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Dienstag, den 11. Oktober 2011 um 11:36 Uhr

Strategische Metalle als Kapitalanlage

Nichts ist mehr sicher.
Die Anleger sind verunsichert und flüchten in Gold und Silber.

Es gibt aber noch eine weitere Alternative: strategische Metalle, aber diese werden kaum beachtet!

Strategische Industriemetalle sind interessante reale Sachwerte.
Ohne strategische Metalle funktioniert nichts. Sie sind sozusagen die »Mütter aller Sachwerte«. Ohne sie gäbe es zum Beispiel keine Computer, Handys, Autos, Häuser oder Hosen. Und dennoch werden sie kaum beachtet.
Anders bei den Chinesen, die sich in vielen Rohstoffförderländern alle verfügbaren Rohstoffe sichern, weil sie heute schon der größte Verbraucher vieler Metalle sind und rund ein Viertel des weltweiten Angebots für sich in Anspruch nehmen. Die Nachfrage an metallischen Rohstoffen ist ungebrochen, was die Preissteigerungen von 50 bis 80 Prozent in den letzten Jahren beweisen. Ein weiterer Grund liegt in der Vergangenheit und ist auf die mangelnde Investitionsbereitschaft zur Erschließung neuer Minen zurückzuführen. Neue Vorkommen zu fördern dauert Jahre, deshalb ist in absehbarer Zeit nicht damit zu rechnen, dass die Minengesellschaften ihr Angebot erhöhen werden.

Die Situation an den Finanzmärkten zeigt, dass physisches Eigentum an Sachwerten, wie z. B. strategischen Metalle oder Edelmetallen eine höhere Sicherheit bietet als ein geldwertes Zertifikat irgendeiner Bank. Strategische Metalle decken die wichtigsten Schlüsselindustrien ab und sind für (fast) alle Zukunftstechnologien unverzichtbar.

Indium, Hafnium, Gallium, Wismut, Tantal und Tellur werden in rund 80 Prozent aller Industriezweige weltweit dringend benötigt.

Hier eine kleine Übersicht aus mehr als 21 verschiedenen Metallen, welche Sie physisch kaufen können.

wismut

Wismut - strategisches Metall
Das Metall wurde 1830 erstmals als eigenständiges Element nachgewiesen, nachdem es lange Zeit als Abart von Blei und Zinn angesehen wurde. Die Produktion von Wismut ist bis heute abhängig von Blei oder Wolfram, da es überwiegend aus dessen Erzen gewonnen wird. Wismut wird heute für Legierungen und in der Pharmaindustrie eingesetzt, etwa in einem Magenmittel. Es hat ähnliche Eigenschaften wie Schwermetalle, ist aber (nach bisherigem Forschungsstand) ungiftig. Es dient daher auch als Bleiersatzstoff. Es wird zudem verwendet in: antiseptischen Brandsalben und Puder, Magentherapeutika, Blutstillungspuder, Röntgenkontrastmittel, optischen Gläsern, hochwertigen Lacken, Kunststoffen, Druckfarben und Kühlmitteln für Kernreaktoren.

Die Weltjahresproduktion beträgt 7.500 Tonnen. 60 Prozent davon kommen aus China, wo noch 240.000 Tonnen Wismutreserven vermutet werden.

tantalTantal - strategisches Metall

Gustaf Ekeberg entdeckte Tantal im Jahre 1801 in finnischem Columbit-Erz. Bevor Wolfram dafür eingesetzt wurde, war es der Stoff, aus dem Drähte in Glühbirnen hergestellt wurden. Heute findet man Tantal in Kondensatoren für Handys und Autos, Computern, Spielekonsolen und medizinischen Geräten. Weil Tantal mit 3.017 Grad Celsius einen sehr hohen Schmelzpunkt besitzt, wird es auch als Hochtemperatur-Legierung etwa bei Flugzeugturbinen eingesetzt. In der Chirurgie wird es dank seiner Ungiftigkeit als Implantat (Knochennägel, Prothesen, Kieferschrauben) eingesetzt, da es mit Körperflüssigkeiten nicht reagiert.
Die Weltjahresproduktion beträgt 1.160 Tonnen, doch das ist zu wenig, da für die Kondensatoren schon alleine 551 Tonnen verbraucht werden. Tantal wird vor allem in Australien produziert, danach folgen Brasilien und Kanada.

tellurTellur - strategisches Metall

Das Halbmetall Tellur ist weich und spröde und lässt sich damit perfekt zu Pulver verarbeiten. Der österreichische Chemiker und Mineraloge Franz Joseph Müller von Reichenstein entdeckte es bereits im Jahre 1782 und hielt es zunächst für »geschwefelten Wismut«. Erst 15 Jahre später verifizierte der Berliner Chemiker Martin Heinrich Klaproth das Element Tellur. Heute wird es als Legierungselement für die Stahl-, Gusseisen-, Kupfer- und Bleiherstellung, die Kabelindustrie und für DVD- und Blu-ray-Beschichtungen verwendet, ebenso in der Fotovoltaik und für Glas- und Keramikfarben.
Die Weltjahresproduktion beträgt 180 Tonnen, zwei Drittel davon kommen aus den USA, Kanada, Japan und Peru.

indiumIndium - strategisches Metall

Indium wurde 1863 von den beiden deutschen Chemikern Ferdinand Reich und Theodor Richter entdeckt und 1867 erstmals auf der Weltausstellung in Paris präsentiert. Aber erst während des Zweiten Weltkrieges begann die kommerzielle Nutzung als Beschichtung von Lagern in Flugzeugmotoren. Heute findet man Indium im iPhone, in allen Displays, im Handy, im Flachbildschirm und am Computer. Weitere Verwendungen: Lager in Triebwerken, Touchscreens, Medizintechnik, Solartechnologie, Leuchtdioden, Apparatebau, Lote und Spezialbeschichtungen.
Die Weltjahresproduktion beträgt nur rund 600 Tonnen, mehr als fünfzig Prozent davon stammen aus China. Bis 2030 soll der Jahresbedarf bei knapp 1600 Tonnen liegen.

galliumGallium - strategisches Metall

Der Chemiker Paul Emile Lecoq de Boisbaudran entdeckte Gallium im Jahr 1875, das oft als ungiftiger Quecksilberersatz in Thermometern verwendet wird. Heute ist es in der Halbleitertechnik unabdingbar. In zahlreichen Verbindungen findet man Gallium auch in vielen Leuchtdioden (LEDs). Das Metall ist sehr selten.
Nur rund 100 Tonnen werden weltweit produziert, die Hälfte davon in China, Deutschland und Japan. Edel, gut und wertvoll ist Gallium, das außerdem in elektronischen Hochfrequenzbauteilen, integrierten Schaltkreisen, Laser, Solarzellen zur Stromversorgung von Satelliten, Legierungszusätzen und Flüssigmetall-Wärmeleitpasten verwendet wird.

Hafnium - strategisches Metall

Zufällig entdeckten der niederländische Physiker Dirk Coster und der ungarische Chemiker George de Hevesy bei einer Röntenspektroskopie im Jahr 1923 das Hafnium. Es ist sehr schwer zu gewinnen, da man es erst aufwendig vom Zirkonium trennen muss. Hafnium stammt zu großen Teilen aus Südamerika und Australien und kommt in großen Mengen vor. Das Gesamtvolumen wird auf etwa eine Million Tonnen geschätzt. Das Metall ist sehr korrosionsbeständig und hat die einmalige Eigenschaft, Elektronen in die Luft abzugeben. Hafnium wird auch in Kernreaktoren und in Computerchips eingesetzt, das dort allmählich das Silizium ablöst, das es weniger Leckströme verspricht. Die Weltjahresproduktion beträgt – trotz des reichen Vorkommens – nur 65 Tonnen.