Schnellfinder: Grundwissen für Edelmetallanleger

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Mittwoch, den 04. Januar 2012 um 20:15 Uhr

Cadmium - strategisches Industriemetall

Cadmium

Cadmium hat eine silber-weiße Farbe und lässt sich durch seine Leichtigkeit sehr gut formen. Dabei verbrennt es an der Luft mit einer hellen, roten Flamme. Überwiegendes findet man natürliches Cadmium in Zinkerzen.

Anwendungen

Als Legierungsbestandteil findet Cadmium seinen Haupteinsatz. Jedoch wird es ebenfalls zur Beschichtung von diversen Metallen verwendet, wie z.B. Eisen und Stahl. Durch diesen Arbeitsschritt werden die Metalle beständiger. Eine große Rolle spielt Cadmium auch in Farben, so gibt es z.B. das Cadmiumgelb. Aufgrund der guten Absorption von Neutronen, wird Cadmium auch in Kernreaktoren als Abschirmmaterial verwendet. 

Cadmium wird als Legierungsbestandteil verwendet. Es wird auch zur Beschichtung von Metallen eingesetzt (vorrangig Eisen und Stahl), welche sie beständiger machen. Cadmium ist außerdem ein wichtiger Bestandteil in Farben (Cadmiumgelb). Da Cadmium eine gute Absorption von Neutronen besitzt, wird es auch in Kernreaktoren als Abschirmmaterial eingesetzt. Ferner wird es in Nickel-Cadmium-Akkumulatoren eingesetzt.

Daten 

Chemisches Element: Cd
Schmelzpunkt: 320,9°C
Siedepunkt: 767°C
Spezifisches Gewicht: 8,65 g/cm3
Lieferbare Reinheit: 99,95 %

Lieferbare Formen:
Folien, Bleche
0,5/1x500x1000 (mm)
Verpackungseinheit: Stück

Dienstag, den 27. Dezember 2011 um 14:14 Uhr

Arsen - strategisches Industriemetall

Arsen

Arsen ist Bestandteil der seltenen Elemente und wird hauptsächlich als Nebenprodukt bei der Aufarbeitung von sulfidischer Erze heraus gewonnen. Bei Arsen handelt es sich um ein Halbmetall, dass in drei Modifikationen vorkommt, dabei werden folgende Arsenarten unterschieden: graues, gelbes und amorphes Arsen. Die beständigste Version von Arsen ist das so genannte Graues Arsen es ist zugleich eine metallische Modifikation. Weder Wasser noch nicht oxidierten Säuren können das graue Arsen angreifen. Ab 613°C geht das graue Arsen sofort in den gasförmigen Zustand über, das besondere daran ohne vorher zu schmelzen, dieses Phänomen bezeichnet man als Sublimation.

Anwendungen

Arsen findet hauptsächlich als Legierungsbestandteil für Kupfer- und Bleiliegerungen Verwendung. Außerdem nutzt die bedeutende Halbleitertechnik ebenfalls die Eigenschaften von Arsen.

Daten 

Chemisches Element: As
Schmelzpunkt: sublimiert
Siedepunkt: 613°C
Spezifisches Gewicht: 5,72 g/cm3

Dienstag, den 29. November 2011 um 18:59 Uhr

Antimon - strategisches Industriemetall

Antimon

Antimon ist ein silberglänzendes, sprödes Halbmetall, das sich leicht zerkleinern lässt. Bei Raumtemperatur wird es von Luft und Wasser nicht angegriffen.

Anwendungen

Antimon dient hauptsächlich als Legierungsbestandteil zur Härtung anderer weicher Metalle wie Blei, Kupfer, Zinn oder Zink. Sehr reines Antimon wird auch in Halbleitern verwendet.

Daten 

Chemisches Element: Sb
Schmelzpunkt: 630,5°C
Siedepunkt: 1587°C
Spezifisches Gewicht:6,68 g/cm3

Montag, den 03. Oktober 2011 um 20:53 Uhr

Tantal - strategisches Industriemetall

Tantal

Tantal ist ein weißes, formbares Metall. Es gehört zu den Übergangsmetallen. An der Luft verbrennt es zu Ta2O5(Tantalpentoxid).

Anwendungen

In Legierungen ist Tantal sehr hart und wird zur Herstellung von chirurgischen Instrumenten, elektronischen Bauelementen und Schnelldrehstählen verwendet.

Daten 

Chemisches Element: Ta
Schmelzpunkt: 3017°C
Siedepunkt: 5458°C
Spezifisches Gewicht: 16,654 g/cm3

HISTORIE:
Tantal wurde 1802 in Schweden entdeckt. Tantal kommt üblicherweise in Tantalit-Columbiterzen (Nioberzen) vor. Die Weltbergwerksproduktion beläuft sich z.Zt. auf etwa 1270 t (2004) Tantalinhalt. 

EIGENSCHAFTEN:
Tantal hat einen sehr hohen Schmelzpunkt von 2996 °C. Tantal zeichnet sich ebenfalls durch gute Verformbarkeit bei großer Härte aus. Wichtigstes Tantalmerkmal ist seine ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit. Die meisten Tantaleigenschaften stehen in einem engen Verhältnis zur Reinheit des Tantalmetalls. Tantal wird zum Teil als Legierungsbestandteil für Stahl, insbesondere als Tantalkarbid eingesetzt. Ansonsten sind tantalhaltige Legierungen weniger bedeutend. 

HEUTIGE VERWENDUNG/BEDARF :
Neben dem Einsatz in Kondensatoren, in Tantallegierungen für Hartmetall und tantalhaltiger Superlegierungen, dient Tantal zur Produktion von harten hitzefesten und äußerst korrosionsfesten Instrumenten und Apparaten (auch Tantalbleche, Tantalrohre, Tantaldrähte etc.). Tantal ersetzt hier teilweise das erheblich teurere Platin. 

Montag, den 03. Oktober 2011 um 20:51 Uhr

Germanium - strategisches Industriemetall

Schmelzpunkt: 937,4° Celsius 
Spezifisches Gewicht: 5,32 g/cm3
Farbe: schwarzgrau
Siedepunkt: 2830° Celsius 

HISTORIE:
Germanium wurde 1886 vom deutschen Chemiker Clemens Winkler im Silbererz Argyrodit entdeckt, das aus der Grube Himmelsfirst bei Freiburg in Sachsen stammte. Winkler benannte das Metall nach seinem Heimatland. 1920 wurde im heutigen Namibia mit dem Mineral Germanit das erste reichere Germanium-Vorkommen entdeckt. Ab 1941 wurde in den USA erstes reines Germanium gewonnen, ab 1955 bedingt durch Vorkommen des Germanium-Erzes Renierit in der Kongoprovinz Katanga dann in größerem Umfang in Belgien. Germanium-Minerale lassen sich eigenständig nicht ökonomisch abbauen. Germanium-Minerale werden meist in sulfidischen Kupfer- , Zink- und Bleilagerstätten als Nebenmineral gewonnen. Aber auch in Kohlevorkommen (besonders hoch in britischen Kohlevorkommen) findet sich Germanium. Zusätzlich findet sich Germanium in Flugstäuben und Schlämmen der Blei-, Zink- und Kupferproduktion. Hochreines Germanium entsteht mittel des Zonenschmelzverfahrens. Hierbei wird ein Germaniumstab in einem begrenztem Bereich geschmolzen der sich am Stab entlangbewegt. Die Verunreinigungen drängen dabei in die sich bewegende Germanium-Schmelze und hinterlassen ein hochreines Germanium. Die Weltjahresproduktion beläuft sich 2004 auf ca. 50 t Germanium. Davon entfallen auf die USA 15 t Germanium. 35% des Germanium entstammen dem Recycling. 

EIGENSCHAFTEN: 
Germanium dehnt sich beim Erstarren ebenso wie Gallium und Bismut aus. Germanium sogar um 6%. Germanium ist recht korrisionsbeständig gegen Luft und Sauerstoff, erst oberhalb von 600 C° oxydiert es zu Germaniumdioxid. Germanium gilt als Prototyp eines Halbleiters. 

HEUTIGE VERWENDUNG/BEDARF:
Daraus ergibt sich der traditionelle Haupteinsatzbereich Germaniums in der elektronischen Anwendung. Heute gehen nur noch etwa 20% des Germaniums dorthin. Größter Germanium-Verbraucher ist die Kunststoffherstellung. Neben diesen Bereichen haben sich zunehmend die Infrarottechnik und Fiber-Optik als Germanium-Verbraucher mit zusammen fast 50% des Germanium-Marktes entwickelt. Weitere Germanium-Anwendungen sind in der Chemotherapie und Metallurgie zu finden.

Montag, den 03. Oktober 2011 um 20:49 Uhr

Gallium - strategisches Industriemetall

Schmelzpunkt: 29,8° Celsius
Spezifisches Gewicht: 5,91 g/cm3
Farbe: silberberweiß 
Siedepunkt: 2403° Celsius

HISTORIE:
Gallium wurde 1875 von Lecop entdeckt. Gallium kommt in Gallit; Germanit und Renerit zu max. 1% vor. Kommerziell wird Gallium allerdings derzeit im Wesentlichen aus Bauxit (mit 0,1% Gallium-Anteil) gewonnen. Die Weltjahresproduktion an Gallium liegt 2007 bei ca 103 t Gallium, davon ca 20 t Gallium aus Galliumschrotten bzw Galliumrückständen. 

EIGENSCHAFTEN: 
Gallium zeichnet sich nicht nur durch seinen niedrigen Schmelzpunkt (Gallium schmilzt bei höheren Zimmertemperaturen), sondern auch durch einen Siedepunkt von 2403 °C aus. Damit hat Gallium den größten Flüssigkeitsbereich aller Metalle. Gallium dehnt sich beim Erstarren wie z.B. Wismut oder Wasser aus. Gallium sieht frisch vergossen silbrig glänzend aus. 

HEUTIGE VERWENDUNG/BEDARF:
Das Hauptanwendungsgebiet von Gallium (meist als Gallium - Arsen Verbindung )ist die Halbleitertechnik und Optoelektronik. Leuchtdioden, Laserdioden Transistoren und Solarzellen werden unter Verwendung von Gallium bzw. Gallium-Arsenverbindungen hergestellt. Der niedrige Schmelzpunkt Galliums wird in verschiedenen galliumhaltigen Legierungen (z.B. mit Zinn oder Indium) genutzt. Der Schmelzpunkt der niedrigstschmelzenden durch uns lieferbaren Gallium–Indium–Legierung (Gallium ca. 75%) liegt bei nur 3-5°C. Galliumlegierungen dienen z.B. zum Ersatz von Quecksilber z.B. in Fieberthermometern. Andere niedrigstschmelzende Legierungen auf Gallium - Indium Basis können die, auch niedrigschmelzende aber nicht ungefährliche, NaK Legierung (Natrium - Kalium Basis) ersetzen. Eine weitere potentielle Verwendung von Gallium könnte in der Kühlung von Computerprozessoren liegen. Gallium – Legierungen könnten als Kühlmittel dienen. Wegen des hohen Siedepunktes von Gallium wäre Gallium oder eine Galliumlegierung in der Lage auch hohe Energien zu transportieren. Reines Gallium wird in der Hochtemperatur-Thermometerherstellung wegen seines hohen Siedepunktes genutzt. Gallium dient wegen seiner benetzenden Eigenschaft und der sehr guten Reflektionsfähigkeit auch der Herstellung von Hochleistungsspiegeln.

Montag, den 03. Oktober 2011 um 20:45 Uhr

Indium - strategisches Industriemetall

Schmelzpunkt: 156,6° Celsius 
Spezifisches Gewicht: 7,31g/cm3
Farbe: silberweiß-glänzend 
Siedepunkt: 2080° Celsius 


HISTORIE:
Indium wurde 1863 von F. Reich und H. Richter in einer Freiberger Zinkblende mit Hilfe der Spektralanalyse entdeckt, als diese nach Thalium suchten, das 2 Jahre vorher entdeckt wurde. Sie gaben dem neuen Metall den Namen Indium nach der indigo-blauen Linie im Spektrum. Indium blieb nebenmetalltypisch über ein halbes Jahrhundert nur von wissenschaftlichen Interesse bis man in den 1930er Jahren in der Lage war Indium in hoher Reinheit herzustellen. Eigenständige Indium–Mineralien sind kaum von Bedeutung. Typischerweise findet man Indium in komplexen sulfidischen Erzen wie Zinkblende oder Kupfersulfiden. Die Weltindiumproduktion belief sich 2006 auf ca. 350 bis 400 t mit China als größtem Produzenten. Recycling: Indium wird aufgrund der Vielfältigkeit der Indiumanwendungen und insbesondere der indiumhaltigen Legierungen nur in eingeschränktem aber steigendem Umfang recycelt. 

EIGENSCHAFTEN:
Indium ist ein sehr weiches gut formbares silbrigglänzendes Metall. Indium lässt sich deshalb hervorragend zu Drähten und Folien verarbeiten. Je reiner Indium ist, je weicher werden die Drähte und Folien. Flüssiges Indium zeichnet sich durch ein hohes Benetzungsvermögen aus. Indium-Verbindungen weisen teilweise Halbleitereigenschaften auf. Der Abstand vom Schmelzpunkt bis zum Siedepunkt (156 °C - 2 000 °C ) gehört zu den größten bei Metallen. 

HEUTIGE VERWENDUNG/BEDARF:
Indium fand seine erste bedeutende Anwendung als Indiumbeschichtung von hoch beanspruchten Lagern in Triebwerken (auch als Blei – Indium –Legierungen für weniger beanspruchende Verwendungen). In der Lagerbeschichtung ist Indium auch heute noch gefragt. Indium findet seither ein immer weiteres Anwendungsspektrum im Hightechbereich vom Dichtmittel (z.B. Vakuum- bzw. Cryotechnologie,)über Indium als Kleber bis zu Indiumanwendungen in der Halbleiterindustrie und als Bestandteil von Flachbildschirmen und Touchscreens. In den dünnen flexiblen Solarzellen der Kupfer-Indium-Galliumtechnologie öffnet sich eine neue nachfrageintensive Anwendung für Indium. Nicht zu vergessen Indium als wesentlicher Bestandteil der boomenden LEDs. Indiumoxid beschichtete Gläser halten Infrarotstrahlen zurück. Biegt man erstarrtes Indium, ist ein kristallines Knirschen zu hören.