Cadmium - strategisches Industriemetall
Cadmium
Cadmium hat eine silber-weiße Farbe und lässt sich durch seine Leichtigkeit sehr gut formen. Dabei verbrennt es an der Luft mit einer hellen, roten Flamme. Überwiegendes findet man natürliches Cadmium in Zinkerzen.
Anwendungen
Als Legierungsbestandteil findet Cadmium seinen Haupteinsatz. Jedoch wird es ebenfalls zur Beschichtung von diversen Metallen verwendet, wie z.B. Eisen und Stahl. Durch diesen Arbeitsschritt werden die Metalle beständiger. Eine große Rolle spielt Cadmium auch in Farben, so gibt es z.B. das Cadmiumgelb. Aufgrund der guten Absorption von Neutronen, wird Cadmium auch in Kernreaktoren als Abschirmmaterial verwendet.
Cadmium wird als Legierungsbestandteil verwendet. Es wird auch zur Beschichtung von Metallen eingesetzt (vorrangig Eisen und Stahl), welche sie beständiger machen. Cadmium ist außerdem ein wichtiger Bestandteil in Farben (Cadmiumgelb). Da Cadmium eine gute Absorption von Neutronen besitzt, wird es auch in Kernreaktoren als Abschirmmaterial eingesetzt. Ferner wird es in Nickel-Cadmium-Akkumulatoren eingesetzt.
Daten
Chemisches Element: Cd
Schmelzpunkt: 320,9°C
Siedepunkt: 767°C
Spezifisches Gewicht: 8,65 g/cm3
Lieferbare Reinheit: 99,95 %
Lieferbare Formen:
Folien, Bleche
0,5/1x500x1000 (mm)
Verpackungseinheit: Stück
Arsen - strategisches Industriemetall
Arsen
Arsen ist Bestandteil der seltenen Elemente und wird hauptsächlich als Nebenprodukt bei der Aufarbeitung von sulfidischer Erze heraus gewonnen. Bei Arsen handelt es sich um ein Halbmetall, dass in drei Modifikationen vorkommt, dabei werden folgende Arsenarten unterschieden: graues, gelbes und amorphes Arsen. Die beständigste Version von Arsen ist das so genannte Graues Arsen es ist zugleich eine metallische Modifikation. Weder Wasser noch nicht oxidierten Säuren können das graue Arsen angreifen. Ab 613°C geht das graue Arsen sofort in den gasförmigen Zustand über, das besondere daran ohne vorher zu schmelzen, dieses Phänomen bezeichnet man als Sublimation.
Anwendungen
Arsen findet hauptsächlich als Legierungsbestandteil für Kupfer- und Bleiliegerungen Verwendung. Außerdem nutzt die bedeutende Halbleitertechnik ebenfalls die Eigenschaften von Arsen.
Daten
Chemisches Element: As
Schmelzpunkt: sublimiert
Siedepunkt: 613°C
Spezifisches Gewicht: 5,72 g/cm3
Strategische Industriemetalle - investieren in unverzichtbare Rohstoffe
Strategische Metalle als Kapitalanlage
Nichts ist mehr sicher.
Die Anleger sind verunsichert und flüchten in Gold und Silber.
Es gibt aber noch eine weitere Alternative: strategische Metalle, aber diese werden kaum beachtet!
Strategische Industriemetalle sind interessante reale Sachwerte.
Ohne strategische Metalle funktioniert nichts. Sie sind sozusagen die »Mütter aller Sachwerte«. Ohne sie gäbe es zum Beispiel keine Computer, Handys, Autos, Häuser oder Hosen. Und dennoch werden sie kaum beachtet.
Anders bei den Chinesen, die sich in vielen Rohstoffförderländern alle verfügbaren Rohstoffe sichern, weil sie heute schon der größte Verbraucher vieler Metalle sind und rund ein Viertel des weltweiten Angebots für sich in Anspruch nehmen. Die Nachfrage an metallischen Rohstoffen ist ungebrochen, was die Preissteigerungen von 50 bis 80 Prozent in den letzten Jahren beweisen. Ein weiterer Grund liegt in der Vergangenheit und ist auf die mangelnde Investitionsbereitschaft zur Erschließung neuer Minen zurückzuführen. Neue Vorkommen zu fördern dauert Jahre, deshalb ist in absehbarer Zeit nicht damit zu rechnen, dass die Minengesellschaften ihr Angebot erhöhen werden.
Die Situation an den Finanzmärkten zeigt, dass physisches Eigentum an Sachwerten, wie z. B. strategischen Metalle oder Edelmetallen eine höhere Sicherheit bietet als ein geldwertes Zertifikat irgendeiner Bank. Strategische Metalle decken die wichtigsten Schlüsselindustrien ab und sind für (fast) alle Zukunftstechnologien unverzichtbar.
Indium, Hafnium, Gallium, Wismut, Tantal und Tellur werden in rund 80 Prozent aller Industriezweige weltweit dringend benötigt.
Hier eine kleine Übersicht aus mehr als 21 verschiedenen Metallen, welche Sie physisch kaufen können.

Wismut - strategisches Metall
Das Metall wurde 1830 erstmals als eigenständiges Element nachgewiesen, nachdem es lange Zeit als Abart von Blei und Zinn angesehen wurde. Die Produktion von Wismut ist bis heute abhängig von Blei oder Wolfram, da es überwiegend aus dessen Erzen gewonnen wird. Wismut wird heute für Legierungen und in der Pharmaindustrie eingesetzt, etwa in einem Magenmittel. Es hat ähnliche Eigenschaften wie Schwermetalle, ist aber (nach bisherigem Forschungsstand) ungiftig. Es dient daher auch als Bleiersatzstoff. Es wird zudem verwendet in: antiseptischen Brandsalben und Puder, Magentherapeutika, Blutstillungspuder, Röntgenkontrastmittel, optischen Gläsern, hochwertigen Lacken, Kunststoffen, Druckfarben und Kühlmitteln für Kernreaktoren.
Die Weltjahresproduktion beträgt 7.500 Tonnen. 60 Prozent davon kommen aus China, wo noch 240.000 Tonnen Wismutreserven vermutet werden.
Tantal - strategisches Metall
Gustaf Ekeberg entdeckte Tantal im Jahre 1801 in finnischem Columbit-Erz. Bevor Wolfram dafür eingesetzt wurde, war es der Stoff, aus dem Drähte in Glühbirnen hergestellt wurden. Heute findet man Tantal in Kondensatoren für Handys und Autos, Computern, Spielekonsolen und medizinischen Geräten. Weil Tantal mit 3.017 Grad Celsius einen sehr hohen Schmelzpunkt besitzt, wird es auch als Hochtemperatur-Legierung etwa bei Flugzeugturbinen eingesetzt. In der Chirurgie wird es dank seiner Ungiftigkeit als Implantat (Knochennägel, Prothesen, Kieferschrauben) eingesetzt, da es mit Körperflüssigkeiten nicht reagiert.
Die Weltjahresproduktion beträgt 1.160 Tonnen, doch das ist zu wenig, da für die Kondensatoren schon alleine 551 Tonnen verbraucht werden. Tantal wird vor allem in Australien produziert, danach folgen Brasilien und Kanada.
Tellur - strategisches Metall
Das Halbmetall Tellur ist weich und spröde und lässt sich damit perfekt zu Pulver verarbeiten. Der österreichische Chemiker und Mineraloge Franz Joseph Müller von Reichenstein entdeckte es bereits im Jahre 1782 und hielt es zunächst für »geschwefelten Wismut«. Erst 15 Jahre später verifizierte der Berliner Chemiker Martin Heinrich Klaproth das Element Tellur. Heute wird es als Legierungselement für die Stahl-, Gusseisen-, Kupfer- und Bleiherstellung, die Kabelindustrie und für DVD- und Blu-ray-Beschichtungen verwendet, ebenso in der Fotovoltaik und für Glas- und Keramikfarben.
Die Weltjahresproduktion beträgt 180 Tonnen, zwei Drittel davon kommen aus den USA, Kanada, Japan und Peru.
Indium - strategisches Metall
Indium wurde 1863 von den beiden deutschen Chemikern Ferdinand Reich und Theodor Richter entdeckt und 1867 erstmals auf der Weltausstellung in Paris präsentiert. Aber erst während des Zweiten Weltkrieges begann die kommerzielle Nutzung als Beschichtung von Lagern in Flugzeugmotoren. Heute findet man Indium im iPhone, in allen Displays, im Handy, im Flachbildschirm und am Computer. Weitere Verwendungen: Lager in Triebwerken, Touchscreens, Medizintechnik, Solartechnologie, Leuchtdioden, Apparatebau, Lote und Spezialbeschichtungen.
Die Weltjahresproduktion beträgt nur rund 600 Tonnen, mehr als fünfzig Prozent davon stammen aus China. Bis 2030 soll der Jahresbedarf bei knapp 1600 Tonnen liegen.
Gallium - strategisches Metall
Der Chemiker Paul Emile Lecoq de Boisbaudran entdeckte Gallium im Jahr 1875, das oft als ungiftiger Quecksilberersatz in Thermometern verwendet wird. Heute ist es in der Halbleitertechnik unabdingbar. In zahlreichen Verbindungen findet man Gallium auch in vielen Leuchtdioden (LEDs). Das Metall ist sehr selten.
Nur rund 100 Tonnen werden weltweit produziert, die Hälfte davon in China, Deutschland und Japan. Edel, gut und wertvoll ist Gallium, das außerdem in elektronischen Hochfrequenzbauteilen, integrierten Schaltkreisen, Laser, Solarzellen zur Stromversorgung von Satelliten, Legierungszusätzen und Flüssigmetall-Wärmeleitpasten verwendet wird.
Hafnium - strategisches Metall
Zufällig entdeckten der niederländische Physiker Dirk Coster und der ungarische Chemiker George de Hevesy bei einer Röntenspektroskopie im Jahr 1923 das Hafnium. Es ist sehr schwer zu gewinnen, da man es erst aufwendig vom Zirkonium trennen muss. Hafnium stammt zu großen Teilen aus Südamerika und Australien und kommt in großen Mengen vor. Das Gesamtvolumen wird auf etwa eine Million Tonnen geschätzt. Das Metall ist sehr korrosionsbeständig und hat die einmalige Eigenschaft, Elektronen in die Luft abzugeben. Hafnium wird auch in Kernreaktoren und in Computerchips eingesetzt, das dort allmählich das Silizium ablöst, das es weniger Leckströme verspricht. Die Weltjahresproduktion beträgt – trotz des reichen Vorkommens – nur 65 Tonnen.
Tantal - strategisches Industriemetall
Tantal
Tantal ist ein weißes, formbares Metall. Es gehört zu den Übergangsmetallen. An der Luft verbrennt es zu Ta2O5(Tantalpentoxid).
Anwendungen
In Legierungen ist Tantal sehr hart und wird zur Herstellung von chirurgischen Instrumenten, elektronischen Bauelementen und Schnelldrehstählen verwendet.
Daten
Chemisches Element: Ta
Schmelzpunkt: 3017°C
Siedepunkt: 5458°C
Spezifisches Gewicht: 16,654 g/cm3
Tantal wurde 1802 in Schweden entdeckt. Tantal kommt üblicherweise in Tantalit-Columbiterzen (Nioberzen) vor. Die Weltbergwerksproduktion beläuft sich z.Zt. auf etwa 1270 t (2004) Tantalinhalt.
EIGENSCHAFTEN:
Tantal hat einen sehr hohen Schmelzpunkt von 2996 °C. Tantal zeichnet sich ebenfalls durch gute Verformbarkeit bei großer Härte aus. Wichtigstes Tantalmerkmal ist seine ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit. Die meisten Tantaleigenschaften stehen in einem engen Verhältnis zur Reinheit des Tantalmetalls. Tantal wird zum Teil als Legierungsbestandteil für Stahl, insbesondere als Tantalkarbid eingesetzt. Ansonsten sind tantalhaltige Legierungen weniger bedeutend.
HEUTIGE VERWENDUNG/BEDARF :
Neben dem Einsatz in Kondensatoren, in Tantallegierungen für Hartmetall und tantalhaltiger Superlegierungen, dient Tantal zur Produktion von harten hitzefesten und äußerst korrosionsfesten Instrumenten und Apparaten (auch Tantalbleche, Tantalrohre, Tantaldrähte etc.). Tantal ersetzt hier teilweise das erheblich teurere Platin.
Germanium - strategisches Industriemetall
Schmelzpunkt: 937,4° Celsius
Spezifisches Gewicht: 5,32 g/cm3
Farbe: schwarzgrau
Siedepunkt: 2830° Celsius
HISTORIE:
Germanium wurde 1886 vom deutschen Chemiker Clemens Winkler im Silbererz Argyrodit entdeckt, das aus der Grube Himmelsfirst bei Freiburg in Sachsen stammte. Winkler benannte das Metall nach seinem Heimatland. 1920 wurde im heutigen Namibia mit dem Mineral Germanit das erste reichere Germanium-Vorkommen entdeckt. Ab 1941 wurde in den USA erstes reines Germanium gewonnen, ab 1955 bedingt durch Vorkommen des Germanium-Erzes Renierit in der Kongoprovinz Katanga dann in größerem Umfang in Belgien. Germanium-Minerale lassen sich eigenständig nicht ökonomisch abbauen. Germanium-Minerale werden meist in sulfidischen Kupfer- , Zink- und Bleilagerstätten als Nebenmineral gewonnen. Aber auch in Kohlevorkommen (besonders hoch in britischen Kohlevorkommen) findet sich Germanium. Zusätzlich findet sich Germanium in Flugstäuben und Schlämmen der Blei-, Zink- und Kupferproduktion. Hochreines Germanium entsteht mittel des Zonenschmelzverfahrens. Hierbei wird ein Germaniumstab in einem begrenztem Bereich geschmolzen der sich am Stab entlangbewegt. Die Verunreinigungen drängen dabei in die sich bewegende Germanium-Schmelze und hinterlassen ein hochreines Germanium. Die Weltjahresproduktion beläuft sich 2004 auf ca. 50 t Germanium. Davon entfallen auf die USA 15 t Germanium. 35% des Germanium entstammen dem Recycling.
EIGENSCHAFTEN:
Germanium dehnt sich beim Erstarren ebenso wie Gallium und Bismut aus. Germanium sogar um 6%. Germanium ist recht korrisionsbeständig gegen Luft und Sauerstoff, erst oberhalb von 600 C° oxydiert es zu Germaniumdioxid. Germanium gilt als Prototyp eines Halbleiters.
HEUTIGE VERWENDUNG/BEDARF:
Daraus ergibt sich der traditionelle Haupteinsatzbereich Germaniums in der elektronischen Anwendung. Heute gehen nur noch etwa 20% des Germaniums dorthin. Größter Germanium-Verbraucher ist die Kunststoffherstellung. Neben diesen Bereichen haben sich zunehmend die Infrarottechnik und Fiber-Optik als Germanium-Verbraucher mit zusammen fast 50% des Germanium-Marktes entwickelt. Weitere Germanium-Anwendungen sind in der Chemotherapie und Metallurgie zu finden.
Indium - strategisches Industriemetall
Schmelzpunkt: 156,6° Celsius
Spezifisches Gewicht: 7,31g/cm3
Farbe: silberweiß-glänzend
Siedepunkt: 2080° Celsius
HISTORIE:
Indium wurde 1863 von F. Reich und H. Richter in einer Freiberger Zinkblende mit Hilfe der Spektralanalyse entdeckt, als diese nach Thalium suchten, das 2 Jahre vorher entdeckt wurde. Sie gaben dem neuen Metall den Namen Indium nach der indigo-blauen Linie im Spektrum. Indium blieb nebenmetalltypisch über ein halbes Jahrhundert nur von wissenschaftlichen Interesse bis man in den 1930er Jahren in der Lage war Indium in hoher Reinheit herzustellen. Eigenständige Indium–Mineralien sind kaum von Bedeutung. Typischerweise findet man Indium in komplexen sulfidischen Erzen wie Zinkblende oder Kupfersulfiden. Die Weltindiumproduktion belief sich 2006 auf ca. 350 bis 400 t mit China als größtem Produzenten. Recycling: Indium wird aufgrund der Vielfältigkeit der Indiumanwendungen und insbesondere der indiumhaltigen Legierungen nur in eingeschränktem aber steigendem Umfang recycelt.
EIGENSCHAFTEN:
Indium ist ein sehr weiches gut formbares silbrigglänzendes Metall. Indium lässt sich deshalb hervorragend zu Drähten und Folien verarbeiten. Je reiner Indium ist, je weicher werden die Drähte und Folien. Flüssiges Indium zeichnet sich durch ein hohes Benetzungsvermögen aus. Indium-Verbindungen weisen teilweise Halbleitereigenschaften auf. Der Abstand vom Schmelzpunkt bis zum Siedepunkt (156 °C - 2 000 °C ) gehört zu den größten bei Metallen.
HEUTIGE VERWENDUNG/BEDARF:
Indium fand seine erste bedeutende Anwendung als Indiumbeschichtung von hoch beanspruchten Lagern in Triebwerken (auch als Blei – Indium –Legierungen für weniger beanspruchende Verwendungen). In der Lagerbeschichtung ist Indium auch heute noch gefragt. Indium findet seither ein immer weiteres Anwendungsspektrum im Hightechbereich vom Dichtmittel (z.B. Vakuum- bzw. Cryotechnologie,)über Indium als Kleber bis zu Indiumanwendungen in der Halbleiterindustrie und als Bestandteil von Flachbildschirmen und Touchscreens. In den dünnen flexiblen Solarzellen der Kupfer-Indium-Galliumtechnologie öffnet sich eine neue nachfrageintensive Anwendung für Indium. Nicht zu vergessen Indium als wesentlicher Bestandteil der boomenden LEDs. Indiumoxid beschichtete Gläser halten Infrarotstrahlen zurück. Biegt man erstarrtes Indium, ist ein kristallines Knirschen zu hören.




