Geld zu verleihen - so wurde behauptet - muß es keine Konjunkturrückschläge mehr geben. Und so wurde 1913 das Federal Reserve System organisiert. Es bestand aus 12 regionalen Federal Reserve Banken, die nominal zwar privaten Bankern gehörten, die aber in Wirklichkeit vom Staat gefördert, kontrolliert und unterstützt wurden. Von diesen Banken geschöpfter Kredit wird praktisch (nicht gesetzlich) von der Steuerkraft der Bundesregierung unterlegt. Technisch blieben wir beim Goldstandard; Privatpersonen war es noch erlaubt, Gold zu besitzen und Gold wurde auch noch als Bankreserve benutzt. Aber jetzt konnte zusätzlich zum Gold auch noch von den Federal Reserve Banken geschöpfter Kredit (Papiergeldreserven) als legales Zahlungsmittel dienen, um die Einleger zu befriedigen.
Als die Konjunktur in den Vereinigten Staaten 1927 einen leichten Rückschlag erlitt, schöpften die Federal Reserve Banken zusätzliche Papiergeldreserven in der Hoffnung, damit jeder Knappheit von Bankreserven zuvorzukommen.
Katastrophaler jedoch war der Versuch der Federal Reserve, Großbritannien zu helfen, welches Gold an uns verloren hatte, weil die Bank von England sich weigerte, die Zinsen steigen zu lassen, wie es der Markt erfordert hätte (dies war politisch unerwünscht). Die Argumentationslinie der beteiligten Instanzen war wie folgt: Wenn die Federal Reserve massiv Papiergeldreserven in die amerikanischen Banken pumpt, würden die Zinsen in den Vereinigten Staaten auf ein Niveau fallen, das mit dem in Großbritannien vergleichbar ist. Dies würde dazu führen, daß die englischen Goldabfluesse gestoppt würden und politische Unannehmlichkeiten, die mit einer Zinsanhebung verbunden sind, so vermieden würden. Die „Fed" hatte Erfolg: Sie stoppte die Goldverluste, aber gleichzeitig zerstörte sie fast die Weltwirtschaft. Der übertriebene Kredit, den die Fed. in die Wirtschaft pumpte, floß in den Aktienmarkt - und löste einen fantastischen spekulativen Aktienboom aus. Verspätet versuchten die Federal Reserve Beamten die Überschußreserven abzusaugen und es gelang ihnen schließlich, den Boom zu brechen. Aber es war zu spät: 1929 war das spekulative Ungleichgewicht so überwältigend, daß dieser Versuch einen scharfen Rückgang noch beschleunigte mit einem daraus folgenden Zusammenbruch des Geschäftsvertrauens. Im Ergebnis brach die amerikanische Wirtschaft ein.
Großbritannien ging es noch schlechter und statt die vollen Konsequenzen der vorherigen Fehlentscheidungen zu akzeptieren, verließ es 1931 den Goldstandard komplett und zeriss so völlig das Netz von Vertrauen, das noch geblieben war, was zu einer weltweiten Serie von Bankzusammenbrüchen führte. Die Weltwirtschaft verfiel in die große Depression der 30er Jahre.
Mit der gleichen Logik, der sich auch die vorangehende Generation bediente, argumentierten die Interventionisten, daß in erster Linie der Goldstandard verantwortlich war für das Debakel, das zur großen Depression führte. Wenn der Goldstandard nicht existiert hätte, so argumentierten sie, hätte Englands Abgehen von Goldzahlungen in 1931 nicht die Bankzusammenbrüche in der ganzen Welt verursacht. (Die Ironie dabei war, daß wir seit 1913 keinen Goldstandard mehr hatten, sondern so etwas wie einen „gemischten Goldstandard", gleichwohl wurde die Schuld aufs Gold geschoben)
Aber die Gegnerschaft gegen den Goldstandard in jeder Form - durch eine wachsende Zahl von Wohlfahrtsstaat-Befürwortern - wurde von einer viel subtileren Erkenntnis gespeist - nämlich der Erkenntnis, daß der Goldstandard unvereinbar ist mit chronischen Haushaltsdefiziten (dem Wahrzeichen der Wohlfahrtsstaaten). Wenn man den akademischen Sprachschleier einmal wegzieht, erkennt man, daß der Wohlfahrtsstaat lediglich ein Mechanismus ist, mit welchem die Regierungen Vermögen der produktiven Mitglieder einer Gesellschaft konfiszieren, um zahlreiche Wohlfahrtsprojekte zu finanzieren (unterstützen). Ein großer Teil der Vermögenskonfiskation erfolgt durch Steuereinziehung. Aber die Wohlfahrtsbürokraten haben schnell erkannt, daß die Steuerlast begrenzt werden mußte, wenn sie an der Macht bleiben wollten und daß sie auf massives deficit spending ausweichen müssen, d.h. sie müssen Geld borgen, indem sie Staatsanleihen auflegen, um im großen Stil Wohlfahrtsausgaben zu finanzieren.
Unter einem Goldstandard wird der Kreditumfang, den eine Wirtschaft verkraften kann, von den realen Sachwerten der Wirtschaft begrenzt, weil jedes Kreditverhältnis letztlich ein Anspruch auf einen realen Sachwert ist. Aber Staatsanleihen sind nicht durch reale Sachwerte unterlegt, sondern nur durch das Regierungsversprechen, aus künftigen Steuereinnahmen zu bezahlen. Sie können daher nicht ohne weiteres von den Finanzmärkten aufgenommen werden. Eine große Menge neuer Staatsanleihen kann der Öffentlichkeit nur zu ständig steigenden Zinssätzen verkauft werden. Deshalb ist staatliche Schuldenfinanzierung unter einem Goldstandard eng begrenzt. Die Abschaffung des Goldstandards ermöglichte es den Verfechtern des Wohlfahrtsstaates, das Banksystem für eine unbegrenzte Kreditexpansion zu mißbrauchen. In Form von Staatsanleihen haben sie Papiervermögen erzeugt, welches die Banken, nach einer komplexen Folge von Schritten, wie Realvermögen als Sicherheit akzeptieren, gleichsam als Ersatz für das was früher eine Einlage in Gold war. Der Inhaber einer Staatsanleihe oder eines auf Papiergeld gegründeten Bankguthabens glaubt, er hat einen gültigen Anspruch auf Realwerte. In Wirklichkeit sind aber mehr Ansprüche auf Realwerte im Umlauf, als Realwerte vorhanden sind.
Das Gesetz von Angebot und Nachfrage läßt sich nicht aufheben. Wenn das Angebot an Geld (Ansprüchen) im Verhältnis zum Angebot von realen Guetern in der Wirtschaft steigt, müssen die Preise unweigerlich steigen. Das heißt, Erträge, die von den produktiven Teilen der Gesellschaft erspart wurden, verlieren in Gütern ausgedrückt an Wert. Unter dem Strich der Bilanz ergibt sich dann, daß dieser Verlust genau den Gütern entspricht, die von der Regierung zu Wohlfahrts- und anderen Zwecken erworben wurden mit dem Geld aus Staatsanleihen, die über Kreditexpansion der Banken finanziert wurden.
Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Es gibt dann kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel mehr. Wenn es das gäbe, müßte die Regierung seinen Besitz für illegal erklären, wie es ja im Falle von Gold auch gemacht wurde (Goldbesitz war in Amerika bis 1976 für Privatleute verboten, Anm. d. Ü.). Wenn z. B. jedermann sich entscheiden würde, all seine Bankguthaben in Silber, Kupfer oder ein anderes Gut zu tauschen und sich danach weigern würde, Schecks als Zahlung für Güter zu akzeptieren, würden Bankguthaben ihre Kaufkraft verlieren und Regierungsschulden würden kein Anspruch auf Güter mehr darstellen. Die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates macht es erforderlich, daß es für Vermögensbesitzer keine Möglichkeit gibt, sich zu schützen. Dies ist das schäbige Geheimnis, daß hinter der Verteufelung des Goldes durch die Vertreter des Wohlfahrtsstaates steht. Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für die „versteckte" Enteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess. Es beschützt Eigentumsrechte. Wenn man das einmal verstanden hat, ist es nicht mehr schwer zu verstehen, warum die Befürworter des Wohlfahrtsstaates gegen den Goldstandard sind.
Alan Greenspans legendärer Aufsatz über Gold - 1966
Am 19.April 1993 fragte ich Zentralbankpraesident Alan Greenspan, im Anschluß an eine Rede vor dem Wirtschaftsclub von New York, ob er heute noch zu den Argumenten und Schlussfolgerungen dieses Artikels stuende. Er antwortete - absolut - und fuegte hinzu, dass er den Artikel gerade kuerzlich wieder gelesen habe. Ich fragte ihn, warum er das nicht oeffentlich sage und er antwortete: „einige meiner Kollegen in der Institution, die ich repraesentiere stimmen da nicht mit mir ueberein". Ich sagte daraufhin - aber Sie wissen, wohin das alles fuehrt. Er drehte die Augen nach oben und ging weiter. Diese Bestaetigung des Praesidenten der FED ist ein wichtiger Schluessel fuer das Verstaendnis seiner muendlichen und schriftlichen Aussagen in den letzten Jahren.
Larry Parks, Vorsitzender FAME
„Wenn die Erzeugung von Geld (Anspruechen) im Verhaeltniss zur Erzeugung von realen Guetern in der Wirtschaft zunimmt, muessen die Preise frueher oder spaeter steigen"
Alan Greenspan
Dieser Artikel erschien zuerst 1966 in einem Informationsbrief mit dem Namen „The Objetivist". Er wurde dann wieder abgedruckt in dem Buch „Capitalism the Unknown Ideal" von Ayn Rand, zusammen mit weiteren Artikeln von Alan Greenspan und Robert Hessen. Verlag Signet Books 1967, Seiten 96ff. Das Buch ist noch lieferbar und kann u.a. bei Amazon.com bestellt werden.
Gold und wirtschaftliche Freiheit
von Alan Greenspan
Eine geradezu hysterische Feindschaft gegen den Goldstandard verbindet Staatsinterventionisten aller Art. Sie spüren offenbar klarer und sensibler als viele Befürworter der freien Marktwirtschaft, daß Gold und wirtschaftliche Freiheit untrennbar sind, daß der Goldstandard ein Instrument freier Marktwirtschaft ist und sich beide wechselseitig bedingen. Um den Grund ihrer Feindschaft zu verstehen, muß man zunächst die Rolle des Goldes in einer freien Gesellschaft verstehen.
Geld ist der gemeinsame Maßstab aller wirtschaftlichen Transaktionen. Es ist der Rohstoff, der als Tauschmittel dient, der von allen Teilnehmern einer Tauschgesellschaft als Bezahlung ihrer Güter und Dienstleistungen akzeptiert wird und der von daher als Bewertungsmaßstab und zur Wertaufbewahrung für das Sparen dient. Die Existenz eines solchen Rohstoffes ist Voraussetzung für eine arbeitsteilige Wirtschaft. Wenn die Menschen keinen objektiv bewertbaren Rohstoff hätten, der allgemein als Geld akzeptiert werden kann, so wären sie auf primitiven Naturaltausch angewiesen oder gezwungen, autark auf Bauernhöfen zu leben und auf die unschätzbaren Vorteile der Arbeitsteilung zu verzichten. Wenn die Menschen kein Mittel zur Wertaufbewahrung, d.h. zum Sparen hätten, wären weder eine langfristige Planung, noch ein Austausch möglich.
Welches Tauschmittel von allen Wirtschaftsteilnehmern akzeptiert wird, kann nicht willkürlich bestimmt werden. Zunächst sollte das Tauschmittel dauerhaft sein. In einer primitiven Gesellschaft mit geringem Wohlstand könnte Weizen ausreichend „dauerhaft" sein, um als Tauschmittel zu dienen, da alle Tauschvorgänge nur während der Ernte oder unmittelbar danach stattfinden würden, ohne daß große Werte gelagert werden müßten. Aber sobald Wertaufbewahrung bedeutsam wird, wie in zivilisierten und reicheren Gesellschaften, muß das Tauschmittel ein dauerhafter Rohstoff sein, üblicherweise ein Metall.
Ein Metall wird üblicherweise deshalb gewählt, weil es gleichartig und teilbar ist. Jede Einheit ist die gleiche wie jede andere und es kann in beliebiger Menge verformt und vermischt werden. Wertvolle Edelsteine z.B. sind weder gleichartig noch teilbar. Noch wichtiger ist: der als Tauschmittel gewählte Rohstoff muß ein Luxusgegenstand sein. Das menschliche Bedürfnis nach Luxus ist unbegrenzt und deswegen werden Luxusgüter immer nachgefragt und auch immer akzeptiert. Weizen ist ein Luxusgut in einer unterernährten Gesellschaft, aber nicht in einer Wohlstandsgesellschaft. Zigaretten würden normalerweise nicht als Geld dienen, aber nach dem 2. Weltkrieg wurden sie in Europa als Luxusgut betrachtet. Der Begriff Luxusgut beinhaltet Knappheit und hohen Wert pro Einheit. Da es einen hohen Wert pro Einheit besitzt, läßt sich solch ein Gut leicht transportieren. Eine Unze Gold z.B. hat den Wert von 1/2 Tonne Eizenerz.
Auf den ersten Stufen einer sich entwickelnden Geldgesellschaft mögen mehrere Tauschmittel benutzt werden, da zahlreiche Rohstoffe die jeweiligen Anforderungen erfüllen können. Mit der Zeit wird jedoch ein Rohstoff alle anderen verdrängen, weil er größere Akzeptanz findet. Die Vorliebe für das, was der Wertaufbewahrung dienen soll, wird sich auf den am meisten verbreiteten Rohstoff konzentrieren, was diesen wiederum noch mehr Akzeptanz finden läßt. Diese Entwicklung wird sich verstärken, bis dieser Rohstoff zum einzigen Tauschmittel wird. Der Gebrauch eines einzigen Tauschmittels hat große Vorteile, und zwar aus den gleichen Gründen wegen deren eine Geldwirtschaft einer Naturaltauschwirtschaft überlegen ist. Es ermöglicht einen Austausch in ungleich größerem Umfang. Ob dieses eine Medium nun Gold ist, Silber, Muscheln, Vieh, oder Tabak, ist beliebig und abhängig von dem Umfeld und der Entwicklung der jeweiligen Gesellschaft. In der Tat wurde dies alles zu verschiedenen Zeiten als Tauschmittel verwendet. Sogar in unserem Jahrhundert wurden zwei bedeutende Rohstoffe, nämlich Gold und Silber, als internationales Tauschmittel benutzt, wobei Gold das beherrschende wurde. Gold, das sowohl künstlerischen als auch funktionalen Gebrauch findet und relativ knapp ist, wurde immer als Luxusgut betrachtet. Es ist dauerhaft, leicht zu transportieren, gleichartig, teilbar und hat deshalb bedeutende Vorteile gegenüber allen anderen Tauschmittel. Seit Beginn des 1. Weltkrieges ist es praktisch der einzige internationale Tauschstandard.
Wenn alle Güter und Dienste in Gold bezahlt werden müßten, wären große Zahlungen schwierig zu bewerkstelligen und dies wiederum würde bis zu einem gewissen Grade den Umfang der Arbeitsteilung und Spezialisierung einer Gesellschaft begrenzen. Die logische Fortsetzung der Entwicklung eines Tauschmediums ist es daher, ein Banksystem und Kreditinstrument (Banknoten und Einlagen) zu entwickeln, die als Stellvertreter funktionieren, aber in Gold umtauschbar sind. Ein freies, auf Gold gegründetes Banksystem ist in der Lage, Kredit zu gewähren und so Banknoten (Währung) und Guthaben zu schöpfen, entsprechend der Produktionserfordernisse der Wirtschaft. Individuelle Goldbesitzer werden durch Zinszahlungen dazu gebracht, ihr Gold in einer Bank einzulegen, worauf sie Schecks ziehen können. Und da in den seltensten Fällen alle Einleger ihr Gold zur gleichen Zeit abziehen wollen, muß der Bankier nur einen Teil der gesamten Einlage in Gold als Reserve vorhalten. Dies ermöglicht es dem Banker, mehr als seine Goldanlagen auszuleihen (d.h., er hält Forderungen auf Gold statt wirkliches Gold als Sicherheit für seine Einlagen). Aber der Umfang der Ausleihung, die er vornehmen kann, ist nicht willkürlich. Er muß es in ein Gleichgewicht zu seinen Reserven und dem aktuellen Stand seiner Investionen bringen.
Wenn Banken Geld ausleihen, um produktive und profitable Unternehmen zu finanzieren, werden die Ausleihungen rasch zurückgezahlt und Bankkredit ist weiterhin allgemein verfügbar. Aber, wenn die mit Bankkredit finanzierten Geschäfte weniger profitabel sind und nur langsam zurückgezahlt werden, spüren die Banker schnell, dass ihre ausstehenden Darlehen zu hoch sind im Verhältnis zu ihren Goldreserven und sie fangen an, mit neuen Ausleihungen zurückhaltender zu sein, üblicherweise, indem sie höhere Zinsen berechnen. Dies begrenzt die Finanzierung neuer Unternehmungen und erfordert von den bestehenden Schuldnern, daß sie ihre Gewinnsituation verbessern, bevor sie Kredite für weitere Expansionen bekommen können. Daher wirkt unter dem Goldstandard ein freies Banksystem als Hüter von ökonomischer Stabilität und ausgeglichenem Wachstum.
Wenn Gold von den meisten oder gar allen Nationen als Tauschmittel akzeptiert wird, so begünstigt und fördert ein ungehinderter freier Goldstandard weltweit die Arbeitsteilung und einen umfangreichen internationalen Handel. Obwohl die Tauscheinheiten (Dollar, Pfund, Franc etc. ) von Land zu Land uneinheitlich sind, so funktionieren die Wirtschaften der einzelnen Länder doch wie eine einheitliche Wirtschaft, wenn die Einheiten alle in Gold definiert sind und sofern es keine Behinderungen für Handel und freie Kapitalbewegungen gibt. Kredite, Zinsen und Preise reagieren dann nach gleichartigen Mustern in allen Ländern. Wenn zum Beispiel die Banken in einem Land zu großzügig Kredit gewähren, gibt es in diesem Land eine Tendenz zu fallenden Zinsen, was die Goldbesitzer veranlasst, ihr Gold zu Banken in anderen Ländern zu verlagern, wo es höhere Zinsen bringt. Dies wird unmittelbar zu einer Knappheit an Bankreserven in dem Land mit den lockeren Kreditbedingungen führen, was wieder zu strengeren Kreditbedingungen und zu einer Rückkehr zu wettbewerbsgerechten höheren Zinsen führt.
Ein vollkommen freies Banksystem und ein damit übereinstimmender Goldstandard wurde bisher noch nie verwirklicht. Aber vor dem 1. Weltkrieg war das Banksystem in den Vereinigen Staaten (und dem größten Teil der Welt) auf Gold gegründet, und obwohl die Regierungen zuweilen intervenierten, war das Bankgeschäft doch überwiegend frei und unkontrolliert. Gelegentlich hatten sich die Banken, aufgrund zu schneller Kreditexpansion, bis an die Beleihungsgrenzen ihrer Goldreserven exponiert, worauf die Zinssätze scharf anzogen, neue Kredite nicht gewährt wurden und die Wirtschaft in eine scharfe, aber kurze Rezession fiel (im Vergleich zu den Depressionen von 1920 und 1932 waren die Konjunkturabschwünge vor dem 1. Weltkrieg in der Tat milde). Es waren die begrenzten Goldreserven, die eine ungleichgewichtigte Expansion der Geschäftstätigkeit stoppten, bevor sie sich zum Desaster entwickeln konnte, wie es nach dem ersten Weltkrieg geschah. Die Korrekturphasen waren kurz und die Wirtschaft fand schnell wieder eine gesunde Basis für weitere Expansion.
Aber der Heilungsprozess wurde als Krankheit fehlinterpretiert. Wenn der Mangel an Bankreserven einen Konjunkturabschwung bewirkte - so argumentierten die Wirtschaftsinterventionisten - warum finden wir dann nicht einen Weg, um den Banken zusätzliche Reserven zur Verfügung zu stellen, so daß sie nie knapp werden müssen. Wenn die Banken unbegrenzt fortfahren können, Geld zu verleihen - so wurde behauptet - muß es keine Konjunkturrückschläge mehr geben. Und so wurde 1913 das Federal Reserve System organisiert. Es bestand aus 12 regionalen Federal Reserve Banken, die nominal zwar privaten Bankern gehörten, die aber in Wirklichkeit vom Staat gefördert, kontrolliert und unterstützt wurden. Von diesen Banken geschöpfter Kredit wird praktisch (nicht gesetzlich) von der Steuerkraft der Bundesregierung unterlegt. Technisch blieben wir beim Goldstandard; Privatpersonen war es noch erlaubt, Gold zu besitzen und Gold wurde auch noch als Bankreserve benutzt. Aber jetzt konnte zusätzlich zum Gold auch noch von den Federal Reserve Banken geschöpfter Kredit (Papiergeldreserven) als legales Zahlungsmittel dienen, um die Einleger zu befriedigen.
Als die Konjunktur in den Vereinigten Staaten 1927 einen leichten Rückschlag erlitt, schöpften die Federal Reserve Banken zusätzliche Papiergeldreserven in der Hoffnung, damit jeder Knappheit von Bankreserven zuvorzukommen.
Katastrophaler jedoch war der Versuch der Federal Reserve, Großbritannien zu helfen, welches Gold an uns verloren hatte, weil die Bank von England sich weigerte, die Zinsen steigen zu lassen, wie es der Markt erfordert hätte (dies war politisch unerwünscht). Die Argumentationslinie der beteiligten Instanzen war wie folgt: Wenn die Federal Reserve massiv Papiergeldreserven in die amerikanischen Banken pumpt, würden die Zinsen in den Vereinigten Staaten auf ein Niveau fallen, das mit dem in Großbritannien vergleichbar ist. Dies würde dazu führen, daß die englischen Goldabfluesse gestoppt würden und politische Unannehmlichkeiten, die mit einer Zinsanhebung verbunden sind, so vermieden würden. Die „Fed" hatte Erfolg: Sie stoppte die Goldverluste, aber gleichzeitig zerstörte sie fast die Weltwirtschaft. Der übertriebene Kredit, den die Fed. in die Wirtschaft pumpte, floß in den Aktienmarkt - und löste einen fantastischen spekulativen Aktienboom aus. Verspätet versuchten die Federal Reserve Beamten die Überschußreserven abzusaugen und es gelang ihnen schließlich, den Boom zu brechen. Aber es war zu spät: 1929 war das spekulative Ungleichgewicht so überwältigend, daß dieser Versuch einen scharfen Rückgang noch beschleunigte mit einem daraus folgenden Zusammenbruch des Geschäftsvertrauens. Im Ergebnis brach die amerikanische Wirtschaft ein.
Großbritannien ging es noch schlechter und statt die vollen Konsequenzen der vorherigen Fehlentscheidungen zu akzeptieren, verließ es 1931 den Goldstandard komplett und zeriss so völlig das Netz von Vertrauen, das noch geblieben war, was zu einer weltweiten Serie von Bankzusammenbrüchen führte. Die Weltwirtschaft verfiel in die große Depression der 30er Jahre.
Mit der gleichen Logik, der sich auch die vorangehende Generation bediente, argumentierten die Interventionisten, daß in erster Linie der Goldstandard verantwortlich war für das Debakel, das zur großen Depression führte. Wenn der Goldstandard nicht existiert hätte, so argumentierten sie, hätte Englands Abgehen von Goldzahlungen in 1931 nicht die Bankzusammenbrüche in der ganzen Welt verursacht. (Die Ironie dabei war, daß wir seit 1913 keinen Goldstandard mehr hatten, sondern so etwas wie einen „gemischten Goldstandard", gleichwohl wurde die Schuld aufs Gold geschoben)
Aber die Gegnerschaft gegen den Goldstandard in jeder Form - durch eine wachsende Zahl von Wohlfahrtsstaat-Befürwortern - wurde von einer viel subtileren Erkenntnis gespeist - nämlich der Erkenntnis, daß der Goldstandard unvereinbar ist mit chronischen Haushaltsdefiziten (dem Wahrzeichen der Wohlfahrtsstaaten). Wenn man den akademischen Sprachschleier einmal wegzieht, erkennt man, daß der Wohlfahrtsstaat lediglich ein Mechanismus ist, mit welchem die Regierungen Vermögen der produktiven Mitglieder einer Gesellschaft konfiszieren, um zahlreiche Wohlfahrtsprojekte zu finanzieren (unterstützen). Ein großer Teil der Vermögenskonfiskation erfolgt durch Steuereinziehung. Aber die Wohlfahrtsbürokraten haben schnell erkannt, daß die Steuerlast begrenzt werden mußte, wenn sie an der Macht bleiben wollten und daß sie auf massives deficit spending ausweichen müssen, d.h. sie müssen Geld borgen, indem sie Staatsanleihen auflegen, um im großen Stil Wohlfahrtsausgaben zu finanzieren.
Unter einem Goldstandard wird der Kreditumfang, den eine Wirtschaft verkraften kann, von den realen Sachwerten der Wirtschaft begrenzt, weil jedes Kreditverhältnis letztlich ein Anspruch auf einen realen Sachwert ist. Aber Staatsanleihen sind nicht durch reale Sachwerte unterlegt, sondern nur durch das Regierungsversprechen, aus künftigen Steuereinnahmen zu bezahlen. Sie können daher nicht ohne weiteres von den Finanzmärkten aufgenommen werden. Eine große Menge neuer Staatsanleihen kann der Öffentlichkeit nur zu ständig steigenden Zinssätzen verkauft werden. Deshalb ist staatliche Schuldenfinanzierung unter einem Goldstandard eng begrenzt. Die Abschaffung des Goldstandards ermöglichte es den Verfechtern des Wohlfahrtsstaates, das Banksystem für eine unbegrenzte Kreditexpansion zu mißbrauchen. In Form von Staatsanleihen haben sie Papiervermögen erzeugt, welches die Banken, nach einer komplexen Folge von Schritten, wie Realvermögen als Sicherheit akzeptieren, gleichsam als Ersatz für das was früher eine Einlage in Gold war. Der Inhaber einer Staatsanleihe oder eines auf Papiergeld gegründeten Bankguthabens glaubt, er hat einen gültigen Anspruch auf Realwerte. In Wirklichkeit sind aber mehr Ansprüche auf Realwerte im Umlauf, als Realwerte vorhanden sind.
Das Gesetz von Angebot und Nachfrage läßt sich nicht aufheben. Wenn das Angebot an Geld (Ansprüchen) im Verhältnis zum Angebot von realen Guetern in der Wirtschaft steigt, müssen die Preise unweigerlich steigen. Das heißt, Erträge, die von den produktiven Teilen der Gesellschaft erspart wurden, verlieren in Gütern ausgedrückt an Wert. Unter dem Strich der Bilanz ergibt sich dann, daß dieser Verlust genau den Gütern entspricht, die von der Regierung zu Wohlfahrts- und anderen Zwecken erworben wurden mit dem Geld aus Staatsanleihen, die über Kreditexpansion der Banken finanziert wurden.
Ohne Goldstandard gibt es keine Möglichkeit, Ersparnisse vor der Enteignung durch Inflation zu schützen. Es gibt dann kein sicheres Wertaufbewahrungsmittel mehr. Wenn es das gäbe, müßte die Regierung seinen Besitz für illegal erklären, wie es ja im Falle von Gold auch gemacht wurde (Goldbesitz war in Amerika bis 1976 für Privatleute verboten, Anm. d. Ü.). Wenn z. B. jedermann sich entscheiden würde, all seine Bankguthaben in Silber, Kupfer oder ein anderes Gut zu tauschen und sich danach weigern würde, Schecks als Zahlung für Güter zu akzeptieren, würden Bankguthaben ihre Kaufkraft verlieren und Regierungsschulden würden kein Anspruch auf Güter mehr darstellen. Die Finanzpolitik des Wohlfahrtsstaates macht es erforderlich, daß es für Vermögensbesitzer keine Möglichkeit gibt, sich zu schützen. Dies ist das schäbige Geheimnis, daß hinter der Verteufelung des Goldes durch die Vertreter des Wohlfahrtsstaates steht. Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für die „versteckte" Enteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess. Es beschützt Eigentumsrechte. Wenn man das einmal verstanden hat, ist es nicht mehr schwer zu verstehen, warum die Befürworter des Wohlfahrtsstaates gegen den Goldstandard sind.
Geld & Inflation - Sicht der Wiener Schule
Wir benutzen es tagtäglich und dennoch - oder vielleicht gerade deswegen - ist der Weg der Geldtheorie gepflastert mit zahlreichen Irrtümern und Fehlschlüssen. Diese halten sich nach wie vor hartnäckig und haben speziell seit dem Aufkommen der neo-klassischen Gleichgewichtstheorie und dem auf makroökonomischen Aggregaten fußenden Keynesianismus weite Teile der Wirtschaftswissenschaft ins trübe Wasser geldtheoretischer Irrungen und Wirrungen navigiert. Mit fatalen Folgen. Gerade weil das Geld als integraler Bestandteil einer ausdifferenzierten und arbeitsteiligen Wirtschaft von einer Hand zur nächsten zirkuliert und dadurch zwischenmenschliche Beziehungen wie persönliche Zielsetzungen maßgeblich beeinflußt, gebiert ein falsches Verständnis über die wesentlichen Eigenschaften des Geldes mehr noch als viele andere ökonomische Fehl- und Trugschlüsse gravierende ökonomische und gesellschaftliche Verwerfungen.
Von dieser Kritik auszunehmen ist hingegen die Wiener Schule der Ökonomie. Auf den geldtheoretischen Einsichten von Carl Menger und von Ludwig von Mises aufbauend zählt sie heute zu jenen in die Defensive geratenen ökonomischen Denkrichtungen, die eine metallistische Geldtheorie vertreten. Die ersten Vorläufer dieses auch unter dem Begriff Warengeldtheorie bekannten Ansatzes formulierte am Ende des Hochmittelalters Jean Buridan de Bethune (1300-1358). In Opposition zur staatlichen Theorie des Geldes, deren wichtigster Vertreter im ausgehenden 19. und beginnenden 20.J ahrundert ein gewisser Georg Friedrich Knapp war, betont sie, daß sich das Geld als allgemein akzeptiertes Tauschmittel im Marktprozeß aus den freiwilligen Tauschakten der Menschen herausbildet. Damit steht die Wiener Schule der heutigen Form der staatlichen Geldproduktion durch die Zentralbanken äußerst skeptisch gegenüber und unterscheidet sich darin fundamental von den gegenwärtigen Hauptströmungen in den Wirtschaftswissenschaften, dem Keynesianismus und dem Monetarismus.
Klassischerweise werden dem Geld drei Funktionen zugeschrieben; die Tauschfunktion, die Wertaufbewahrungsfunktion und die Wertmeßfunktion, wobei die Tauschmittelfunktion vorrangig und als definitorisches Charakteristikum zu werten ist. Zur Herleitung dieser Einsicht betrachten wir zunächst den direkten Tausch Gut gegen Gut in einer geldlosen Naturalwirtschaft. Zur Realisierung eines direkten Tauschaktes ist die gleichzeitige Erfüllung von zwei Bedingungen vonnöten: erstens, die Gegenläufigkeit der Präferenzen, d.h. Tauschpartner A zieht das vom Tauschpartner B angebotene Gut dem in seinem Besitz befindlichen Gut vor und umgekehrt. Zweitens, die Gegenseitigkeit der Wünsche; A fragt in Qualität und Quantität genau jenes Gut nach, das B anbietet und umgekehrt. Es liegt auf der Hand, daß diese beiden Bedingungen nur im Ausnahmefall erfüllt sind. Ein Bäcker, der einen Laib Brot für ein Kotelett eintauschen möchte, muß auf einen Bauern treffen, der einen Laib Brot im Austausch für ein Kotelett erwerben möchte. Die unterschiedliche Teilbarkeit der Güter erschwert die direkten Tauschhandlungen noch zusätzlich. Bringt der Bauer nämlich ein Stück Lebendvieh auf den Markt, aus dem sich nur schwerlich ein einziges Kotelett herausschneiden läßt oder ist der Bäcker nicht willens oder fähig, jene Menge Brot dem Bauern anzubieten, die er für das gesamte Rind verlangt, kommt der Tausch nicht zustande. Somit hemmen die engen Grenzen des direkten Tausches die Arbeitsteilung und behindern die Mehrung des materiellen Wohlstands über ein geringes Ausmaß hinaus.
Die Herausbildung eines allgemein akzeptierten Tauschmittels, das wir kurz gefaßt mit dem Begriff Geld bezeichnen, überwindet die wohlstandsbeschränkende Hürde des direkten Tausches. Im Zuge ihrer täglichen Beschaffungen bemerken die Menschen, daß sich bestimmte Güter einer höheren Absatzfähigkeit (Carl Menger) erfreuen. Die höhere Absatzfähigkeit läßt folglich auch Menschen dieses Gut nachfragen, obwohl sie keine direkte Verwendung dafür haben. Dieses Gut ist nur deshalb für sie wertvoll, weil sie wissen, daß sie es jederzeit gegen andere Güter eintauschen können.
Der indirekte Tausch unter Zuhilfenahme des Geldes erleichtert die Tauschakte ungemein. Der Bäcker muß nun nicht mehr nach einem brotnachfragenden Viehbauern Ausschau halten, sondern bloß nach einem Käufer für sein Brot. In einem zweiten Schritt geht der Bäcker zum Bauer und kauft sich sein Kotelett, unabhängig von den Konsumwünschen des Bauern. Kauf und Verkauf sind somit Sonderformen des Tausches und zwar des Tausches für bzw. gegen Geld.
Mit Nachdruck betont Carl Menger in seinen Grundsätze der Volkswirthschaftslehre die Herausbildung des Geldes im Marktprozeß zum Vorteil aller Beteiligten:
"Das Geld ist kein Product des Uebereinkommens der wirthschaftenden Menschen, oder gar das Product legislativer Acte. Das Geld ist keine Erfindung der Völker. Die einzelnen wirthschaftenden Individuen im Volke gelangten allerorten mit der steigenden Einsicht in ihre ökonomischen Interessen zugleich auch zu der nahe liegenden Erkenntniss, dass durch die Hingabe minder absatzfähiger Waaren gegen solche von grösserer Absatzfähigkeit ihre speciellen ökonomischen Zwecke um einen bedeutenden Schritt gefördert werden und so entstand das Geld an zahlreichen von einander unabhängigen Culturcentren mit der fortschreitenden Entwicklung der Volkswirthschaft." (S. 260)
Geld trägt damit entscheidend zur engeren Verknüpfung der gesellschaftlichen Bande bei. Als Tauschmittel ist das Geld daher auch niemals Endzweck des menschlichen Handelns, sondern immer Mittel zum Zweck.
Aufgrund der unterschiedlichen physischen Beschaffenheit eignet sich nicht jedes Gut gleichermaßen als Geld. Bestimmte Eigenschaften wie die bessere Transportierfähigkeit, eine vorteilhafte Kaufkraft, die leichte Teilbarkeit, eine hohe Einheitlichkeit und eine lange Haltbarkeit sind für die Erfüllung der von einem Tauschmittel verlangten Aufgaben besonders zweckdienlich. Darum haben in den unterschiedlichen Kulturkreisen zunächst verschiedene Güter die Funktion des Geldes übernommen und zwar jene, die sich in den Augen der Menschen unter allen verfügbaren Gütern am besten als Geld eigneten: Kabeljau in Island, Federn in Mexiko, Tabak in Virginia, Zucker auf den Karibischen Inseln, Datteln in Oasen, Zigaretten in Gefängnissen, Edelmetalle in vielen Regionen. Die Internationalisierung der Handelsströme löste sodann unter den zahlreichen Tauschmittel einen weltweiten Wettbewerb um die Gunst der Marktteilnehmer aus, den die beiden Edelmetalle Silber und Gold für sich entschieden. Deswegen standen Währungsbezeichnungen wie Dollar, Pfund und Mark ursprünglich für eine bestimmte Menge Gold oder Silber mit einem festgeschriebenen Feingehalt. So entsprachen 20 USD einer Feinunze Gold und eine Kölner Mark 233,856g Silber. Der Warencharakter des Geldes hat auch in einigen Sprachen Eingang gefunden. Die Wurzel des lateinischen Wortes für Geld pecunia geht auf pecus = das Vieh zurück. Die indische Währungsbezeichnung Rupie leitet sich von rupa = Viehherde ab und das altfriesische "sket" und das altslawische "skotu" bedeuten beide Vieh und Geld.
Die Geldproduktion
Wie bei jedem anderen Gut erfolgt die Geldproduktion nach betriebswirtschaftlichen Rentabilitätsüberlegungen. In dieser Hinsicht unterscheidet sich die Geldproduktion nicht von der Produktion anderer Güter. Die Gewinnerwartung steuert die Produktionsmenge und läßt bei einem Warengeld eine leichte Zunahme der Geldmenge über die Zeit erwarten. Eine derartige Geldmengenveränderung hat weder positive noch negative Auswirkungen auf die Wohlstandsentwicklung, denn diese hängt von der Sparneigung der Gesellschaft ab. Ebenso unerheblich für die Wohlstandsentwicklung ist der Umfang der Geldmenge. In Of Interest (1758) hält David Hume fest, daß eine Vervielfachung des Geldangebots keine Mehrung des Wohlstands zur Folge hat, sondern bloß das Preisniveau ansteigen läßt. Die vorhandene Gütermenge kann bei jeder Geldmenge problemlos verkauft werden, da sich die Preise an die Geld- und Gütermenge anpassen und das Preisniveau nichts über den Wohlstand einer Gesellschaft aussagt.
Weil der monetären Verwendung eines Gutes immer die industrielle Verwendung vorausgeht, wie das von Ludwig von Mises in seiner Theorie des Geldes und der Umlaufmittel (1912) aufgestellte Regressionstheorem darlegt, ist es durchaus denkbar, daß die zusätzliche Produktionsmenge oder zumindest Teile davon, der industriellen Verwendung zugeführt werden und aus dem neu gewonnen Gold und Silber Schmuck und andere Gebrauchsgegenstände angefertigt werden. In dieser Hinsicht mehrt eine Ausweitung der Produktionsmenge des als Geld verwendeten Gutes den materiellen Wohlstand einer Gesellschaft.
Inflation
Gerade weil das Geld als absatzfähigstes Gut in einer Gesellschaft eine besondere Stellung einnimmt, war es seit jeher das Opfer staatlicher Manipulationen. Die unrühmliche Geschichte des Geldes läßt Friedrich A. von Hayek in seiner Studie Die Entnationalisierung des Geldes (1976) folgerichtig wundern, "daß die Menschen den Regierungen so lange Zeit eine Macht anvertraut haben, die sie über 2000 Jahre hinweg in der Regel dazu gebrauchten, sie [die Untertanen] auszunützen und zu betrügen." Zur Finanzierung von Kriegen, des antiken Brot-und-Spiele-Wohlfahrtsstaates und ihres Lebens verminderten die Herrschenden in regelmäßiger Wiederkehr den Feingehalt der Silber- und Goldmünzen. So sank der Feingehalt der römischen Silbermünze Denarius in einem Zeitraum von 300 Jahren von knapp 97% unter Kaiser Augustus auf rund 2% unter Kaiser Aurelian.
Ein derartiger Eingriff in das Geldwesen dehnt die ungedeckte Geldmenge aus und nur die ungedeckte Geldmengenausweitung ist als Inflation (von lat. inflare = aufblasen) zu bezeichnen. In Die Ethik der Geldproduktion (2007) weist Guido Hülsmann darauf hin, daß die inflationäre Geldmengenausweitung private Eigentumsrechte verletzt und daher im Unterschied zur natürlichen Geldproduktion als die "erzwungene Art der Geldmengenausdehnung" zu charakterisieren ist.
Den aus dieser Form der Geldmengenausweitung resultierenden Profit bezeichnet man als Seigniorage. Diese ist eine Steuer auf die Geldhaltung und daher spricht man bei der Seigniorage auch von der Inflationssteuer. Eine Anekdote aus dem 14.Jahrhundert belegt den Steuercharakter der Inflation, wie uns Richard Gaettens in seiner Geschichte der Geldentwertungen mit dem Titel Inflationen (1955) berichtet. In jener Zeit wurden die Münzen regelmäßig verrufen, mit einem geringeren Edelmetallgehalt versehen und derart entwertet wieder in Umlauf gebracht. Die permanenten Münzverschlechterungen riefen den Unmut der Bevölkerung hervor und so entschloß sich Herzog Rudolf IV. auf diese Einnahmequelle zu verzichten. Als Gegenleistung verlangte er allerdings die Einführung des sogenannten Ungelds, einer Getränkesteuer in der Höhe von 10%.
Die Inflation ist eine folgenschwere Form der Besteuerung, die die Bürger schleichend enteignet und die Zentralisierung der politischen Macht begünstigt. Bereits im 14. Jahrhundert warnt der französische Mönch Nikolaus Oresme eindringlich vor den ökonomischen und politischen Folgen der inflationistischen Staatsfinanzierung:
"Wenn wiederum der Fürst das Recht hat, eine einfache Münzveränderung vorzunehmen und etwas Gewinn daraus zu ziehen, darf er auch das Recht haben, eine größere Veränderung vorzunehmen und einen größeren Gewinn zu machen; und dies mehr als einmal zu machen und nochmals einen noch größeren Gewinn zu ziehen. [...] Und so würde der Fürst schließlich in der Lage sein, fast sämtliche Gelder oder Reichtümer seiner Untertanen an sich zu ziehen und sie zu versklaven. Und dies
wäre tyrannisch, tatsächlich eine wahrhaftige und absolute Tyrannei, wie es uns von den Philosophen und von der Geschichte der Antike eindringlich vorgehalten wird."
Weil das Warengeld die Ausgaben des Staates in die Schranken weist, war es vielen Regierungen und Befürwortern exzessiver staatlicher Ausgaben ein Dorn im Auge. So kommt es wenig überraschend, daß die Feindseligkeit gegenüber dem Warengeld in den vergangenen Jahrhunderten zunahm und die Bindung der zirkulierenden Banknoten an das Metallgeld immer loser ausgestaltet wurde. Bis zum Zusammenbruch des Bretton-Woods-System 1973 waren Geldscheine nichts anderes als Inhaberpapiere, die den jeweiligen Eigentümer zur Einlösung des Geldzertifikats für die ausgewiesene Menge Geld berechtigte. So findet sich auf dem 1-Kronen-Schein folgender Vermerk: „Die Österreich-Ungarische Bank zahlt gegen diese Banknote bei ihren Hauptanstalten in Wien und Budapest sofort auf Verlangen EINE KRONE in gesetzlichem Metallgelde.“ Diese Einlöseverpflichtung hat die Inflationierung zwar nicht völlig unterbunden, wie beispielhaft die sogenannte Silberagioperiode von 1848-1878 illustriert. Das Agio (Aufschlag) der zirkulierenden Banknoten gegenüber dem hinterlegten Silbergeld beschäftigte die führenden Geldtheoretiker dieser Epoche, zu denen auch der bereits erwähnte Carl Menger zählte. Am ersten Höhepunkt dieser Periode der Geldentwertung 1859 entsprachen Banknoten im Wert von 153,20 Gulden 100 Gulden in Silbergeld. Das Agio bedeutet nichts anderes als daß mehr Banknoten ausgegeben wurden als Silbergeld hinterlegt worden war. Je stärker inflationiert wurde, desto niedriger war die Kaufkraft des Papiergelds und desto höher das Agio.
Zumindest wurde die Inflation aber deutlich eingeschränkt und der Inflationsakteur, sei es die Zentralbank, die Geschäftsbank oder der Privatmann als Rechtsbrecher entlarvt, der ungedeckte Inhaberscheine ausgestellt hat. Mit der 1973 vollzogenen vollständigen Aufhebung der Einlöseverpflichtung wandelt sich die gedeckte Banknote in ungedecktes Papiergeld, das der weiteren Inflationierung Tür und Tor öffnet. Schließlich sind seitdem die Kosten der Papiergeldproduktion vernachlässigbar; ein einziger Federstrich macht aus einem 50 Euroschein einen 500 Euroschein.
Ein derartig verwässertes Geld fürchtet die Konkurrenz wertbeständigerer Alternativen wie der Teufel das Weihwasser. Deswegen ist eine dauerhafte Inflation nur durch die gesetzliche Privilegierung durch Zahlkraftgesetze (engl. legal tender laws) und die Monopolisierung der Geldproduktion möglich. Beide Maßnahmen stehen allerdings in unauflöslichem Konflikt mit den Eigentumsrechten aller anderen Bürger. Eine ethisch wie ökonomisch äußerst unbefriedigende Situation.
Inflation und Teuerung
Sprachlich gilt es die beiden Phänomene Inflation und Teuerung klar abzugrenzen. Der entscheidende Grund für die fortwährende Geldentwertung liegt in der Inflation, die Folge der Inflationierung bezeichnen wir hingegen als Teuerung. Bis in die 1950er war diese Unterscheidung Allgemeingut. Seitdem verwischte die von Milton Friedman angeführte monetaristische Revolution die Begriffsgrenzen bis zur Unkenntlichkeit. Heute werden Inflation und Teuerung nahezu synonym verwendet. Diese Begriffsverwirrung hat schwerwiegende Konsequenzen. Sprachlich erblindet vermögen wir nicht die Ursache-Wirkung- Beziehung zu benennen und das Problem an der Wurzel zu packen. Stattdessen werden Unschuldige zu Sündenböcken gestempelt oder untaugliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Teuerungswelle wie Preisregulierungen und Verstaatlichungen gefordert, während im Hintergrund die Inflationierung munter vorangetrieben wird, wie es gegenwärtig der Fall ist.
Das soll nicht bedeuten, daß es bei einem gedeckten Geld nicht auch zu einer Teuerungswelle kommen kann. Dies ist allerdings äußerst unwahrscheinlich, eben weil die Produktion eines Warengeldes mit erheblichen Kosten verbunden ist. Eine Ausnahme stellt die Entwicklung Spaniens des 16. und 17.Jahrhunderts dar, als große Mengen Gold und Silber aus Mittel- und Südamerika nach Spanien flossen. Der damit einhergehende Kaufkraftverlust bewirkte sogar, daß Silber seine Geldfunktion verlor. Für die ökonomische Betrachtung entscheidend ist jedoch, daß die Inflation zum einen das Preisniveau zusätzlich zu den natürlichen Schwankungen ansteigen läßt und zum anderen nicht den Wohlstand erhöht.
In einem Artikel in der New York Times im Jahre 1982 wies Friedrich A. von Hayek nachdrücklich auf die Staatsverschuldung als wichtigsten Motor für die Inflationierung hin, ist doch das Drucken von zusätzlichem Papiergeld für den Staat der bequemste Weg zur Entschuldung. Diese Vorgehensweise erweist sich für den Staat schon allein deswegen als vorteilhaft, weil es sich im Unterschied zum offenen Staatsbankrott bei Zahlungseinstellung um eine versteckte Form des Staatsbankrotts handelt. Schließlich werden in einer Hyperinflation die Schulden offiziell getilgt. Daß die Kaufkraft der Rückzahlung im Extremfall gegen Null geht, stellt für die augenblickliche Gesetzeslage kein Problem dar. Geschuldet werden nominell 100 Euro und nicht das Kaufkraftäquivalent von 100 Euro.
Die quantitativ wichtigere Inflationsquelle ist heute jedoch das Teilreserve-Bankensystem (engl. fractional-reserve banking), das durch die Institution der Zentralbank als "Kreditgeber letzter Instanz" (engl. lender of last resort) nahezu ohne Risiko Kredite aus dem Nichts schöpfen kann und ein riesiges Pyramidenspiel aus ungedeckten Krediten - in der Diktion von Ludwig von Mises der sogenannte Zirkulationskredit - auftürmt. Es liegt am Wesen eines Pyramidenspiels, das es exponentiell verläuft und über kurz oder lang in sich zusammenbricht. Das Ende dieses spezifischen Pyramidenspiel kündigt sich mit Liquiditätsproblemen und vereinzelten Bank-Runs an. Schließlich kollabiert das Pyramidenspiel über Nacht, es sei denn, die Zentralbank stellt die geforderte "Liquidität" zur Verfügung, ein Euphemismus für die weitere Inflationierung. In diesem Fall endet das Teilreserve-Bankensystem ebenso in einer Hyperinflation wie die unablässige Fortführung der Staatsverschuldung. Unter keinen Umständen läßt die Zentralbank den Staat in den offenen Staatsbankrott laufen.
Inflation und Umverteilung
Im Englischen ist das Papiergeld unter der Bezeichnung "fiat money" (lat. fiat = es werde) bekannt, weil die Inflation gleichsam aus dem Nichts zusätzliche, ungedeckte Geldmittel erschafft. Da die Inflationierung unter der Verletzung von Eigentumsrechten erfolgt, löst sie eine systematische Umverteilung aus. Denn die neu geschöpfte, ungedeckte Geldmenge erreicht die einzelnen geldhaltenden Mitglieder der Gesellschaft weder zum selben Zeitpunkt, noch wird die inflationierte Geldmenge anteilsmäßig aufgeteilt. Vielmehr tritt sie an den Produktionsstätten in den Geldkreislauf ein und sickert erst allmählich durch die gesamte Gesellschaft, wodurch sich die Erstbezieher des neuen Geldes auf Kosten der Letztbezieher bereichern. Denn die Erstbezieher können mit dem neu geschaffenen Geld zu den alten, niedrigen Preisen einkaufen und erfahren derart einen realen Einkommensanstieg.
Dieser Anstieg der Realeinkommen ist jedoch unverdient, weil er nicht die höhere Produktivität der Branche reflektiert, sondern allein auf die relative Positionierung innerhalb der Bezieherkette zurückzuführen ist. Da die Inflationierung als umverteilendes Nullsummenspiel zu charakterisieren ist, geht der Anstieg der Realeinkommen der Erstbezieher notwendig auf Kosten der sogenannten Letztbezieher. Die Letztbezieher sehen sich mit steigenden Preisen konfrontiert, während die Nominaleinkommen dieser Bevölkerungsgruppe noch nicht nachgezogen sind. Das Realeinkommen sinkt. Typischerweise zählen Rentenbezieher zu dieser Gruppe. Mit Fortdauer der Inflationierung driften daher die Einkommen und Vermögen immer weiter auseinander, insbesondere dann, wenn kein Austausch zwischen den beiden Bevölkerungshälften der Erst- und Letztbezieher vonstatten geht.
Wie jedes andere Umverteilungsmaßnahme, beschwört die Inflationierung systematisch gesellschaftliche Konflikte hervor, denn je weiter vorne man in der Bezieherkette des neu geschöpften, ungedeckten Papiergeldes steht, desto größer der Vermögenszuwachs; je weiter hinten man sich befindet, desto größer der reale Vermögensverlust. Ein mit allen Mitteln geführtes Gerangel um die vorderen Plätze bricht aus.
Inflation und Moral
Nicht zu unterschätzen sind die Auswirkungen der Inflation auf die moralische Verfaßtheit einer Gesellschaft. Die sukzessive Entwertung des Geldes bestraft die Ersparnisbildung und verhilft einer Un-Kultur der Kurzfristigkeit und Konsumorientierung zum Durchbruch. Eine Kultur des Nehmens breitet sich aus, die die unmittelbare und egoistische Bedürfnisbefriedigung sucht. Die der Inflation geschuldete Geldentwertung macht es zudem unumgänglich, der monetären Wertsicherung überdurchschnittlich viel Aufmerksamkeit zu schenken. Bei einer jährlichen Inflation von 10% sichert eine Rendite von 10% gerade einmal die Kaufkraft des Vermögens. War es früher noch möglich für die Pension durch das Zurücklegen von einzelnen Edelmetallmünzen vorzusorgen, so halbiert sich bei einer jährlichen Inflation von 10% die Kaufkraft eines Euro in etwas mehr als sieben Jahren.
John M. Keynes, dessen "Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes" (1936) gewiß zu den einflußreichsten Fürsprechern des Inflationismus im 20.Jahrhundert zu rechnen ist, formuliert knapp zwei Jahrzehnte zuvor in "Die wirtschaftlichen Folgen des Friedensvertrages" (1920) eine emphatische Warnung vor der gesellschaftszerstörenden Wirkung der Inflation:
"Es gibt kein feineres und kein sicheres Mittel, die bestehenden Grundlagen der Gesellschaft umzustürzen, als die Vernichtung der Währung. Dieser Vorgang stellt alle geheimen Kräfte der Wirtschaftsgesetze in den Dienst der Zerstörung, und zwar in einer Weise, die nicht einer unter Millionen richtig zu erkennen imstande ist."
Die Geschichte der Inflationen von der Antike bis in die Gegenwart gibt Keynes in diesem Punkt recht. Der Inflationierungsprozeß unterminiert schleichend die für den materiellen wie immateriellen Wohlstandsaufbau unumgänglichen Sekundärtugenden der Sparsamkeit, Aufrichtigkeit und Eigenverantwortlichkeit. Schulden zu machen und Unternehmungen "vorzufinanzieren" - ein Euphemismus für Schulden aufnehmen - gehört in Zeiten der Inflation zum guten Ton, das Geld scheint förmlich auf der Straße zu liegen. Während sich die Gesellschaft im Überoptimismus der inflationären Scheinwerte sonnt, korrodiert im Hintergrund das gesellschaftliche Gerüst; gerade auch deswegen, weil den Inflationsgewinnern zunehmend eine moralische und unternehmerische Vorbildfunktion zugestanden wird, obwohl sie maßgeblich von der privilegierten Stellung als Erstbezieher profitiert haben und ihr unternehmerischer und politischer Erfolg deswegen zu einem Gutteil nicht auf einem realistischen Fundament beruht. Glücksritter und Eintagesfliegen prägen seit jeher die Ahnengalerie der in einer Inflation nach oben geschwappten "Vorbilder".
Die veränderte Lebenseinstellung findet auch in der Sprache ihren Niederschlag. Geld wird nicht mehr in der Orientierung auf den Nächsten hin ver-dient, sondern "man macht Geld an der Börse". Das Geldverdienen rückt in den Mittelpunkt, es ist nicht mehr Mittel, sondern Ziel des menschlichen Handelns. Zudem verbreitet die der Inflation zuzurechnende Beschleunigung des Alltags ein Gefühl des fortwährenden Hinterherhechelns hinter kurzfristigen Trends und "neuesten" Erkenntnissen, die morgen schon wieder überholt sind.
Immer und überall nivelliert die Inflation die kulturellen Errungenschaften; sie beraubt das Geld seiner Kaufkraft, sie setzt an die Stelle des harmonischen Zusammenwirkens der Menschen den Konflikt, sie ersetzt das Streben um Vervollkommnung durch ein immer weiter absinkende Mittelmaß, sie ermöglicht die exzessive Verschuldung auf Kosten der nächsten Generation, sie
zeichnet maßgeblich für die zunehmende "komfortable Stallfütterung" des zum "gehorsamen Haustier" (Wilhelm Röpke) degradierten Menschen im Wohlfahrtsstaat verantwortlicht, sie ist der natürliche Feind der kleinräumigen politischen Strukturen und der ewige Kriegsfinancier.
Diese der Inflation geschuldete Verzerrungen sind nicht auf die Wirtschaft beschränkt, weil die kurzfristige Lebenseinstellung nahezu jeden Lebensbereich durchdringt. "Der Zustand des Geldwesens eines Volkes ist ein Symptom aller seiner Zustände" - diesem Bonmot von Alois Schumpeter ist vorbehaltlos zuzustimmen. Gut und gerne können wir auch von einer Kultur des Geldes sprechen. Ein ungedecktes und permanent an Wert verlierendes Papiergeld findet seine Entsprechung in papierenen, gleichsam wertlosen zwischenmenschlichen Beziehungen. Ein wertbeständiges, auf Vertrauen basierendes Edelmetallgeld findet mutatis mutandis seine Entsprechung in dauerhaften, auf die Zukunft ausgerichteten Beziehungen.
Aus ethischen und ökonomischen Erwägungen setzt sich die Wiener Schule daher für den Abschied vom Inflationismus des staatlichen Zwangsgeldes ein. Unter den Vertretern der Wiener Schule weithin unbestritten ist die Forderung nach einer 100% Deckung der Bankeinlagen, um dem inflationären Geldschöpfungsprozeß der Geschäftsbanken Einhalt zu gebieten. Hinsichtlich der Vermeidung der Geldmengeninflationierung durch die Zentralbanken wurden divergierende Vorschläge in die Diskussion eingebracht: Ludwig von Mises befürwortet etwa die Rückkehr zum Goldstandard, während Friedrich A. von Hayek eine von Unternehmen in Umlauf zu bringende Warenreservewährung empfiehlt. Guido Hülsmann setzt sich für die "natürliche Geldproduktion" ein, die keiner staatlichen oder privaten Institution das Privileg der Geldproduktion einräumt. Angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen an den Finanzmärkten, der sich beschleunigenden Teuerung und der fortschreitenden Verarmung ist es ein Gebot der Stunde, die geldtheoretischen Argumente der Wiener Schule in Betracht zu ziehen.
© Mag. Gregor Hochreiter
Institut für Wertewirtschaft
http://www.edelmetallberater.com/download/Geld_und_Inflation_Die_Sicht_der_Wiener_Schule.pdf
Weitere Interessante Links zum Geldsystem
Weitere Interessante Links:
Vom Aufblasen des Geldes - Gold vs Fiat Money
http://www.markobutze.de/download/Vom_AufblasendesGeldes_GoldcontraFiatMoney.pdf
Kreditbedarf, Verschuldung und Enteignung - ein Grundmuster in der Geschichte des Geldes (1998) - Bernd Senf
http://www.berndsenf.de/pdf/Kreditbedarf,%20Verschuldung%20und%20Enteignung.pdf
Geld & Geldpolitik - Deutsche Bundesbank
Das Buch ist ein guter Einstieg in die Welt des "Fiat Money".
Hier erfahren Sie z.B. warum Ihr Giralgeld auf dem Bankkonto, kein gesetzliches Zahlungsmittel ist und andere nette Zusammenhänge aus der Welt des "Schein" - Geldes.
Was ist Geld?
Alle reden über Geld, aber viele wissen wenig über seine Eigenschaften und über die Rolle, die das Geld in der Wirtschaft spielt.
Wie kommt das Geld eigentlich in die Wirtschaft? Wer achtet darauf, dass nicht zu viel Geld geschaffen wird und dass es nicht zu Inflation kommt? Was sind Leitzinsen? Wer entscheidet über deren Höhe und beeinflusst damit, wie hoch die Spar- und wie hoch die Kreditzin- sen sind? Mehrere Studien haben gezeigt: Viele Menschen in Deutschland können solche Fragen nur schwer beantworten. Dafür werden vor allem zwei Gründe angeführt: Erstens hat Wirtschaftswissen erst seit kurzem Eingang in die Schulbil- dung gefunden. Zweitens befassen sich viele Menschen offenbar nur ungern mit wirtschaftlichen Zusammenhängen, weil sie ihnen als zu kompliziert erscheinen.
Vorrangige Aufgabe der Zentralbanken ist, den Wert des Geldes zu schützen. Die Deutsche Bundesbank nimmt diese Aufgabe seit mehr als 50 Jahren wahr – bis Ende 1998 als Hüterin der D-Mark, seither als Mitglied im Eurosystem, dem Verbund der Zentralbanken im Euro- Währungsgebiet, für den Euro.
Mit diesem Buch wollen wir dazu beitragen, dass mehr Menschen die Grundlagen der Geldwirtschaft, die Ziele der Zinspolitik und die Funkti- onsweise des Europäischen Systems der Zentralbanken besser kennen-
lernen. Dabei wird deutlich, welche Rolle die Bundesbank in der euro- päischen Geldpolitik spielt, ferner auch, welche weiteren Aufgaben sie wahrnimmt – beispielsweise in der Bargeldversorgung, im Zahlungsver- kehr oder in der Bankenaufsicht.
Nutzen können Sie dieses Buch auf vielfältige Weise: Es eignet sich als kleines Nachschlagewerk ebenso wie als Textbuch für den Schulunter- richt oder als Handreichung für das Selbststudium. Unterrichtsmateria- lien, die auf diesem Buch aufbauen, finden Sie auf unserer Website (www.bundesbank.de/bildung).
Wir als unabhängige Zentralbank mit der schwierigen Aufgabe, für stabiles Geld zu sorgen, brauchen das Vertrauen und die Unterstützung der Bevölkerung. Deshalb müssen wir über das Geld reden, und des- halb wünschen wir uns, dass möglichst viele Bürger möglichst viel über die Voraussetzungen für Geldwertstabilität wissen.
Prof. Dr. Axel A. Weber Präsident der Deutschen Bundesbank
Hier das Buch für Schüler
Fluch des Papiergelds - Wirtschaftswoche
21.05.2008 Thorsten Polleit
Das Monopol der staatlichen Notenbanken sollte durch den freien Wettbewerb der Währungen ersetzt werden, fordert Thorsten Polleit. Das stabilste Geld setzt sich dann durch.
Die globalen Kapitalmärkte taumeln von Krise zu Krise, so scheint es. Nach dem Zusammenbruch des New-Economy- Booms zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist es nun die internationale Kreditmarktkrise, ausgelöst durch Zahlungsausfälle im amerikanischen Markt für Hypothekendarlehen geringer Qualität (Subprime), die Zweifel am Funktionieren der angeblich entfesselten globalen Finanzmärkte schürt. Folgt man gängigen Diagnosen der Krisenursachen – Verantwortungslosigkeit der Kreditnehmer und überzogene Risikospekulation der Kreditgeber –, könnte man nur zu leicht schlussfolgern, das Geschäft mit dem Geld bedarf stärkerer Kontrolle, um künftige Krisen abzuwenden.
Doch eine solche Beurteilung mag voreilig sein. Denn Finanzmarktkrisen scheinen nicht etwa Resultat eines kapitalistischen Währungssystems, sondern vielmehr die eines planwirtschaftlich verfassten weltweiten Papiergeldsystems zu sein. Ob US-Dollar, Euro, Yen, britisches Pfund oder Schweizer Franken: Sie alle repräsentieren nämlich nicht-einlösbares Papiergeld, das von staatlichen Notenbanken kontrolliert wird.
Über Jahrhunderte und Kulturen hinweg sahen die Menschen Gold, zuweilen auch Silber, als das beste Geld an. Erst mit dem Beginn des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 ging die Phase des freiwillig gewählten Goldstandards, in der es zu einem bisher nicht gekannten Aufblühen des Welthandels gekommen war, jäh zu Ende. Man ging vom Golde ab, nicht etwa weil es nicht funktioniert hätte, sondern weil wertbeständiges Geld der Finanzierung der Kriegsführung, für die Enteignung in größtem Stil notwendig war, im Wege stand.
Mit der Ausbreitung sozialistischer Ideologien in der Nachkriegszeit war eine Rückkehr zu einem Goldgeld politisch unerwünscht. So mussten auch alle Versuche, den Goldstandard wiederzubeleben, scheitern. Das System von Bretton Woods, das das internationale Währungssystem für die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in Ordnung bringen sollte, war nur ein halbherziger Versuch, den Goldstandard wiederzubeleben. Mit dem Ende der Eintauschpflicht des US-Dollar in Gold am 15. August 1971 wurden die letzten Überbleibsel des Goldstandards beseitigt, und die Epoche des Papiergeldes brach an. Das Papiergeld brachte unerträglich hohe Inflation zu Beginn der Siebziger- und Achtzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts. Die inakzeptabel hohen Kosten der Geldentwertung zwangen zum Umdenken: Den Regierungen wurde der Zugriff auf die Notenpresse entzogen.
Doch die Reformen konnten den zentralen Konstruktionsfehler des staatlichen Papiergeldes nicht beheben: Die Zentralbanken stehen einer unüberwindbaren Wissenshürde gegenüber. Sie wissen nicht, wie viel Geld und Kredit eine Volkswirtschaft braucht, und wie hoch der richtige Zins sein muss. Das unablässige Ausweiten der Geldmengen führt zu Verschuldung, Inflationsschüben, Konjunkturzyklen,
Rezessionen und stellt damit letztlich eine Bedrohung für die freie Gesellschaftsordnung dar. Die
Rezessionen und stellt damit letztlich eine Bedrohung für die freie Gesellschaftsordnung dar. Die steigenden Verschuldungslasten machen die Volkswirtschaften zusehends störungsanfällig. Schon kleine Produktions- und Beschäftigungsverluste können die Kreditpyramide ins Wanken bringen. Und daher provoziert die Furcht vor der harten Landung regelmäßig öffentliche Rufe, die Zentralbanken müssten die Zinsen senken, um Arbeitsplatzverluste zu verhindern.
Warnungen vor dem Papiergeld gab es zuhauf. So schrieb der einflussreiche amerikanische Ökonom Irving Fisher (1867– 1947) bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts, dass sich für fast jede Gesellschaft die Entscheidung für Papiergeld als Fluch erwiesen hätte. Dabei ist eine Rückkehr zum freien Marktgeld leicht möglich; sie ist nicht mehr als eine gesellschaftliche Willensentscheidung. Der erste Schritt bestünde etwa darin, die nationale Geldmenge mit einem festen Umtauschverhältnis an
das Gold zu binden, das noch in den Kellern der nationalen Zentralbanken lagert, und gleichzeitig den Geldhaltern das Recht einzuräumen, ihre Bankguthaben jederzeit in Gold umtauschen zu können. In einem zweiten Schritt könnte das Geldsystem privatisiert und in ein System des „Free Banking“ entlassen werden. Wie in früheren Epochen auch würde der Wettbewerb vermutlich dafür sorgen, dass das gute Geld eines ist, das durch Gold oder Silber gedeckt ist.
Das Geld würde wieder das werden, was es immer war, bevor die Regierungen die Hoheit über die Notenpresse eroberten: eine Institution des freien Marktes, bestimmt durch Angebot und Nachfrage auf den Märkten. Gegenüber dem Status quo verspricht das freie Marktgeld viele Vorteile. Konjunkturverläufe würden weniger schwankungsanfällig, weil freies Marktgeld Fehlinvestitionen und damit Wirtschaftskrisen entgegenwirkt. Der Spielraum für wachstumsschädliche Marktinterventionen, die regelmäßig aus Wirtschafts- und Finanzkrisen erwachsen, würde zurückgedrängt. Damit würde auch die Bedrohung der Freiheit, die latente Gefahr monetärer Planwirtschaft, entschärft.
Ökonomisch und ethisch lässt sich das Papiergeldsystem kaum überzeugend rechtfertigen. Seine zweifelhafte Erfolgsgeschichte fordert geradezu auf, nach besseren Lösungen zu suchen, um Wohlstand zu erhalten. Freies Marktgeld ist unabdingbarer Baustein gesellschaftlicher Freiheit. In diesem Sinne schrieb Ludwig von Mises (1881–1973), einer der wohl bedeutendsten liberalen Denker des 20. Jahrhunderts: „Die Goldwährung macht die Gestaltung der Kaufkraft von dem Einfluss der Politik und der schwankenden wirtschaftspolitischen Anschauungen wechselnder politischer Majoritäten unabhängig. Das ist ihr Vorzug.“
http://www.markobutze.de/download/FluchdesPapiergelds_WirtschaftsWoche.pdf
Publikation: langfristig Werte sichern - Georg Hochreiter
Einleitung
Steigende Arbeitslosigkeit, eine sich beschleunigende Schuldenspirale, ein unter dem demographischen Wandel ächzendes Sozialversicherungssystem und die sich verbreitende Armut sind untrügliche Anzeichen für eine nicht mehr zu leugnende Wirtschaftskrise, die, soviel vorweg, erst in ihren Anfangszügen steht. In den kommenden Jahren werden weite Teile der Welt die Früchte des Inter- ventionismus ernten, der sich wiederum auf ein naives Vertrauen in die staatli- che Lenkungsfähigkeit stützt. Insbesondere die fortgesetzte Manipulation des Geldwesens durch die Zinspolitik der Zentralbanken, die als zentralistische und monopolisierte „Bank der Banken“ als Antithese einer freien und wohlha- benden Gesellschaftsordnung zu werten ist, hat zum gedeihlichen Reifungspro- zeß dieser teuflischen Früchte beigetragen. So verlockend der Glanz und Ge- schmack der Schale, so schmackhaft die Frucht, so bitter und unbekömmlich der Kern.
Wir lassen uns von den kurzfristigen Versuchungen der Äußerlichkeiten und des ersten Bisses nicht blenden und wagen den Blick hinter die Kulissen, um die tatsächlichen Gründe der Krise, sowie die Wechselwirkungen zwischen Wirtschaftspolitik und individuellem Verhalten zu identifizieren und um pro- funde Hilfestellung bei der persönlichen Vermögenssicherung zu bieten.
Des weiteren widmen wir uns der Fragestellung, welche persönlichen und gesellschaftlichen Veränderungen notwendig sind, um der Krise einen Auf- schwung folgen zu lassen. Denn diese Krise ist nicht gottgegeben, sondern die Folge weit verbreiteter Irrtümer über wirtschaftliche Abläufe und einer um sich greifenden Verantwortungslosigkeit, im politischen wie auch im privaten Bereich.
Wir werden weiters sehen, daß persönliche Freiheit und Wohlstandsmeh- rung ihr Gegensatzpaar in Unfreiheit und Wirtschaftskrisen finden, daß die Wiedergewinnung der individuellen Freiheit ein Bollwerk gegen Wirtschaftskri- sen aufbaut, während Unfreiheit Ursache und häufig auch Folge von Wirt- schaftskrisen ist. Nur umfassendes Wissen um die wirtschaftlichen Abläufe kann die Spirale von Wirtschaftskrise und weiterer Beschneidung der individu- ellen Freiheit stoppen und zurückdrehen. Deswegen konzentrieren wir uns nicht nur darauf, wie Sie die Krise erfolgreich meistern können, sondern im Sinne der vom Institut für Wertewirtschaft propagierten langfristigen Wertesi- cherung legen wir auch dar, wie das Aufkommen von weiteren Krisen zu ver- hindern ist.
Was Sie in diesem Buch nicht erwarten können sind Datumsangaben. Ein Datum für den Börsencrash, ein Datum für den Tag, an dem Staatsanleihen wertlos werden, ein Datum, an dem die Menschen das Vertrauen in das Pa- piergeld vollends verlieren. Solche Versprechen sind unredlich und können in der Ökonomie seriöserweise nicht gemacht werden. Ökonomische Aussagen betreffen immer nur die qualitative Dimension des Handelns. Ein Beispiel soll diese Unterscheidung verdeutlichen. Wir können mit Sicherheit sagen, daß eine veritable Wirtschaftskrise auf uns zukommt, weil die friedliche Interaktion der
Menschen durch unzählige politische Eingriffe, allen voran durch die Manipu- lation des Geldes, verzerrt wird und diese Verzerrungen irgendwann einmal aufbrechen müssen. An welchem Tag dies passiert, an welchem Tag also die Börsen kollabieren und um wieviel Prozent sie fallen werden, ist hingegen nicht zu quantifizieren. Mit derselben Sicherheit kann festgestellt werden, daß mit jedem weiteren Tag, an dem die Manipulation des Geldes fortgesetzt wird, der Crash schlimmer ausfallen wird. Um wieviel schlimmer, ist wiederum nicht in Zahlen zu fassen.
Der Anspruch dieser Publikation ist zweierlei. Zum einen möchte „Werte Sichern“ Sie kurzfristig bei der Sicherung Ihrer Werte unterstützen und zum anderen einen kleinen Ausschnitt jener Ideen kommunizieren, die Ihnen lang- fristig die Mehrung nachhaltiger Werte überhaupt erst ermöglicht.
Methodisch vertrauen wir auf die drei Schritte "Sehen - Verstehen - Han- deln":
1) Sehen
a. Krisensymptome identifizieren
b.Häufige Wirtschaftsirrtümer und Denkfehler erkennen c. Bedrohungen zeitgerecht feststellen
2) Verstehen
a. Die wirtschaftlichen und politischen Dynamiken der Krise erfassen
b. Scheinwerte von echten Werten unterscheiden
c. Aus der Geschichte lernen: Was verursachte frühere Wirtschaftskrisen
3) Handeln
a. Kurzfristig: Wie Sie wichtige Informationen aus den Nachrichten heraus- filtern
b. Mittelfristig: So schützen Sie Ihr Vermögen
c. Langfristig: Werte für einen nachhaltigen Wohlstand vermitteln
Mit dem Versuch, Ihnen, dem werten Leser, die – teilweise im Hintergrund wirkenden – Dynamiken näher zu bringen, möchten wir Ihnen sowohl das not- wendige theoretische Wissen vermitteln als auch praxisnahe Werkzeuge vorstel- len. Gerade in unruhigen Zeiten erweist sich die Kombination aus allgemein gültiger Theorie und situationsbezogener Praxis als unschätzbarer Vorteil, der Ihnen ein freies und eigenständiges Handeln ermöglicht.
http://www.markobutze.de/Langfristig_Werte_sichern.pdf
Finanzmonopoly - wem nützt das heutige Geldsytem
Das weltweite Finanzmonopoly oder wem nützt das heutige Geldsystem?
Unsere Gesellschaft ist strukturiert und kontrolliert von Organisationen. Wirtschaftliche Organisationen, Politische Organisationen, Religiöse Organisationen, Soziale Organisationen, Internationale..., Nationale....., Regionale Organisationen, Schulen, Medienanstalten. Diese Organisationen bestimmen überwiegend unser Denken und unser Handeln, durch deren Konditionierung, welche wir über unsere fünf Sinne wahrnehmen und mit unserem Versand interpretieren. Die Organisationen werden überwiegend von der Hochfinanz finanziert und bestimmen den heutigen Zeitgeist. In diese Strukturen werden wir hineingeboren und in einem Schablonendenken gefangen gehalten. Das ist unsere Realität und diese Realität wird nicht angezweifelt. Sehr wenige Menschen sind in der Lage, sich eine ganz andere Welt als die auf Kulissen aufgebaute Scheinwelt wirklich vorzustellen. Die heutigen Finanz- Organisationen, die am allerwenigsten angezweifelt und durchschaut werden, halten die Menschen in Abhängigkeit, Mangel, Unwissenheit und Angst um den größten Teil der Menschheit kontrollieren zu können. Dieses Wirtschaftsystem das scheinbar grundlegend notwendig ist für unseren Wohlstand, soll die Ursache für die immer weiter zunehmende weltweite Verarmung und Versklavung sein?
Und selbst heute, wo ein großer Teil der Menschheit selbst erlebt wie das System voll von korrupter Gier unsere gesamte Gesellschaft bestimmt und auf Dauer ruiniert, werden solche Erkenntnisse und Gedanken ganz schnell wieder verdrängt. Denn dieses System ist so mächtig und so monumental für unsere Gesellschaft, das ein Wechsel zu einer anderen Gesellschaftsform undenkbar erscheint.
Alle bisher mir bekannten Gesellschaft- und Wirtschaftsformen, ob Sozialismus, Demokratie Kommunismus oder Kapitalismus liefern immer wieder die selben Ergebnisse, nämlich die Umverteilung von Vermögen, wobei die Gewinner dieser verschiedenen Gesellschaftssysteme immer wieder der gleichen Oligarchie angehören, welche die Gewinne einstreichen und die „normalen“ Bürger und dass sind immerhin die restlichen gut 90 Prozent der Welt, die Zeche zahlen.
Das heisst für mich konkret, dass die Auswirkungen eines kapitalistischen oder sozialistischen Systems für die Masse der Menschen im Kern nahezu identisch sind - nämlich Armut!
In einer Welt, wo ca. 300 der mächtigsten Familien 50 Prozent aller Einkünfte kassiert, in einer Welt wo jeden Tag vielen tausend Kinder aufgrund von erzeugter Armut und vermeidbaren Krankheiten sterben und über 50 Prozent der Weltbevölkerung von einem Einkommen von unter 2 Dollar pro Tag leben muss und die Spekulation an den Börsen um das vielfache höher ist als das Weltsozialprodukt ist eines klar:
Etwas läuft verdammt schief in diesem auf „Demokratie“ aufgebautem System!
Das Grundproblem auf unserer Welt ist unser Geldsystem welches einen unendlichen Schuldensog erzeugt und uns zwingt die meisten Entscheidungen und Handlungen in unserem Leben nach finanziellen Profit auszurichten. Dadurch verschwenden wir (bewusst und unbewusst) einen großen Teil unsere Kraft mit selbstsüchtigen, oft korrupten Verhalten
unseren Mitmenschen gegenüber, da unser Geldsystem die meisten Menschen dazu zwingt, uns gegenseitig zu bekämpfen um überleben zu können.
Dazu eine kleine Geschichte:
Die kleine Geschichte des Geldes
Es war einmal ein kleines Dorf im australischen Busch. Dort bezahlten die Menschen alles mit Naturalien. An jedem Markttag spazierten sie mit Hühnern, Eiern, Schinkenkeulen und Broten herum und verhandelten lange miteinander über den Tausch der Güter, die sie benötigten.
In wichtigen Zeiten im Jahr, etwa zur Ernte oder wenn jemand nach einem Unwetter seinen Stall reparieren musste, erinnerten sich die Menschen wieder an die Tradition, einander zu helfen. Jeder wusste, wenn er einmal in Schwierigkeiten geraten sollte, würden die anderen ihm helfen.
An einem Markttag tauchte ein Fremder auf. Er trug glänzende schwarze Schuhe und einen eleganten weißen Hut und beobachtete das Treiben mit einem hämischen Lächeln. Beim Anblick eines Farmers, der verzweifelt versuchte, die sechs Hühner einzufangen, die er gegen einen großen Schinken eintauschen sollte, konnte er sich das Lachen nicht verkneifen.
Die arme Frau des Farmers hörte seine Worte und sprach ihn an: „Meinen Sie, Sie kämen mit den Hühnern besser zurecht?“ fragte sie ihn.
Mit den Hühnern nicht, „erwiderte der Fremde“, aber es gibt einen viel besseren Weg, sich den ganzen Ärger zu ersparen. „Ach ja, und wie soll das gehen?“
„Sehen Sie den Baum dort“, sagte der Fremde. Ich gehe jetzt dorthin und warte, bis einer von euch mir eine große Kuhhaut bringt. Dann soll jede Familie zu mir kommen. Ich werde euch den besseren Weg erklären. Und so geschah es. Er nahm die Kuhhaut, schnitt gleichmäßige runde Stücke davon ab und drückte auf jedes Stück einen kunstvoll gearbeiteten, hübschen kleinen Stempel.
Dann gab er jeder Familie zehn runde Stücke und erklärte, dass jedes den Wert von einem Huhn habe. „Jetzt könnt ihr mit den Lederstücken Handel treiben anstatt mit den widerspenstigen Hühnern.“
Das leuchtete den Farmern ein. Alle waren sehr beeindruckt von dem Mann mit den glänzenden Schuhen und dem interessanten Hut. „Ach, übrigens“, meinte er noch, nachdem jede Familie ihre zehn runden Lederstücke entgegengenommen hatte, in einem Jahr komme ich zurück und sitze wieder unter diesem Baum.
Ich möchte, dass jeder von euch mir 11 Stücke zurückgibt. Das elfte Stück ist ein Unterpfand (Zins) der Wertschätzung für die technische Neuerung, die ich in eurem Leben eingeführt habe. „Aber wo soll das elfte Stück denn herkommen?“ fragte der Farmer mit den sechs Hühnern????????
„Das werdet ihr schon sehen“, erwiderte der Mann und lächelte beruhigend.
Angenommen, die Bevölkerungszahl und die Produktion bleiben im folgenden Jahr genau gleich, was, glauben Sie, wird geschehen? Bedenken Sie, dass das 11. Lederstück gar nicht abgeschnitten wurde.
Darum, so lautet die Schlussfolgerung, muss jede 11. Familie ihre gesamten Lederstücke verlieren, auch wenn alle gut wirtschaften, denn nur so können die übrigen zehn ihre 11 Stück bekommen.
Als das nächste Mal ein Unwetter die Ernte einer Familie bedrohte, waren die Menschen nicht so schnell bei der Hand mit dem Angebot, beim Einbringen der Ernte zu helfen. Zwar war es wirklich sehr viel bequemer, an Markttagen nur die Lederstücke auszutauschen und nicht die Hühner, aber die neue Sitte hatte die unbeabsichtigte Nebenwirkung, dass sie die traditionelle spontane Hilfsbereitschaft im Dorf hemmte. Statt dessen entwickelte das neue Geld einen systembedingten Sog zum Wettbewerb zwischen allen Beteiligten.
Was sagt uns diese Geschichte?
Geld ist kein Spekulationsmittel oder Hortungsmittel!
Der systembedingte Fehler lag an der Verarmung der 11. Familie durch den Zins!
Diese kleine anschauliche Geschichte soll uns zu verstehen geben, dass Geld hier in diesem Beispiel lediglich 3 Hauptfaktoren erfüllen sollte, nämlich
-
Geld ist eine Tauschvereinfachung (Geld statt Hühner)
-
Geld ist ein Wertmaßstab (1 Lederstreifen = 1 Huhn)
-
Geld muss umlaufen (es ist das Blut der Wirtschaft)
Genauso bringt das heutige Währungssystem alle am Wirtschaftsleben Beteiligten in eine Konkurrenzsituation zueinander. Unsere Bank schafft nicht die Zinsen, sondern sie schickt uns hinaus in die Welt in den Kampf gegen alle anderen, damit wir am Schluss die Zinsen oftmals doppelt und dreifach wieder einbringen. Die Bank bestraft uns im Falle eines Misserfolges mit Bankrott und somit dem Verlust unserer Lebensgrundlagen.
Wenn uns Banken Kredite gewähren, überprüft sie, ob wir überhaupt in der Lage sind, mit den anderen Mitspielern zu konkurrieren und gegen sie zu gewinnen, das heißt etwas aus Ihnen herauszupressen, was gar nie geschaffen wurde. Zusammenfassend halten wir fest; dass das moderne Währungssystem uns zwingt, uns kollektiv zu verschulden, um mit Anderen in der Gemeinschaft zu konkurrieren, damit wir die Mittel erhalten, die den Austausch zwischen uns erst ermöglichen.
Durch die Zurückgabe dieser 11 Lederstücke müssen hier in diesem Beispiel systembedingt mit der Zeit die eine oder die andere Familie verarmen, da schlichtweg ein Lederstück aus dem Geldkreislauf (Lederkreislauf) entzogen wird und dieses als Unterpfand (Zins) dem fremden Mann (Bank) mit den glänzenden schwarzen Schuhen zugute kommt und somit dem Wirtschaftskreislauf entzogen wird. In diesem kleinen Beispiel können wir sehr gut erkennen,
dass dieses Zinsgeld verantwortlich ist, dass die Bürger auf Dauer systembedingt ärmer und ärmer werden müssen, da der Betrag für den fälligen Zins ja nie kreiert wurde und genau das ist heute der Fall.
Geld kann in unserem heutigen Schuldgeldsystem nur durch einen zinspflichtigen Kredit entstehen, bei dem der Zins nie mitkreiert wurde. Somit konnte dieser Zins auch nicht bezahlt werden und so entstand eine Aufholjagd nach dem Zinsgeld. Es musste also zusätzliches Geld geschaffen werden was nur über eine weitere Verschuldung (Kredite) möglich ist und somit zu einem ständigen Wachstumszwang in der Wirtschaft führt. Deswegen kam es auch zur Globalisierung, da die exponentiell anwachsenden Geldvermögen durch den Zins und Zinseszins zu einer ständigen Expansion zwingen. Auf der Suche nach ständig neuen Schuldnern, wurde über den Bau von Infrastrukturmaßnahmen, Immobilienverschuldung, Kreditkartenverschuldung, Kriege usw. weltweit die Verschuldung ins unermessliche getrieben. Durch Kriege z.B. wurden die Gewinne privatisiert und die Verluste sozialisiert.
Das Ziel ist die geplante Umverteilung von Volksvermögen die Richtung der Hochfinanz (Elite)!
Wenn die Besitzstände in diesem Monopoly verteilt sind, gibt es nur noch eine kleine Anzahl von Gewinnern und der Rest der Menschheit ist Verlierer.
Am Ende von diesem Monopoly hat die Elite alle Werte (Sachwerte wie: Wasserwerke, Immobilien, Elektrizitätswerke, Autobahnen usw.) und alles Geld!
Ohne Geldvermögen keine Schulden und ohne Schulden gibt es keine Geldvermögen!!!
„Ich sehe in naher Zukunft eine Krise heraufziehen. In Friedenszeiten schlägt die Geldmacht Beute aus der Nation und in Zeiten der Feindseligkeiten konspiriert sie gegen sie. Sie ist despotischer als eine Monarchie, unverschämter als eine Autokratie, selbstsüchtiger als eine Bürokratie. Sie verleumdet all jene als Volksfeinde, die ihre Methoden in Frage stellen und Licht auf ihre Verbrechen werfen. Eine Zeit der Korruption an höchsten Stellen wird folgen, und die Geldmacht des Landes wird danach streben, ihre Herrschaft zu verlängern, bis der Reichtum in den Händen von wenigen angehäuft und die Republik vernichtet ist.“
Zitat: Abraham Lincoln
Fazit: Dieses Schuldensystem kann nur funktionieren, wenn immer mehr Schulden gemacht werden, da die Geldvermögen exponentiell anwachsen!
Deswegen müssen sich auch ständig entweder die Staaten, Unternehmen und Privathaushalte verschulden und zwar in dem Umfang, wie die Geldvermögen zunehmen.
Merke:
Der exponentiell anwachsende Zinszwang rief nach neuen Krediten und damit nach neuer Verschuldung und somit zu steigenden Preisen der Güter und Abwertung des Geldes (Inflation). Geld entsteht seit jeher aber nur über Ressourcen oder Verschuldung. Da die Ressourcen immer im Besitz des Staates oder der Hochfinanz sind, bleibt dem größten Teil des Volkes nur die Verschuldung und „unfreiwillige“ Versklavung im Hamsterradlauf. Geld bewirkt nichts anderes als eine legale Verarmung des größten Teils des Volkes durch die Zinswirtschaft der Hochfinanz und ihrer monopolisierten Geldkreierung.
Die Abschaffung des Zinses und der Spekulation löst aber dieses Problem nicht allein. Der Fehler des heutigen Geldsystems liegt vor allem aber auch in der Monopolisierung und dem Zugang zur Geldkreierung, welche die Hochfinanz nur unter Ihren exklusiven Kreisen gestattet.
Ganz nach dem Zitat eines berühmten Bankiers: „Erlaube mir das Geld einer Nation herauszubringen und zu kontrollieren und ich kümmere mich nicht darum, wer unsere Gesetzte macht.“
Persönliche Einschätzung der Lage:
Wir haben eine ausgeprägte Stagflation die in eine Depression wechselt und in einer Hyperinflation endet. Bei einer Phase der Stagflation gelingt es einer Volkswirtschaft weder, die Produktionskapazitäten durch vermehrten Geldeinsatz und Krediterleichterung stärker auszulasten, noch die überhöhte Geldentwertungsrate durch ein geringes Aktivitätsniveau zu reduzieren. Beide Ziele schließen sich gegenseitig aus und stellen insofern ein wirtschaftliches Dilemma dar (siehe Grafik unten).
Fazit: Wir werden in den nächsten Jahren unsere Ziergärten wieder in Nutzgärten umwandeln. Dies birgt aber wieder die Chance für die Gesellschaft gemeinsam zu wirken, anstatt uns gegenseitig zu bekämpfen.
Lösung des Wirtschafts- und Geldproblems:
Die Ressourcen müssen wieder in das Eigentum der Gemeinschaft rückgeführt werden, dazu gehört nicht nur das Land mit seinen Bodenschätzen sondern auch die Luft, das Wasser, die Energie, die Nahrung, sowie alles andere was zu unseren Lebensgrundlagen dient.
Die Geldkreierung, sowie auch die Politik, müssen wieder unter die Kontrolle des Volkes. Geldkreierung muss dort erfolgen wo das Geld fehlt und das ist im Volk. Wenn jeder Bürger nach Art der Banken, fraktionales Geld kreieren kann (durch eine erbrachte Leistung), so braucht er keine Abhängigkeit zu den Banken eingehen. Souveräne Menschen sollten sich gegenseitig eigenen Leistungsversprechen gegenüber anderen Menschen abgeben und diese verbriefen. Deswegen sollte sich der Vergleichsmaßstab an geleisteter Arbeit und vergleichbarem Energieaufwand orientieren. Geld kann immer nur gegen ein Leistungsversprechen entstehen und nicht durch Schuld. Die Quelle der Wertsteigerung ist die menschliche Arbeit (Maschinen) und nicht das Kapital. Es ist ein Naturgesetz, dass ohne Leistung kein Geld möglich ist- ohne dass es inflationiert. Das Problem liegt daher in der Leistungsrückzahlung. Wird es nicht zurückbezahlt- d.h. die entsprechende Leistung nicht erbracht- so inflationiert es.
Damit dass nicht passiert fordern die Banken im heutigen Geldsystem ein Pfand und das Wechselsystem (siehe Wechselgesetz von 1934 / Wikipedia) einen Bürgen. Dieser Bürge ist im Wechselsystem die Wohngemeinde (Familie). Damit entsteht ein guter Grund sich mit der Wohngemeinde gegenüber als nützliches und redliches Mitglied der Gemeinschaft zu
beweisen. Dies stärkt gleichzeitig die Gemeinschaft durch ein Wertesystem und eliminiert die Kriminalität. Das heisst also: Geld kann nur auf Leistung basieren, sonst ist es kein Geld!
Es gibt nicht genügend Ressourcen für die Gier der Menschen, aber für ihre Grundbedürfnisse
Zitat: Mahatma Gandhi
Persönliche Vorbereitung auf den kommenden Wandel:
Zukunft durch Autarkie und Selbstversorgung:
Denken Sie wieder weniger in Geld und Prozenten, sondern mehr an ihre Lebensgrundlagen. Wir müssen wieder raus aus dem künstlich erzeugtem Mangel und dieser vom System erzeugten Abhängigkeit und uns untereinander vernetzen um unsere eigenen Lebensgrundlagen zu schaffen. Kreieren Sie mit Ihren gleich gesinnten Mitmenschen eigene Austauschsysteme, Energieversorgung usw. und wenn möglich eigenes regionales Geld als Tauschmittel bzw. Wertmaßstab um den Austausch untereinander zu vereinfachen. Gold und Silber sollte man sicherlich auch berücksichtigen, da es das bessere Geld innerhalb dieses verrückten Geldsystems ist. Es repräsentiert immerhin einen physischen Tauschwert, weil zu seiner Herstellung eine echte Leistung erbracht werden musste. Aber letztendlich bleibt auch Gold und Silber im Tausch gegen wirkliche Lebensgrundlagen eine Frage der Akzeptanz durch die Gegenseite und birgt die Gefahr, dass das neue Währungssystem in der Gestalt eines bargeldlosen Währungssystems anhand einer Debitkarte oder aber eines implantiertem Chips nicht mehr ohne Kontrolle eintauschbar ist.
Der Wandel zu einer besseren Welt liegt im Bewusstsein:
Meiner Meinung nach ist es nahezu egal welches Gesellschaftssystem danach kommen wird, es wird nicht viel nützen wenn sich das Mangeldenken der Menschen und Ihre Gier nicht ändern.
Lösungsweg:
Die Zusammenhänge in der Welt verstehen durch die Erkenntnis (Information). Die Menschen müssen sich ihrer geistigen Ketten bewusst werden. Denn durch Information die Transformation des Bewusstseins.
Die verstandenen Zusammenhänge umsetzen durch TUN und sie auch vorleben.
Deine Mitmenschen so zu behandeln, wie Du von Anderen gerne behandelt werden willst
(Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst).
Erkenne Dich selbst und Du erkennst dass alles Eins ist.
Alles was Du Deinen Mitmenschen (Mitwelt) antust kommt auf Dich zurück.
8
Wenn wir den vorherigen Blick in die Zukunft nicht mögen, besitzen wir noch die Chance zu einer Umkehr. Die Zukunft wird das sein, was wir aus ihr machen!
Eine positive Veränderung in der Welt entsteht nur durch das wahrhaft erwachte Bewusstsein vieler Einzelner und die von diesem Geist getragenen Handlungen!
Ich habe nie verstanden, warum Menschen dauernd Dinge tun, die sie nicht tun wollen. In den psychologischen Schriften habe ich viele Gründe der Angst kennen gelernt. Aber immer, wenn ich in der Zeitung nachschaue, finde ich, daß große Verbrechen aus keinem anderen Motiv begangen werden, als daß Menschen unter Schuldenzwängen Geld benötigen.
Warum führen wir sonst Krieg?
Denken Sie immer daran:
Gemeinsam sind auch die Schwachen mächtig. Wir müssen uns weigern, Feinde zu sein und erkennen dass dieses auf Mangel aufgebaute Geldsystem uns zwingt sich gegenseitig zu bekämpfen!!!
Wenn die Kraft der Liebe stärker ist als die Liebe zur Macht, dann wird die Welt den Frieden kennen gelernt haben!
Zitat: Jimi Hendrix
Der Autor wurde 1966 geboren. Er war Kaufmann in der Industrie und befasste sich über ein Jahrzehnt lang mit dem Geldwesen. Durch eine Erkrankung erlebte und gelebte Bewusstseinswandlung, damit Beginn eines Heimstudiums in der Erkenntnistheorie, Naturwissenschaften, Philosophie, Geschichte, Psychologie, Metaphysik und dem Geldwesen. Keine dogmatische Ausrichtung religiöser oder parteipolitischer Art, sondern Erkennen und Verstehen durch Information (Selbsterkenntnis). Für die private Vermögensverwaltung und Geldanlage ist jeder selbst verantwortlich. Über Informationen zu speziellen Anlageprodukten sollte sich jeder vor der Investition selbst informieren und keiner Institution blindlings vertrauen. Dieser Artikel ist eine völlige unverbindliche Information und keinerlei Anlage oder Finanzempfehlung.
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